Johannes 13, 21-30 Unerklärlich

Wie erklärt man das Unerklärliche? Wie kann es geschehen, dass ein von Jesus berufener Jünger, der seine Predigten gehört hat und seine Wunder gesehen hat, sich am Ende gegen Jesus stellt? Der Evangelist kann es sich nicht anders erklären, als durch den Hinweis auf den Satan (V.27). Der Satan fuhr in Judas und deswegen verriet er Jesus. Aber ist damit das Unerklärliche erklärt?

Für mich bleibt das Ganze rätselhaft. Vor allem stellt Johannes es ja auch so dar, dass Jesus dieses ganze Geschehen scheinbar erst in Gang setzt. Der Satan fährt erst in Judas, als Jesus ihm den Bissen zu essen gibt. Andererseits weiß Jesus schon im Vornherein, dass Judas ihn verraten wird – er offenbart es also nur an dieser Stelle. Ist es nicht letztendlich Gott selbst, der das ganze Geschehen so geplant hat? Er hat doch seinen Sohn in die Welt gesandt, damit er zum Lamm wird, das der Welt Sünde trägt. Was kann dann Judas oder der Satan dafür? Sind sie dann nicht lediglich Werkzeuge Gottes?

Wir sollten uns davor hüten diesen Verrat zu schnell und eindimensional mit dem Hinweis auf den Satan zu erklären. Es bleibt letztlich unverständlich, wie das geschehen konnte und wer genau mit welchem Anteil der Verursacher des Kreuzesgeschehens war. Wir bekommen auch in der Bibel nicht auf alle Fragen eine Antwort. Aber sie fordert uns auf und ermutigt uns, trotz und in allen Fragen auf Gott zu vertrauen.

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Philip Yancey: Disappointment with God

Yancey: Disappointment with GodEin Ausschnitt aus dem Buch hat mich neugierig gemacht und großer Erwartungen in mir geweckt. In einer Predigt habe ich ein längeres Zitat aus dem Buch gelesen und war von der offenen und schonungslosen Art, wie hier jemand von enttäuschtem Glauben redet getroffen. Anhand dieses Ausschnittes schien es mir, dass sich der Autor auf ebenso offene und schonungslose Art im ganzen Buch mit dem Thema beschäftigt. Schon während des Lesens musste ich feststellen, dass meine Erwartungen sich nicht so richtig erfüllt haben, bzw. dass ich die falschen Erwartungen hatte. Aber trotzdem ist es ein gutes und empfehlenswertes Buch.

Ausgangspunkt ist für Yancey die Erfahrung eines Freundes, welcher den Glauben an Gott verloren hatte. Anhand von dieser Infragestellung Gottes geht Yancey im Buch drei großen Fragen nach: Ist Gott unfair? Schweigt Gott? Ist Gott verborgen? Diese drei Fragen behandelt er in zwei großen Teilen: im ersten Teil des Buches geht er die ganze Bibel durch und versucht aus Gottes Perspektive auf menschliche Enttäuschung einzugehen. In einem zweiten Teil beleuchtet er die Fragen vom Buch Hiob aus. Philip Yancey: Disappointment with God weiterlesen

Sacharja 3, 1-10 Erfolgloser Ankläger

Das ist eine der wenigen Stellen im Alten Testament, in denen der Satan erwähnt wird. Wie bei Hiob ist er ein himmlischer Ankläger, welcher die Schuld der Menschen offen legen will. Interessant ist, dass er sowohl bei Hiob als auch hier von Gott in die Schranken gewiesen wird. Anders als bei Hiob ist der Hohepriester hier wohl tatsächlich mit Schuld beladen. Derjenige, der in ritueller Reinheit vor Gott stehen sollte, um Vergebung für das ganze Volk zu erwirken, steht nun mit unreinen Kleidern (V.3) vor Gott. Aber anstatt auf die Anklage des Satans einzugehen, tut Gott genau das Gegenteil. Er schickt den unreinen Hohepriester nicht von sich weg, sondern er lässt ihm neue Kleider geben. D.h. er nimmt die Sünde von ihm weg (V.4).

