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Wie ein Windhauch … ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch … vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken.
— ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen —

Schlagwort: Rezension

Henning Mankell: Die italienischen Schuhe

Ein alter, eigenbrötlerischer und schweigsamer Mann, der durch eine frühere Liebe aus der inneren Einsamkeit geholt wird. Der frühpnesionierte Arzt hat sich nach einem schweren beruflichen Fehler zurück gezogen auf eine einsame schwedische Insel. Sein einziger regelmäßiger Kontakt zur Außenwelt ist der Postbote. Er ist nicht gerade sympathisch und steckt voller innerer Probleme. Am lebendigsten [...]

Anna Gavalda: Ein geschenkter Tag

Ein schönes kleines Büchlein! Manche mögen es vielleicht als ein bisschen rührseelig und spannungsarm empfinden. Aber mich hat das nicht gestört, ich hab es gern gelesen. Es geht um vier Geschwister, die sich anlässlich einer Hochzeit in der Verwandtschaft wieder einmal treffen und noch einmal in die Welt ihrer gemeinsamen Kindheit eintauchen. Es ist so [...]

Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

“Ein fesselndes Abenteuer. Ein wunderbarer Roman.” So steht es auf der Titelseite dieses Buches. Ein Zitat aus einer Rezension des Spiegels. Fesselnd fand ich den Roman nun nicht unbedingt. Er hat seine Längen, zieht sich etwas in die Länge und vom Geschehen her passiert rein äußerlich gesehen gar nicht viel fesselndes. Aber dass es ein [...]

David Gilmour: Unser allerbestes Jahr

Ja, ein gutes Buch. Gut geschrieben, leicht zu lesen, interessantes Themen, viele Emotionen… Aber seltsamerweise hat es mich nicht berührt, zumindest nicht so sehr, wie es wohl manche andere Leser berührt hat. Das Buch war in den Bestsellerlisten ganz oben und es gibt offensichtlich viele Leute, die von diesem Buch begeistert sind. Ich hab es [...]

Ernst Augustin: Mahmud der Bastard

Also, ich mag seine Bücher. Ernst Augustin ist ein ausgezeichneter Erzähler mit einem weiten Horizont und einem feinen Gespür für Humor. So manches mal spürt man richtig, wie er als Schriftsteller seinem Leser zuzwinkert. Er hat einen breiten Wissens- und Erfahrungshintergrund (als Arzt und Psychologe, der auch schon einige Jahre in Afghanistan gearbeitet hat), den [...]

Ernst Augustin: Der amerikanische Traum

Das ist der dritte Roman, den ich von Ernst Augustin lese. Er ist völlig anders und doch in gewisser Weise ähnlich, wie die anderen beiden (Eastend und Raumlicht). Die Sprache und das Genre ist ein total anderes. Während die anderen beiden eher Psychoromane sind ist dieses Buch eher eine Detektivgeschichte oder ein Thriller Pistolen, Gewehren [...]

Ernst Augustin: Raumlicht: Der Fall Evelyne B.

Und noch ein gutes Buch aus meiner Urlaubslektüre! Ich les ja gerne und wenn ich Zeit hab auch viel. Da ist es schön, wenn man ab und zu einen neuen Autor entdeckt. Von Ernst Augustin hab bis vor ein paar Monaten noch nie etwas gehört (mir ist eines seiner Bücher in einer Buchhandlung aufgefallen). Er [...]

Ian McEwan: Abbitte

Ach, immer wieder schön, ein gutes Buch zu lesen, einzutauchen in eine fremde Welt, mit Romanfiguren langsam vertraut zu werden und gespannt ihr Schicksal zu verfolgen. Das gelingt ja nicht immer – hab schon manches Buch wieder beiseite gelegt oder nur mit Mühe zu Ende gelesen, weil es mich irgendwie nicht erreichte. Das Buch Abbitte [...]

Zeit zum Lesen

Hab in letzter Zeit etwas mehr Freiraum, um zu lesen… Obwohl komischerweise auch mit weniger Arbeit irgendwie ständig was los zu sein scheint. Und auch die Kraft und Geduld ist nicht immer so vorhanden, wie ich mir das wünsche… Hier auf dem Blog einfach ein paar Eindrücke und Gedanken (keine ausführlichen Rezensionen) zu den letzten [...]

Hermann Koch: Blüh, Mandelzweig, blüh

Letzte Woche im Krankenhaus hatte ich viel Zeit zum Lesen… Ich hab diesen 650-Seiten Roman von Hermann Koch richtig verschlungen. Hat mir geholfen auf andere Gedanken zu kommen… Ich hab ja angefangen, das biblische Buch Jeremia zu lesen. Dieses Buch ist eine ideale Ergänzung dazu. Koch erzählt die Lebensgeschichte des Jeremia in Roman-Form. Er lässt [...]

