Richter 21 Am Ende bleibt die Hoffnung

Immerhin: das Richterbuch endet einigermaßen versöhnlich. Das Volk versammelt sich zum Gottesdienst und sie freuen sich nicht über den Sieg über den Stamm Benjamin, sondern sie trauern. Sie wollen den übrig gebliebenen Benjaminitern sogar helfen, um weiter überleben zu können. Die Mittel um den übrigen Männern von Benjamin Frauen „zu beschaffen“ sind allerdings ziemlich fragwürdig…

Am Ende bleibt die Hoffnung. Die Israeliten damals setzten ihre Hoffnung auf einen irdischen König (V.25). Den bekamen sie auch und es ging eine Zeit lang gut. Aber dann kam doch wieder das Chaos. Mir geht es heute als Christ manchmal ähnlich: am Ende bleibt die Hoffnung. Man erlebt so manches mal Gottes Hilfe und Eingreifen. Aber es bleibt trotz Jesus Christus und dem Heiligen Geist, durch den er in uns wohnt, immer noch so viel Chaos in unserer Welt. Auch wir haben die Vollkommenheit noch nicht in der Hand, auch wir leben noch im Glauben und Vertrauen und nicht im Schauen. Aber die Hoffnung bleibt.

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Josua 23 Stückwerk

Auch in diesem Abschnitt wird noch einmal deutlich, dass die Israeliten nicht alle Völker aus dem verheißenen Land vertreiben konnten (V.7). Gerade darum warnt Josua so eindringlich davor, sich mit diesen verbliebenen Völkern zu vermischen und vor allem davor, ihre Götter zu übernehmen. Obwohl nicht das ganze Land im Besitz Israels ist, kann Josua seinen Landsleuten sagen, „dass nichts dahingefallen ist von all den guten Worten, die der Herr, euer Gott euch verkündigt hat.“ (V.14)

Mein Leben als Christ kommt mir manchmal ähnlich vor: es bleibt Stückwerk.Ich darf viele gute Erfahrungen mit Gott machen, es gibt viele Bereiche, in denen Gott für mich streitet und Veränderung geschieht. Aber es bleiben auch immer Landstriche meines Lebens zurück, in denen nicht alles perfekt läuft. Die Israeliten mussten sich damit abfinden, dass im gelobten Land weiterhin andere Völker lebten und sie mussten darum um so fester und treuer an Gott festhalten. Ich muss mich als Christ damit abfinden, dass mein Christsein Stückwerk bleibt und ich muss mich darum um so fester und treuer an Gott festhalten. Was wir von Josua lernen können: nicht auf das schauen, was Gott noch nicht getan hat, sondern auf das, was er bereits getan hat.

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