Exodus 17, 8-16 Selbst kämpfen oder Gott kämpfen lassen?

Gott kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise eingreifen und helfen. Am Schilfmeer mussten die Israeliten nur fliehen und nicht kämpfen. Gott selbst schlug das übermächtige Heer der Ägypter: „Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.“ (Ex.14,14) Jetzt, beim Kampf gegen die Amalekiter sind die Israeliten selbst zum Kampf aufgefordert. Es bleibt aber auch hier klar, wer allein den Sieg schenkt: Mose betet segnend für sein Volk und solange seine Hände erhoben sind, behält Israel die Oberhand, wenn er sie sinken lässt wird Amalek stärker. Auch hier hängt alle von Gott ab.

Vom neuen Testament her gibt es für uns keine heiligen Kriege gegen andere Völker mehr. Aber auch wir leben in einer Welt, in der wir immer wieder in Kämpfe verwickelt sind. Seien es persönliche Kämpfe, z.B. gegen schlechte Angewohnheiten oder gegen Ängste, seien es Kämpfe um Frieden und Gerechtigkeit in Familie, Freundeskreis oder Gemeinde, sei es der Kampf um andere Menschen, die verzweifeln, leiden oder ihr Leben ohne Gott führen.

All diese Kämpfe können wir nur mit Gott bestehen. An Gottes Segen ist alles gelegen. Aber wichtig kann auch sein zu unterscheiden, wann wir selbst stille sein sollen und Gott allein für uns kämpfen lassen oder wann wir auch selbst in der Kraft Gottes kämpfen sollen. Beides kann richtig sein: selbst kämpfen oder still sein und Gott kämpfen lassen. Gott gebe uns die Weisheit zu entscheiden, was in unserem Leben gerade dran ist.

| Bibeltext |