Daniel 6 Vorbildlicher Glaube

Eine der bekanntesten Geschichten im Alten Testament. Mir ist heute beim Lesen vor allem V.6 aufgefallen: „Wir werden keinen Grund zur Anklage gegen Daniel finden, es sei denn wegen seiner Gottesverehrung.“ Fast schon verzweifelt suchen Daniels Feinde einen Anklagegrund, um ihn zu Fall zu bringen. Aber sie finden offensichtlich nichts. Daniel hat sich tadellos verhalten. Er schaut nicht auf den eigenen egoistischen Vorteil, indem er z.B. Steuern hinterzieht und dies mit einem Schwarzgeldkonto in der Schweiz vertuscht, sondern er dient dem König und dem fremden Land auf vorbildliche Weise. So sollte es eigentlich immer sein, wenn andere Menschen über Glaubende urteilen. Sie sollten keinen Grund zur Anklage finden. Es wäre schön, wenn man das auch über mich sagen könnte.

Natürlich wissen wir vom Neuen Testament her, dass auch Daniel kein perfekter und sündloser Mensch war. Auch er war vor Gott Sünder. Aber er lebte doch so, dass seine Gegner bei ihm keinen Verstoß gegen die Landesgesetze oder irgendwelche moralischen Verfehlungen entdecken konnten. Vor Gott lebte auch er aus der Vergebung. Aber vor Menschen lebte er so, dass sein Leben ein Zeugnis war: er zeigte seinen Glauben und er verhielt sich anderen gegenüber korrekt. Auch wir leben aus der Vergebung Gottes. Das heißt aber nicht, dass unser moralisches Leben völlig egal ist, weil ja eh alles vergeben wird. Daniel kann da ein Vorbild für uns sein.

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Kolosser 3, 5-11 Theorie und Praxis

Jetzt wird’s interessant, denn jetzt kommt die Verknüpfung der theologischen Höhenflüge mit der alltäglichen Praxis eines Lebens als Christ. Hier ist auch der Kolosserbrief ehrlich und realistisch genug, um zu erkennen, dass auch wir Christen im alltäglichen Leben mit so manchem zu kämpfen haben. Wir haben eine fantastische Botschaft: Christus hat alles für uns getan, er hat uns erlöst, befreit und erneuert. Aber in der Praxis haben wir nach wie vor mit all diesen unguten Dingen zu kämpfen, die hier aufgezählt werden: „Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde, Habsucht“ (V.5), „Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte“, Lüge (V.8). Wenn es nicht so wäre, dann bräuchte uns der Kolsosserbrief nicht dazu auffordern, das alles abzutöten und abzulegen.

Ich lese gerade den Roman „Auferstehung“ von Leo Tolstoi. Dort kritisiert er die Kirche seiner Zeit, dass sie nur die Erlösung Christi hochhält und diese durch religiöse Traditionen feiert – aber im praktischen moralischen Leben total versagt. Tolstois Vorwurf ist, dass die Lehre von der Erlösung durch Jesu Tod am Kreuz zu faulen Ausrede wird, um in seinen Lastern und Sünden zu verharren: Christus hat ja alles getan, es ist alles in Ordnung, ich muss nichts mehr tun und kann bleiben, wie ich bin. Tolstoi selbst versucht ein moralisches Christentum zu leben. Für ihn hat Jesus vor allem die Botschaft der Liebe gebracht und es geht allein darum, die Nächstenliebe konsequent und radikal im Alltag zu leben.

Tolstoi hat mit seinen Vorwürfen durchaus recht. Das macht ja auch der Kolosserbrief deutlich: Wenn wir allein betonen, dass Christus alles getan hat und wir bleiben dann wie wir sind, dann wird etwas schief. Christi Erlösungstat muss auch Auswirkungen auf unseren Alltag und unsere Moral haben. Aber das moralische Christentum des Tolstois überzeugt mich letztendlich auch nicht. Moral allein ist zu wenig. Wenn man sich das Leben Tolstois anschaut, dann stellt man fest, dass er selbst an diesem ungeheuren moralischen Anspruch scheitert.

Wir bleiben in dieser Spannung: einerseits leben wir allein aus der Vergebung – auch als Christen versagen wir immer wieder und brauchen Gottes vergebende Erneuerung. Anderseits bleibt Gottes Anspruch an uns, dass wir dieses neue Leben in Christus ernst nehmen und versuchen auch im Alltag danach zu leben. Beide Extreme im Versuch diese Spannung aufzulösen sind gefährlich: sich allein auf der Erlösung ausruhen und in der Sünde verharren ist genauso gefährlich, wie aus Christus einen reinen Moralapostel zu machen, der eine neue und radikalere Gesetzlichkeit fordert.

