Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Joyce: Die unwahrscheinliche Reise...Die Geschichte klingt ziemlich abstrus. Auch etwas kitschig. Außerdem ist es ein Bestseller, also vermeintlich eher leichte und oberflächliche Kost… Diese Vorurteile haben sich auch während des Lesens mehr oder weniger bestätigt – aber trotzdem habe ich es gerne gelesen und fand es letztendlich zwar abstrus, aber trotzdem irgendwie realistisch, zwar kitschig, aber trotzdem tiefgründig, zwar leicht zu lesen, aber trotzdem auch herausfordernd.

Es geht um Harold Fry, ein Engländer, der an der Südküste Englands seinen Ruhestand genießt. Wobei es nicht wirklich was zu genießen gibt. Er lebt so vor sich hin und die Ehe mit seiner Frau Maureen ist mehr ein nebeneinander her leben. Diese ungute Ruhr kommt aus dem Gleichgewicht, als eines Tages ein Brief von einer ehemaligen Kollegin kommt: diese hat Krebs und befindet sich in einem Hospiz an der schottischen Grenze. Harold schreibt einen kurzen Brief und will ihn in den Briefkasten einwerfen. Doch es gelingt ihm nicht. Er kommt am ersten Briefkasten vorbei, dann an weiteren Briefkästen und Postämtern, und er spürt immer deutlicher, dass dieser Brief nicht genug ist. Er muss seine Kollegin persönlich sehen. Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry weiterlesen