Mir ist bei diesem Text wichtig geworden, dass es nicht Aufgabe von uns Menschen ist, andere Menschen vor Gott anzuklagen. Dafür gibt es den Satan, das ist sein Job. Zugleich finde ich es spannend, wie erfolglos der Satan bei seiner Aufgabe ist. Er wird, wie gesagt, im Alten Testament nich oft erwähnt. An den zwei eindeutigen Stellen (hier und bei Hiob) hat er mit seinen Anklagen keinen großen Erfolg. Aus alttestamentlicher Sicht ist er nicht gerade eine Furcht einflößende Figur. Das hängt wohl damit zusammen, dass Gott uns ja auch ohne die Anklage des Satans durch und durch kennt. Wenn wir uns Gott zuwenden, dann brauchen wir den Satan nicht zu fürchten. Wenn wir uns aber von Gott abwenden, dann sollten wir uns viel mehr vor Gott als vor dem Satan fürchten…

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2. Thessalonicher 2, 1-12 Alle Klarheiten beseitigt

Schon im ersten Thessalonicherbrief hat Paulus Endzeitspekulationen angesprochen, die wohl in der Gemeinde umgegangen sind. Er hat klar gesagt, dass niemand sagen kann, wann der Tag des Herrn kommt – er wird kommen wie ein Dieb in der Nacht (1.Thess.5,2). Das ist nicht voraussehbar und nicht berechenbar. Damit hatte sich aber offensichtlich das Thema in Thessalonich nicht erledigt. Auch im zweiten Brief muss Paulus den Empfängern deutlich machen, dass der Tag des Herrn noch nicht da ist (V.2). Es gab wohl Leute, die das Gegenteil behauptet haben! Paulus argumentiert, dass sich vorher noch einmal deutlich die Mächte des Bösen zeigen und der „Widersacher“ (V.4) Gottes auftreten wird. Erst dann wird Christus kommen und die Macht des Bösen endgültig besiegen (V.8).

Ob Paulus damit die Endzeitspekulationen der Thessalonicher beendet hat? Ich zweifle daran. Da brauchen wir nur die Kirchengeschichte anschauen: bis heute gab und gibt es Christen und christliche Gruppierungen, die sich mit ähnlichen Endzeitspekulationen und den damit verbundenen Ängsten beschäftigen und davon fasziniert sind. Außerdem geht es zumindest mir so, dass die Erklärungsversuche des Paulus gerade neuen Spielraum für Spekulationen eröffnen: Wer könnte dieser Widersacher sein? Könnte es ein irdischer Mensch sein oder wird es eine übersinnliche Erscheinung sein? Was könnten die „lügenhaften Zeichen und Wunder“ (V.9) sein, von denen Paulus spricht? Von wem und wie wird der Widersacher aufgehalten (V.7)? Der ganze Abschnitt ist so geheimnisvoll und apokalyptisch formuliert, dass er bei mir mehr Fragen aufwirft, als dass er zur Klärung beiträgt.

Ich denke das ist ein grundsätzliches Problem bei solchen Aussagen über die Zukunft und Vollendung unserer Welt. Da müssen ganz einfach Fragen offen bleiben, weil wir das jetzt noch gar nicht alles verstehen und wissen können, was auf uns zukommt. Nicht einmal der Sohn Gottes kennt den Tag der Wiederkunft (Mt.24,36) – wie sollten wir dann darüber mehr wissen? Mit kommt es so vor, dass es hier um Fragen geht, die auch ein Paulus nicht klären kann. Mit jeder Frage, die er zu beantworten versucht, entstehen aber zehn neue Fragen. Die Grundrichtung ist klar: Jesus Christus wird wiederkommen und das bzw. den Bösen besiegen. Bei allen weiteren Detailfragen ist es gut, wenn wir das offen lassen.

