
In zunehmendem Maße leidet Jeremia unter seiner Botschaft. Er ruft seine Landsleute eindringlich zur Umkehr auf, aber sie wollen einfach nicht hören. Jeremia wird immer klarer, dass es zur großen Katastrophe kommen wird: Juda wird erobert und zerstört werden. In diesen Versen beschreibt er diese Zerstörung, die er in einer Vision jetzt schon zu sehen [...]
17. Februar 2010 | Jeremia | Kommentare (0)

Jeremia lässt Gott wie einen wütenden, enttäuschten und traurigen Liebhaber reden. Ganz besonder ins Auge gefallen ist mir V. 32: “Mein Volk aber vergisst mich seit endlos langer Zeit.” Man hört den Schmerz heraus. Und die Ohnmacht. Gott kann die Zuwendung seines Volkes nicht erzwingen. Er kann nur darum werben, die Konsequenzen deutlich machen und [...]
08. Februar 2010 | Jeremia | Kommentare (2)

Jeremia spielt auf die damalige politische Situation seines Volkes an. Juda wird zwischen den Großmächten Ägypten im Süden und Assyrien im Norden (später dann von den Babyloniern im Norden) zerrieben. Manchmal suchten die Mächtigen Bündnisschutz bei den Ägyptern gegen die Assyrer und manchmal liefen sie zu den Assyrern, um sich vor Ägypten zu schützen. Doch [...]
07. Februar 2010 | Jeremia | Kommentare (0)

Mit einem drastischen Bild wird in diesem Psalm das Leiden Israels beschrieben: “Die Pflüger haben auf meinem Rücken geacktert und ihre Furchen lang gezogen.” (V.3) Damit ist wohl auf die Narben der von Peitschenhieben angespielt, welche die versklavten Israeliten in Ägypten erdulden mussten.
Ich bin wirklich dankbar in dieser Zeit und in diesem Land leben zu [...]
15. November 2009 | Psalmen | Kommentare (2)

“Denn er hat seinen Engeln befohlen, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.” (V.11-12) Bei solchen Aussagen bin ich immer hin- und hergerissen zwischen Freude und Getröstet-Sein auf der einen Seite und stirnrunzelnder Skepsis auf der anderen Seite.
Diese Verse [...]
29. September 2009 | Psalmen | Kommentare (0)

Diese Psalm ist ein sogenanntes Klagelied des Volkes. Das Volk klagt vor Gott, dass der Tempel von feindlichen Völkern zerstört wurde. In verschiedenen Variationen wird gefragt, warum Gott das zulassen konnte und warum er nicht endlich eingreift. Neben die Klage tritt die Bitte, dass Gott endlich die Feinde vertreiben soll. Das ganze könnte historisch in [...]
18. August 2009 | Psalmen | Kommentare (0)

Der Psalm ist eine intensive Bitte und Klage an Gott. Der Beter wird unschuldig verfolgt (V.5), er wird verspottet (V.11-12), er fühlt sich dem Tod nahe (V.16), keiner hat Mitleid mit ihm (V.21) und hat körperliche Schmerzen (V.27.20). Dazu kommt noch, dass er schon lange zu Gott schreit und er bis jetzt noch keine Hilfe [...]
11. August 2009 | Psalmen | Kommentare (0)
Im Mittelteil dieses Psalms (V.5-12) blicken die Beter zurück auf die Geschichte Israels. Da waren wunderbare Erfahrungen dabei (V.5-6), es gab aber auch schwierige und schmerzhafte Erfahrungen (V.11-12). Spannend finde ich, dass diese Erlebnisse nicht einfach als unglückliches Schicksal gesehen werden oder als böse Fügungen des Teufels, sondern dass sie als Prüfungen Gottes gesehen werden: [...]
07. August 2009 | Psalmen | Kommentare (3)

Israel glaubt an den Schöpfer und Herrn der ganzen Welt. Es glaubt an einen Gott, dem nichts unmöglich ist. Und doch musste es immer wieder erfahren, dass das nicht bedeutet, immer nur zu siegen und nie eine Niederlage einstecken zu müssen. Psalm 60 ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Israel immer wieder lernen musste, mit [...]
30. Juli 2009 | Psalmen | Kommentare (0)

Immer wieder kommt es in den Psalmen vor, dass die Beter zu Gott schreien (V.2). Ich frag mich, wie das wohl zu verstehen ist: Metaphorisch oder Wörtlich? Schreien die Psalmbeter innerlich zu Gott, oder wurde es da beim Beten tatsächlich etwas lauter? Ich kann mir vorstellen, dass es im damaligen Kulturkreis durchaus möglich war, dass [...]
26. Juni 2009 | Psalmen | Kommentare (0)