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Lukas 7,36-8,3 Der Pharisäer und die Dirne

Wie peinlich: Jesus liegt bei einem Pharisäer zu Tisch und seine nach hinten ausgestreckten Füsse werden von den Tränen einer stadtbekannten Dirne benetzt. Aber es kommt noch schlimmer: Die Frau löst ihre Haare auf, was man in der Öffentlichkeit damals eigentlich nicht tat, und trocknet Jesus damit die Füsse! Das Salböl, mit dem sie eigentlich Jesu Haupt salben wollte, benutzt sie nun, um die Füsse einzusalben. Und Jesus? Er lässt sie gewähren und verteidigt sie danach sogar noch.

Mich fasziniert an diesem Text, dass Jesus sich um beide bemüht: um den frommen Pharisäer genauso wie um die im gesellschaftlichen Abseits stehende Sünderin. Für damalige Verhältnisse war es ein Skandal, dass Jesus sich von der Dirne berühren lässt und sie sogar noch verteidigt. In unseren heutigen Ohren ist dagegen eher der „Pharisäer“ zu einem Schimpfwort geworden. Wir sehen einen Pharisäer sofort als einen scheinheiligen Heuchler.

Jesus erweist beiden Ehre. Er verurteilt nicht. Weder die Dirne noch den Pharisäer. Ich bin gleich über den ersten Satz gestolpert. Der Pharisäer bittet Jesus, bei ihm zu essen und Jesus nimmt das Angebot an. Das zeigt, dass der Pharisäer Jesus als Gesprächspartner ernst nimmt. Und Jesus gibt ihm die Ehre der Mahlgemeinschaft. Jesus bemüht sich um die Frommen genauso wie um die Sünder. Da gibt es bei ihm keine simplen Schwarz-Weiß-Kategorien von Gut und Böse – alle brauchen Vergebung und Erlösung.

Dieses Bemühen um alle und die Offenheit für alle zeigt sich auch in den ersten Versen von Kapitel 8. Nicht nur die zwölf Jünger zogen mit Jesus durch die Lande, sondern auch einige Frauen. In einer patriarchalischen Gesellschaft, in welcher Religion, zumindest in der Öffentlichkeit, Männersache war, ist das ein starkes Stück!

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Lukas 7, 24-35 Jesus, Freund der Sünder

Johannes der Täufer war den Frommen zu weltabgewandt, zu radikal, zu asketisch. Sie beschimpften ihn als besessen. Jesus war den Frommen zu weltzugewandt, zu offen, zu hedonistisch. Sie beschimpften ihn als Fresser, Weinsäufer und Freund der Sünder. Ich fürchte, dass es den beiden in einer heutigen Mittelstandskirche hier in Deutschland genauso gehen würde. Die Busspredigten des Johannes wären uns zu extrem. Jesu Partys mit Huren und reichen Hedgefondsmanagern wären uns zu unmoralisch.

Für Lukas sind beide Vorbilder im Umgang mit Sünde. Ich denke das gemeinsame bei beiden ist, dass sie ein Feind der Sünde und ein Freund der Sünder waren. Johannes der Täufer hat die Sünde beim Namen genannt und zur radikalen Umkehr aufgefordert. Er wollte provozieren und Sünde aufdecken, damit die Sünder von Gott Vergebung erbitten. Jesus war ein Freund der Sünder, nicht weil er ihre Sünde gut fand, sondern weil er sie davon befreien wollte. Durch sein Verhalten hat der den Sündern deutlich gemacht: Gott liebt dich, er vergibt dir, du darfst neu anfangen. Beiden ging es um Umkehr.

Das Problem der Frommen war, dass sie ihre Sünde nicht erkannt haben. Sie hielten sich für gerecht. Sie dachten, sie brauchen keine Busspredigt. Sie dachten, wenn sie rein äusserlich Abstand von all zu offensichtlichen Sündern halten, dann sind sie auch innerlich rein. Sie dachten, sie bräuchten keine Umkehr.

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Lukas 5, 17-26: Entsetzen und Lob

Diese Geschichte finde ich immer wieder neu faszinierend. Immer wieder neu stolpere ich beim Lesen über die Reaktion Jesu. Diese Männer bringen einen Gelähmten zu Jesus. Sie lassen sich von Hindernissen nicht abhalten. Was erwarten sie von Jesus? Es wird nicht gesagt. Wie so oft lässt die knappe Darstellung der Bibel Raum für eigene Deutungen. Aber vom Zusammenhang her wird deutlich dass die Männer hoffen, dass Jesus den Gelähmten heilt (kurz vorher wird berichtet wie Jesus einen Aussätzigen heilt, in V. 15 kommen viele zu Jesus um ihn zu hören und gesund zu werden und in V. 17 wird gesagt, dass Gottes Kraft mit Jesus war, so dass er heilen konnte).