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Lukas 22, 47-53 Das letzte Wort

Beim Lesen des Abschnittes bin ich vor allem am letzten Satz hängen geblieben. Jesus sagt zu den jüdischen Oberen: „Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.“ (V.53b) Jesus wird gefangen genommen und dann getötet. Ich hab mich gefragt: Wer ist eigentlich Schuld an diesem Geschehen? Jesus spricht hier einerseits davon, dass es die Stunde der jüdischen Oberen ist: sie wollen Jesus beseitigen und sind somit schuld. Aber zugleich hat die Macht der Finsternis ihre Finger mit ihm Spiel: Auch der Satan ist schuld am Tod Jesu.

Wenn wir dann noch den vorigen Abschnitt dazu nehmen, wird die Verwirrung komplett: Jesus bitte darum, dass der Kelch an ihm vorübergeht (d.h. dass er den Kelch des Gerichts nicht trinken muss und nicht sterben muss), aber er stimmt letztendlich in den Willen Gottes ein. Das heißt: Gott will dieses Geschehen! Ist also auch Gott selbst schuld? Wir merken: Es gibt keine einfache und eindimensionaler Erklärung für das Kreuz. Natürlich tragen Menschen dafür die Verantwortung (auch Judas der Verräter). Aber zugleich wirkt hier auch die Macht des Bösen. Und noch viel wichtiger: all dies kann nicht geschehen, ohne dass Gott selbst es zulässt.

Das halte ich auch für mich selbst fest: Das letzte Wort haben nicht Menschen oder der Satan. Das letzte Wort hat Gott selbst.

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Lukas 22, 1-6 Satanische Ausrede

Immer wieder neu unvorstellbar, wie ein Jünger Jesus, den er selbst für die Nachfolge ausgesucht hat, Jesus dem Tod preisgeben kann. Wie kann das passieren? Wie konnte sich Jesus so in Judas täuschen? Lukas kann sich das nur dadurch erklären, dass der Satan seine Hände im Spiel gehabt hat. Bei den Parallelstellen in Markus und Matthäus ist nicht vom Satan die Rede, Lukas fügt es also ganz bewusst als eigene Deutung ein. Diese Deutung erscheint mir auch logisch: Der Satan muss irgendetwas damit zu tun haben.

Als einzige und alleinige Erklärung ist es mir allerdings zu wenig. Denn dann hätte Judas eine feine Ausrede: Er konnte ja gar nicht anders. Es war ja nicht seine Schuld, sondern der Satan hat ihn missbraucht. Die Rede vom Satan kann auch zu einer recht einfachen und eindimensionalen Ausrede werden. Für mich hat auch Judas selbst etwas mit dem Verrat zu tun. Er ist dafür mitverantwortlich. Es ist nicht nur Schuld des Satans, sondern auch seine eigene Schuld. Und wenn wir das Neue Testament insgesamt anschauen, dann wird auch deutlich, dass Gott irgendwie etwas damit zu tun hatte. Es war ja sein Wille, dass Jesus ans Kreuz geht. Er hätte die Macht gehabt es zu verhindern. Es gibt also keine einfache und eindimensionale Erklärung für dieses unerklärliche Geschehen.

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2. Timotheus 2, 14-26 Krebsgeschwür des Bösen

In diesem Abschnitt wird Timotheus vor unnützem Streit mit Irrlehrern gewarnt. Zwei Beschreibungen sind mir besonders aufgefallen: „ihr Wort frisst um sich wie der Krebs“ (V.17) und „Verstrickungen des Teufels, von denen sie gefangen sind“ (V.26). Das Gefährliche am Bösen ist, dass es sich so langsam und fast unmerklich ausbreitet. Es wächst im Verborgenen, wie ein Krebs. Man verstrickt sich immer mehr darin und irgendwann, kann man sich gar nicht mehr daraus befreien.