Urs Widmer: Das Buch des Vaters

Es geht in diesem Roman um das „Buch des Vaters“. Der Vater des Erzählers hat in einer mysteriösen Zermonie zu seinem 12. Geburtstag in einem abgelegenen Bergdorf der Schweiz ein weißes Buch mit lauter weißen Blättern geschenkt bekommen. Es soll eine Art Tagebuch sein: Über jeden Tag seines Lebens soll er darin berichten. Nach seinem [...]

Ulrich Giesekus: Glaub' dich nicht krank

Heute mal ein Hinweis auf ein hilfreiches kleines Büchlein von einem Christen und ausgebildeten Psychologen. Ich hab den Autor, Ulrich Giesekus, vor einiger Zeit auf einer Tagung live erleben dürfen und fand ihn von seiner Art her sehr interessant. Er ist auf der einen Seite sehr differenziert und ausgewogen, aber zugleich auch sehr kraftvoll und [...]

Ishmael Beah: A long way gone

[dt.:Ishmael Beah: Rückkehr ins Leben] Kein Buch zum Entspannen, sondern ein Buch zum verzweifeln, schreien, weinen,… Ishmael Beah beschreibt in dem Buch seine eigene Geschichte als Kindersoldat in Sierra Leone. 1991 brach in dem afrikanischen Land ein Bürgerkrieg aus, bei dem Ishmaels Familie getötet wurde. Zunächst war er lange Zeit auf der Flucht vor dem [...]

Clare Dudman: 98 reasons for being

So, das letzte Buch aus meiner Urlaubslektüre. Jaaa, hatte viel Zeit zum Lesen… ;) Den Struwwelpeter kennt wohl jeder, oder? Ich erinnere mich auf jeden Fall, dass wir den als Kinder auch hatten. In dem Buch von Dudman geht es nun um den Autor dieses Kinderbuches: Heinrich Hoffmann. Es ist eigentlich ein wenig tragisch, dass [...]

Nick Hornby: Long way down

Schwarzer Humor aus England: An Sylvester begegnen sich vier ganz unterschiedliche Personen auf dem Dach eines Hochhauses in London. Sie haben alle vor, ihrem Leben ein Ende zu machen. Aber anstatt sich in die Tiefe zu stürzen, verwickeln sie sich in Gespräche und schließlich verwickeln sich ihre Geschichten und Schicksale. Die vier Leute sind völlig [...]

Francois Lelord: Im Durcheinanderland der Liebe

Genial, witzig, aufschlussreich, entlarvend und gut geschrieben. Lelord ist Psychiater und er versteht es sehr gut, psychologische Zusammenhänge in unterhaltsame Geschichten umzusetzen. Bekannt wurde er 2002 mit dem Buch „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“. Das Durcheinanderland ist sein zweiter Roman, der dann 2003 erschien. Wie der Titel schon sagt, geht es um [...]

Marianne Fredriksson: Noreas Geschichte

Also viel biblisches darf man von diesem Buch nicht erwarten. Es geht um Norea, die nach alten Mythen eine Tochter von Adam und Eva gewesen sein soll. Fredriksson erzählt die fiktive Lebensgeschichte dieser Norea, die einen besonderen Zugang zur übersinnlichen Welt gehabt haben soll. In dem Buch finden sich allerdings wenig biblische Bezugspunkte und …

Ian McEwan: Am Strand

Ein traurig-melancholisches Buch über das Scheitern einer Liebe. Edward und Florence sind ein Herz und eine Seele, sie verstehen sich prächtig und sie lieben sich von Herzen. Sie haben nur ein Problem: Sie leben in den prüden 60ern. Über Sex wird nicht gesprochen und jeder hat so seine geheimnisvollen Vorstellungen und Vermutungen, wie das denn [...]

Eric-Emmanuel Schmitt: Das Kind von Noah

Ein wundervolles Buch von Schmitt. Wieder mal! Erstaunlich mit welcher Leichtigkeit und Eleganz er es auf relativ wenig Seiten schafft, eine tiefgehende Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die fesselt, berührt und nachdenklich macht. Es geht um einen kleinen jüdischen Jungen, namens Joseph. Er ist zu Beginn der Erzählung sieben Jahre alt und lebt mit seinen [...]

Paulo Coelho: Die Hexe von Portobello

Schade, hab schon einige Bücher von Coelho gelesen und fand sie teilweise richtig gut. Dieses Buch hat mich enttäuscht. Zum einen rein handwerklich: Die Geschichte hat mich nicht so richtig überzeugt, die Personen bleiben flach, das ganze berührte mich nicht wirklich. Zum anderen: In diesem Buch driftet Coelho noch viel mehr als in anderen in [...]