Und Jesus? Er heilt ihn zunächst nicht, sondern spricht ihm Sündenvergebung zu. Will er damit deutlich machen, dass körperliche Gesundheit nicht das Wesentliche ist? Will er die anwesenden Pharisäer und Schriftgelehrten provozieren? Wäre es ohne ihre Einwände bei der Sündenvergebung geblieben? Das alles wird im Text nicht deutlich beantwortet. Es wird aber deutlich, dass Heil und Heilung viel mehr als körperliche Heilung bedeutet. Auch ich als Leser werde in Frage gestellt: Was ist für mich das größere Wunder? Dass Jesus Sünden vergeben kann oder dass er einen Gelähmten heilt?

Schließlich frage ich mich: worüber sind die Menschen so aufgebracht? Am Ende des Textes wird beschrieben, wie sich alle entsetzen, Gott preisen und von Furcht erfüllt werden. Das ist eine seltsam ambivalente Reaktion: Entsetzen und Lob. Betrifft diese Reaktion die Heilung oder die Sündenvergebung oder Jesu provozierenden Umgang mit den Pharisäern und Schriftgelehrten? Wie auch immer – vielleicht wäre das auch bei uns heute manchmal  eine angemessene Reaktion auf diesen fremdartigen Jesus, der sich nicht an unseren Erwartungen ausrichtet, sondern an Gott: eine Mischung von Entsetzen und Lob.

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1. Johannes 5, 14-21 Sünde zum Tod

Was für eine seltsame Stelle! Johannes unterscheidet hier zwischen zwei verschiedenen Arten von Sünde: es sagt, dass es eine Sünde gibt, die nicht zum Tod führt und eine Sünde, die zum Tod führt. „Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll.“ (V.16) Der Zusammenhang ist die Fürbitte für den „Bruder“ (V.16), also für Christen. Was die Stelle so schwierig macht ist, dass Johannes hier gar nicht erklärt, was die Sünde zum Tod ist, sondern dass es ihm um die Frage der Fürbitte geht.

Das eröffnet natürlich jede Menge Raum für Spekulation und für die unterschiedlichsten Erklärungsversuche. Ehrlich gesagt: bei den verschiedenen Erklärungsversuchen tun sich für mich mehr Fragen auf als Antworten. Je nachdem von welchem Zusammenhang her man diese Stelle anschaut, ergeben sich die unterschiedlichsten Meinungen. Mich überzeugt kein Erklärungsversuch wirklich. Geht es um den irdischen Tod oder um den endgültigen Tod? Geht es um die falschen Propheten, welche die Adressaten des Briefes verwirren (und die in 2,22 als Antichristen bezeichnet werden) oder geht es allgemein um Christen? Hat die Sünde zum Tod etwas zu tun mit der Sünde gegen den Heiligen Geist (Mk.3,29) oder nicht? Hat die Sünde zum Tod etwas zu tun mit der Sünde des bewussten Glaubensabfalls, um die es in Hebr.6,4-8 geht? Könnte damit das gemeint sein, was Ananias und Sapphira geschehen ist, die vor der Gemeinde geheuchelt haben und daraufhin von Gott mit dem sofortigen Tod bestraft wurden? Soll man diese Stelle mit 1. Kor. 5,5 in Verbindung bringen, wo es um jemanden geht, der eine besonders schwere Sünde getan hat und der damit sein irdisches Leben eingebüßt hat, aber mit dem Ziel „damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn“? Also eine besonders schwere Züchtigung, um den Menschen dann doch letztendlich zu retten? Geht es um eine ganz bestimmte Sünde oder kann es prinzipiell jede Sünde sein und es kommt auf die Umstände an?

Ich verstehe nicht, warum Johannes das hier nicht näher erläutert. Aber ich weiß, dass es genügend Beispiele in der Bibel gibt, bei denen Gott selbst die schlimmsten Sünden vergibt. Mose hat einen Menschen getötet und doch benutzt Gott ihn, um sein Volk in die Freiheit zu führen. David hat Ehebruch begangen, dann auch noch den betrogenen Ehemann um die Ecke gebracht und doch hat Gott ihn nicht verworfen. Petrus hat Jesus feige verleugnet, hat gesagt, dass er ihn nicht einmal kennt und doch hat Jesus ihm vergeben. Die Römer haben den Sohn Gottes ans Kreuz genagelt und doch bittet Jesus für sie um Vergebung (Lk. 23,34). Paulus hat die Gemeinde auf fanatische Weise bis aufs Blut verfolgt und wollte sie vernichten und doch darf er umkehren und wird zum größten Missionar der Urchristenheit.