In meinem Kopf ist jahrelang ein Tumor vor sich hingewachsen und ich hab nichts davon gemerkt! Er war nicht sichtbar, er war nicht eindeutig spürbar, er ist einfach langsam gewachsen und immer größer geworden. Ähnlich kann sich das Böse ausbreiten: es nistet sich im christlichen Leben ein und breitet sich langsam aus. Zunächst merkt man es gar nicht. Es sind scheinbar harmlose Worte und Gedanken. Es scheint alles in Ordnung zu sein – aber es steigert sich langsam, es frisst um sich. Irgendwann wird es dann offensichtlich und dann wird die Bekämpfung schon ziemlich schwierig. Es ist wie beim Krebs: je früher man es erkennt, desto leichter ist es zu bekämpfen.

Erstaunlich ist für mich, wie behutsam Timotheus mit diesem Krebsgeschwür des Bösen umgehen soll: Es soll Abstand halten (V.16), sich reinigen (V.21), dem Guten nachjagen (V.22), freundlich bleiben und das Böse ertragen (V.24) und mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen (V.25). Kein radikaler Kampf gegen das Böse, sich nicht verstricken lassen in eine Auseinandersetzung, keine Angriffsfläche bieten, sondern sich abwenden und dem Guten zuwenden.

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Hesekiel 38 Wer ist Gog aus Magog?

Eine Weissagung gegen Gog aus Magog. „Am Ende der Zeiten“ (V.8.16) wird dieser Fürst mit einer riesigen Vielvölkerstreitmacht gegen Israel anrücken und von Gott besiegt werden. Auch in Offb. 20,8f tauchen die Namen Gog und Magog auf: dort sind sie die Streitmacht des Satans, welche die Heiligen und die Stadt Jerusalem angreifen werden. Manche führen das Volk Magog auf einen Nachkommen Noahs zurück (1. Mo. 10,2) und identifizieren Magog mit den Skythen, welche in den Steppen im Norden Israels gelebt haben. Andere sehen Gog und Magog als symbolische Namen für die endzeitlichen Angriffe des Bösen auf Gottes Volk.

Wir wissen leider nicht, was die damaligen Hörer mit diesen Namen verbunden haben. Vielleicht waren sie genauso verwirrt, wie wir heute. Was meint Hesekiel damit? Dass Hesekiel vom Ende der Zeiten spricht, deutet für mich eher auf einen Kampf in ferner Zukunft hin und nicht auf eine damals konkret bekannte Person. Hesekiel macht auf jeden Fall deutlich: Auch wenn ihr wieder zurück im Land seid und dort in Frieden leben könnt, wird die Bedrohung durch Feinde aus dem Norden bleiben. Aber am Ende der Zeiten wird Gott die Feinde endgültig besiegen. Letztendlich ist Gottes Macht größer als die Macht aller Feinde.

Das nehme ich auch für mich aus diesem Text mit: Gott kann uns jetzt schon, in der Gegenwart, Frieden und Segen schenken – aber dieser Friede bleibt immer auch ein bedrohter Frieden. Erst „am Ende der Zeiten“ wird Gott alle Feinde endgültig besiegen. So hat ja auch Jesus immer wieder deutlich gemacht, dass Gottes Reiche jetzt schon mitten unter uns ist, dass aber die Vollendung noch aussteht. Auch wenn ich jetzt schon viel Schönes und Gutes mit Gott erleben darf – irgendwo lauert immer noch Gog aus Magog, der diesen Frieden bedroht. Aber ich darf sicher sein: auch dieser Feind wird von Gott besiegt werden.

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Jens Böttcher: Interview mit dem Teufel

Gewagtes und großes Thema, das sich Jens Böttcher da vor nimmt. Ein Interview mit dem Teufel höchst persönlich. Da gibt es genügend Abgründe, in welche solch ein Buchprojekt taumeln kann. Um es vorweg zu nehmen: ich finde nicht, dass der Autor mit diesem Buch abgestürzt ist – aber mir ging es beim Lesen doch an vielen Stellen so, dass ich den Anspruch des Romans als zu gewagt empfand.