Was ich bei den Psalmen wundervoll und wichtig finde ist unter anderem, dass auch der wartende, fragende und zweifelnde Glaube zur Sprache kommen darf. So auch in diesem Psalm. Der Beter schreit Gott an: Wo bist du? Warum hast du mich verlassen? Ich lieg dir Tag und Nacht mit meinem verzweifelten Geschrei in den Ohren [...]
14. Juni 2009 | Psalmen | Kommentare (3)
Zwei Frauen beobachten, wie Jesus begraben wird. Der Lärm ist vergangen. Das hasserfüllte Schreien hat aufgehört. Die Spötter haben sich in ihre eigene kleine Welt zurück gezogen. Die meisten von Jesu Anhänger haben sich ängstlich in ihren Verstecken verbarikadiert. Nur die zwei Frauen sehen, wie man das leblose Stück Fleisch, das früher einmal ihre ganze [...]
17. Mai 2009 | Matthäus | Kommentare (0)

Naja, also mein Fall ist dieses Buch nicht. Okay: es ist sehr gut geschrieben, es ist spannend, es eins der Bücher, die ich nicht gleich wieder aus der Hand legen wollte und das mich tatsächlich bis zum Schluss gefesselt hat. Aber irgendwie fand ich’s zu viel des Guten. Zu cool, zu viel reingepackt, zu übertrieben.
Die [...]
19. April 2009 | Bücher | Kommentare (0)
Ein wundervoller Text! Ganz besonders gefällt mir, dass Gott selbst unsere Tränen abwischen wird. Da kommt kein Engel, der uns ein Taschentuch reicht und sagt: “Okay, wischt euch erst mal die Tränen ab und beruhigt euch ein wenig – und dann könnt ihr schön freundlich lächelnd vor Gottes Thron kommen.” Nein, wir dürfen mit unserem [...]
08. April 2009 | Expedition zum Ich | Kommentare (0)
Beim heutigen Text und den Erklärungen dazu bin ich vor allem an V.28 hängen geblieben. Fabian Vogt übersetzt den Vers so: “Für die, die Gott lieben und die er berufen hat, werden alle Dinge gut ausgehen.” Nanu, das kenn ich doch anders!? Daneben steht die Lutherübersetzung: “…alle Dinge zum Besten dienen.” Das ist doch ein [...]
05. April 2009 | Expedition zum Ich | Kommentare (0)
Vor einiger Zeit habe ich über “Johannes Haudrauf” geschrieben, der ziemlich hart mit den Pharisäern in’s Gericht geht. Heute begegnet mir ein “Jesus Haudrauf”. Er spricht “Weherufe” über einige jüdische Städte aus. Die Menschen in diesen Städten oder Dörfern haben Jesu Botschaft gehört, sind aber nicht umgekehrt, sie haben sich Jesus nicht angeschlossen. Verrückt, oder?!? [...]
23. Dezember 2008 | Matthäus | Kommentare (0)
Immer wieder, wenn ich die Versuchungsgeschichte Jesu lese, stolpere ich darüber, dass Jesus “vom Geist in die Wüste geführt [wurde], damit er von dem Teufel versucht würde”. Nicht der Teufel lockt Jesus an den Ort der Versuchung, sondern der Geist schickt ihn dorthin! Und er schickt ihn nicht nur zum meditieren und fasten in die [...]
05. November 2008 | Matthäus | Kommentare (0)
Wir wollen nicht traurig sein, nein! Wir wollen Spaß, Glück, Zufriedenheit… Traurig sein ist schwach und uncool. Paulus schreibt dagegen hier von einer Traurigkeit, die uns erlösen kann. Natürlich nicht die Traurigkeit selbst. Gott kann Traurigkeit in unserem Leben benutzen, um uns zur Umkehr zu bewegen. Aber Paulus warnt auch: Ohne Umkehr führt die Traurigkeit [...]
08. Oktober 2008 | Korinther | Kommentare (0)
Das beruhigt mich jetzt aber: Auch Paulus, der doch auf das Unsichtbare sehen möchte (2.Kor.4,18 – vgl. Post von gestern) wandelt noch nicht im Schauen, sondern im Glauben. Er richtet sein Leben zwar am Unsichtbaren, an Gott aus, aber auch für ihn ist Gott nur im Glauben und nicht im Schauen greifbar. Er schreibt sogar: [...]
02. Oktober 2008 | Korinther | Kommentare (0)

Wie Paulus sich das wohl vorstellt? Nach seiner Aussage in V. 18 sind wir Christen Menschen, die nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare. Das Erstaunliche und Herausfordernde ist ja, dass er auch noch schreibt, dass wir auf das Unsichtbare “sehen”. Also nicht nur das Unsichtbare erspüren oder erahnen, sondern sehen. So wie [...]
01. Oktober 2008 | Fotos, Korinther | Kommentare (0)