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1. Johannes 3, 18-24 Anspruch und Zuspruch

Johannes betont im ganzen Kapitel sehr stark unser konkretes Handeln: wir sollen nicht nur mit Worten lieben, sondern auch und vor allem mit Taten (V.18). Er weiß aber auch um die Grenzen unseres Handelns. In unserem Herzen (das entspricht nach heutigem Sprachgebrauch unserem Gewissen) werden wir immer wieder feststellen, dass wir in unserem Bemühen um Liebe Fehler machen. Gegen diese menschliche Schwäche und Gewissensnot betont Johannes die Größe Gottes, denn es gilt, dass „wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.“ (V.20)

Das soll aber keine billige Entschuldigung sein– nach dem Motto: „Ich schaff das eh nicht, weil ich halt nicht perfekt bin. Dann kann ich’s ja auch gleich bleiben lassen und auf die Gnade Gottes vertrauen.“ Nein, es ist Trost für denjenigen, der sich wirklich bemüht und dabei immer wieder an seine Grenzen stößt. Auch hier wird der Anspruch (ein Leben der Liebe zu führen) nicht durch den Zuspruch (Gott vergibt unser Versagen) aufgehoben.

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1. Johannes 2, 1-6 Sünde ernst nehmen

Genial wie differenziert hier Johannes den Umgang mit Sünde beschreibt. Es ist für ihn klar, dass auch Christen in der Gefahr stehen zu sündigen. Deswegen betont er: „Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsere Sünden, die nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ (V.1b.2) Was für ein Zuspruch und welch ein Trost! Aber natürlich nur für den, der auch realistisch damit rechnet, dass er auch als Christ noch versagt und Sünde begehen kann.

Auf der anderen Seite betont Johannes klar, dass er das nicht schreibt, um uns in falscher Sicherheit zu wiegen und damit wir die Sünde auf die leichte Schulter nehmen können: „Dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt.“ (V.1a) Auch wenn wir realistisch mit der Möglichkeit rechnen zu sündigen, so muss doch unser ernsthaftes Ziel bleiben, Sünde zu vermeiden. Johannes hängt diesen Anspruch an uns sehr hoch: „Wer sagt, dass er in ihm [Jesus] bleibt, der soll auch so leben wie er gelebt hat.“ (V.6)

Diese Differenzierung gefällt mir: Wer auf frömmlerische Weise meint, als wiedergeborener oder geisterfüllter Christ macht er keine Fehler mehr und er ist gegenüber Anderen immer im Recht (weil ja Gott auf seiner Seite steht) ist genauso auf dem Holzweg wie der weitherzige, liberale Christ, für den Sünde nichts Schlimmes ist, weil ja sowieso schon alles vergeben ist. Beide Extreme nehmen die Sünde nicht wirklich ernst.

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1. Johannes 1, 5-10 Leben im Licht

Christ sein heißt Leben im Licht Gottes. Das hört sich schön und positiv an, aber es ist gar nicht so einfach. Wer sich ins Licht stellt, der erkennt auch umso deutlicher seine Schattenseiten. Johannes sagt es hier ganz deutlich: Wer denkt, er gehört als Christ auf die Seite des Lichts und damit sind alle Schattenseiten automatisch verschwunden, der irrt sich gewaltig! „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ (V.8)

Wenn Christen immer nur vom Licht Gottes, von seiner Schönheit, Reinheit und Herrlichkeit schwärmen und dabei ihr eigenes Versagen und ihre eigenen Fehler nicht entdecken – dann läuft etwas schief! Wenn Christen genau zu wissen meinen, wer im Licht steht (sie selbst) und wer nicht (die anderen) – dann macht mich das misstrauisch. Auch als Christ mache ich Fehler und lebe aus der Vergebung Gottes. Gerade als Christ versuche ich nicht hochmütig zu werden, sondern im Angesicht meiner Schattenseiten werde ich demütig.

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Richter 20 Zum Glück sind wir anders…

Anstatt die eigenen Fehler einzusehen und gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen, fängt der Stamm Benjamin an gegen die anderen Stämme des Volkes Gottes zu kämpfen. Das führt zu hohen Verlusten auf beiden Seiten.

Zum Glück ist das eine alte Geschichte aus längst vergangenen Zeitenund wir Christen heute handeln natürlich völlig anders! Wenn wir Fehler gemacht haben, sehen wir sofort ein, dass wir im Unrecht sind. Wenn wir andere verletzt haben, dann tut es uns natürlich von Herzen leid, wir entschuldigen uns, sind zur Vergebung und Versöhnung bereit und sind schnell wieder ein Herz und eine Seele. Wir kämpfen nicht gegen Glaubensgeschwister, sondern wir dienen ihnen in Demut und oft unter großer Selbstverleugnung. Bei Streitigkeiten fragen wir uns zuerst, was wir selbst falsch gemacht haben und haben großes Verständnis für die Unzulänglichkeiten des Anderen. Ja, zum Glück hat dieser Text absolut nichts mit uns zu tun…

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