Um was geht es? Tatsächlich um ein Interview, bzw. eine Pressekonferenz auf dem der Satan selbst Einblicke in seine Herkunft, seine Geschichte und seine Auseinandersetzungen mit Gott gibt. Es sind nur einige Journalisten in einem kleinen Dorf zu dieser Pressekonferenz erschienen, weil der Teufel ausprobieren möchte, wie diese wenigen Menschen mit der ganzen Wahrheit über den Teufel umgehen. Bis auf einen, ein Mann namens Kohlbach, kann keiner dem Teufel ernsthaft gegenüber treten. Von der Erzählform her ist das Buch als Theaterstück angelegt. Ein dialogisches Drama in zwei Akten.

Breiten Raum nimmt der Bericht des Satans ein, in welchem er seine Geschichte erzählt. Aufgelockert wird das ganze durch Zwischenfragen, hauptsächlich von Kohlbach. Andere Personen in dem Drama verdeutlichen anschaulich, wie Menschen den Verführungskünsten (z.B. Geld oder Sex) und den Halbwahrheiten des Teufels erliegen können. Das ganze ist gut geschrieben. Immer wieder spürt man das Augenzwinkern des Autors, aber auch der Ernst mit dem er an dieses Thema heran geht. An manchen Stellen bleibt einem das Lachen im Halse stecken oder man erlebt einige Aha-Effekte. Interessant vor allem, wie der Teufel auch die scheinbar ganz frommen vor seinen Karren spannen kann. Gelungen finde ich auch, wie die innere Zerrissenheit des Teufels und die tragische Selbstverliebtheit dieser Figur zur Geltung kommt.

Nun muss man das Buch zwangsläufig mit einem anderen Roman vergleichen, der ein ähnliches Thema hat: die Dienstanweisungen an einen Unterteufel von C.S. Lewis. Lewis war ganz einfach ein begnadeter Schriftsteller und ein äußerst scharf denkender Philosoph und Theologe. Im Vergleich zu ihm sieht auch ein äußerst guter Schriftsteller wie Jens Böttcher blass aus. Schwierig ist auch, dass Böttcher versucht, in seinem Buch das ganz große Bild der Herkunft und Geschichte des Teufels zu malen. Bei den Dienstanweisungen an einen Unterteufel geht es ja „nur“ um einen begrenzten Ausschnitt: wie bringt der Teufel die Menschen weiter weg von Gott. Böttcher hat sich einer ungleich größeren Aufgabe gestellt, er behandelt praktisch die gesamte Heilsgeschichte. Und an dieser Bürde hat der Roman zu tragen…

Trotzdem: eine absolute Leseempfehlung! Ein Buch das einen zum Schmunzeln und zugleich Nachdenken bringen kann. Jens Böttcher wagt mit diesem Buch etwas. Er provoziert. Und zwar nicht nur die völlig unchristlichen Leser, sondern v.a. auch die sehr christlichen Leser.

(Amazon Link:Böttcher: Interview mit dem Teufel)

Epheser 6, 10-17 Kampf gegen das Böse

Für manche Christen ist das ein wichtiger Text: Die geistliche Waffenrüstung. Ich muss ehrlich sagen: Ich bin mit diesem Text nie richtig warm geworden. Auch heute beim Lesen hat er mich nicht besonders angesprochen. Ich weiß, dass Glaube auch Kampf bedeutet und dass wir als Christen nicht nur gegen unseren inneren Schweinehund zu kämpfen haben.

Aber zum einen ist mir das Bild vom Soldaten, der Rüstung und dem Schwert nicht so zugänglich. Ich hab den Wehrdienst verweigert ;). Zum anderen ist es für mich abstoßend, wie in bestimmten christlichen Kreisen solch ein Text überhöht und an zentrale Stelle geschoben wird. So als ob es als Christ nichts wichtigeres gibt, als gegen den Teufel zu kämpfen. Mir ist das zu viel Starren auf das, was eigentlich schon besiegt ist, zu viel Faszination für das Böse. Ich glaube, wenn man dauernd nur gegen das Böse kämpft, gerät das Gute aus dem Blick. Der Kampf besteht gerade nicht darin, dass ich wie gebannt auf die Macht der Dunkelheit starre, sondern dass ich mich voller Vertrauen ins Licht stelle.

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