Wartezeit…

Oh Mann, das zieht sich alles länger hin, als ich gedacht und gehofft hatte. Wir waren heute an der Uni-Klinik in Tübingen und der Arzt meinte, dass sie zur Zeit völlig ausgebucht sind. Mein Fall ist nicht akut, da ich bis jetzt keine größeren Symptome habe (der Arzt: „Das ist ein Wunder, dass sie bis jetzt keine großen Ausfallerscheinungen hatten“). Das Ding in mir ist seit Jahren schon langsam herangewachsen und da kommt es auf ein paar Wochen wohl nicht an. D.h. konkret: OP ist erst in ca. fünf Wochen… Die OP ist auf jeden Fall machbar und erfolgversprechend, aber nicht einfach. In den Worten des Arztes: „anspruchsvoll“.

Was irgendwie schön war: Der Arzt hat alle möglichen Fragen gestellt, u.a. auch nach dem Beruf: Pastor bei der ev.-methodistischen Kirche. Er hat nicht viel dazu gesagt, aber am Ende des Gesprächs meinte er, dass es gut wäre, wenn wir und die Gemeinde für mich beten würden. Er hat das nicht sarkastisch gemeint und auch nicht in dem Tonfall gesagt, dass es ja „nichts schaden könne“. Nein, er hat es einfach so gemeint, dass es gut ist, dafür zu beten. Dabei war er natürlich trotzdem der Meinung, dass ich bei ihm als Arzt in guten Händen sei… Ich bin so dankbar, dass ich weiß, dass viele das tatsächlich auch tun: Im Gebet vor Gott kommen. Nicht nur für mich, sondern auch für andere. Leute, wenn ihr jemand kennt, der krank ist oder in sonst einer Not: Betet, betet, betet!

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3 Gedanken zu „Wartezeit…“

  1. In einem kleinen Band, in welchem ein ehemaliger Sozialist und Atheist schildert, wie er zum christlichen Glauben fand (ähnlich, wie übrigens ich auch) fand ich ein uraltes, antiquiert klingendes Gedicht der Lyrikerin Hedwig von Redern, was ich euch nicht vorenthalten möchte:

    „Brauchst Du Kraft, bei Ihm ist Stärke.
    Brauchst Du Hilfe? Er ist da.
    Er wird nie sein Kind verlassen;
    Nein, will bei der Hand Dich fassen.
    Fürchte nichts, Er ist ganz nah!

    Er, Dein Gott weiß Rat für alles,
    Er errettet, trägt und hebt.
    Seinem Blick ist nichts verborgen,
    laß in Seiner Hand dein Morgen;
    Er ist Sieger, und er lebt!

    Vor ihm ist kein Ding unmöglich,
    Er herrscht über Raum und Zeit.
    Über Sturmgewalt und Wogen
    strahlt dir Seines Friedens Bogen,
    und Sein Ziel ist – Herrlichkeit.“

    Ich widme dieses Gedicht Windhauch, der sich in den nächsten Tagen einem operativen Eingriff unterziehen muß und der sehr verehrten Frau Punk, die auf dem besten Weg der Besserung und Heilung ist!
    Eingestellt von Mike um 12:56

  2. Ich fand die Wartezeit vor meiner großen Herz-OP einfach nur quälend für mich. Viel allein zu hause rumsitzen und nichts tun können als sich Gedanken und Sorgen zu machen. Dazu dann die aufkommende Panik. Da kannst Du dankbar sein, wenn Du noch arbeiten kannst oder Spaziergänge machen! 🙂
    Und vor allem für die lieben Menschen, die Dich unterstützen. Und dafür, daß das Leben tiefer und realer für Dich wird. Ich wünsche Dir Gottes Nähe in dem Allen…und daß Du Dich in seine Hand fallen lassen kannst.
    Gruß
    Ralle

    1. Hi Ralle!
      Vielen Dank für Deine Wünsche. Ja, das ist echt gut, dass es mir bis jetzt körperlich so gut geht. Vor so einer OP nur rumsitzen und nicht viel tun können, das muss echt hart sein.
      Auch Dir Gottes Segen!

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