Titus 1, 10-16 Unnütze Schwätzer und Verführer

Würd mich mal interessieren, wie Paulus unsere heutige kirchliche und theologische Landschaft beurteilen würde. Dem Titus damals hatte er geschrieben, dass es viele Freche, unnütze Schwätzer und Verführer gibt. Damals waren das wohl Leute, welche besondere enge Gebote aufgestellt haben, welche vor allem auf jüdischem Hintergrund die Frage nach Rein und Unrein zu klären versuchten. Was darf ein Christ tun, was nicht? Was schadet ihm, was nicht? Paulus sagt dazu lapidar: „Den Reinen ist alles rein“ (V.15).

Wen würde Paulus heute kritisieren? Die Liberalen, welche das Evangelium verwässern? Die engherzigen Fundamentalisten, die auf alles eine platte und einfache Antwort wissen? Oder diejenigen dazwischen, weil sie zu lauwarm sind und ständig zwischen den Stühlen sitzen? Würde er eher Kritik an bestimmten theologischen Lehren üben oder würde er ethische Gleichgültigkeit kritisieren?

| Bibeltext |

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2 Gedanken zu „Titus 1, 10-16 Unnütze Schwätzer und Verführer“

  1. Hallo Windhauch,

    mich interessiert folgendes. Du schriebst,

    Was darf ein Christ tun, was nicht? Was schadet ihm, was nicht? Paulus sagt dazu lapidar: “Den Reinen ist alles rein” (V.15).

    Heißt das, ein Christ darf eine bereits verheiratete Frau, nochmals heiraten ohne gegen die Gebote zu verstoßen?

    1. Hallo Anon,
      mir ist die Frage nicht ganz klar: Sprichst du von einer verheirateten Frau, die zusätzlich einen zweiten Mann heiraten will? Oder geht es um eine Witwe oder Geschiedene, die wieder heiraten will?
      Abegesehen davon würde Paulus wahrscheinlich sagen, dass sich ein Christ nicht in erster Linie fragt: „Bis zu welcher Grenze darf ich gehen, um Gottes Gebote nicht zu übertreten?“, sondern: „Was ist Gottes Wille?“

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