Römer 9, 14-29: Ist Gott ungerecht?

Paulus formuliert hier berechtigte Einwände. Ist es nicht ungerecht, wenn Gott manche Menschen ohne ersichtlichen Grund vor anderen bevorzugt (so wie es im vorigen Abschnitt bei Jakob und Esau deutlich wurde)? Paulus verneint das scharf. Er kann diese Anfrage nicht wirklich beantworten, sondern er verweist auf die Souveränität Gottes und auf das Wesen der Gnade. Das ist eben das Wesen der Gnade: dass wir sie uns nicht verdienen können und Gott uns dann als gerechten Lohn Gnade gewährt, sondern dass er sie uns aus freien Stücken schenkt.

Die zweite Anfrage folgt nun genauso zwangsläufig aus der Argumentation des Paulus: Wenn es nur auf Gottes freie Gnadenwahl ankommt, wie kann er uns Menschen dann etwas vorwerfen? Auch diese Anfrage weist Paulus deutlich zurück, kann sie aber nicht wirklich beantworten. Er macht den kategorialen Unterschied zwischen Mensch und Gott deutlich. Aus unserer Sicht ist das nicht logisch. Aber Gott ist so viel größer, auch wenn wir ihn nicht immer verstehen können, wird er gute Gründe für sein Handeln haben. Wir sind als Menschen gar nicht in der Position, um mit ihm in einen Rechtsstreit treten zu können, oder gar über Gott urteilen zu können.

Trotzdem muss ich genau an dieser Stelle an viele Psalmen denken, in denen Menschen ihr Leid und ihr Unverständnis Gott klagen. In so manchen Psalmen wird deutlich, dass der Beter Gott nicht versteht, ja teilweise wird Gott sogar angeklagt. In Psalm 13,2 klagt der Beter: „Wie lange willst Du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Gesicht vor mir?“ In Psalm 89,50 fragt der Beter vorwurfsvoll: „Herr, wo ist deine Gnade von einst, die du David geschworen hast in deiner Treue?“

Paulus macht deutlich, dass wir uns nicht zum Richter über Gott aufschwingen können. Aber die Psalmen machen deutlich, dass wir unser Unverständnis Gott gegenüber klagend zum Ausdruck bringen dürfen. Wenn wir Gottes Wege nicht verstehen, dann müssen wir nicht nur duldend schweigen, sondern dürfen unsere Not klagend vor Gott laut werden lassen.

| Bibeltext |

Psalm 34 Als ich den Herrn suchte

Wer die letzten Wochen und Monate mein Blog verfolgt hat weiß, dass für mich in dieser Zeit der Anfang von Psalm 34 eine besondere Bedeutung gewonnen hat. Diese Verse wollte ich hören, nachdem ich aus der Narkose von meiner Gehirntumor-OP aufgewacht bin.

Diese Verse treffen meine Situation. Inzwischen hab ich auch festgestellt, dass dieser Psalm und auch das Geschehen dahinter eine Art Antwort ist auf ein anderes Psalmwort, dass mir vor meiner Erkrankung wichtig wurde und das ich auch in einem Lied vertont habe: Psalm 63 – Der Gott den ich suche. Gott antwortet, auch wenn das manchmal ganz anders aussieht, als wir uns das vorstellen…

Hier in der Reha hab ich mit den Anfangsversen von Ps. 34 ein Lied geschrieben. Wer es gerne hören möchte:

Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir
und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Ref.: Ich will den HERRN loben allezeit;
sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. 

Meine Seele rühme sich des HERRN,
dass es die Elenden hören und sich freuen.
Preiset mit mir den HERRN
und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir
und errettete mich aus aller meiner Furcht.
Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude,
und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Als einer im Elend rief, hörte der HERR
und half ihm aus allen seinen Nöten.
Der Engel des HERRN lagert sich um die her,
die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. 
Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist.
Wohl dem, der auf ihn trauet!

Ich werde nicht sterben

„Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen.“ (Ps.118,17) Diese Worte haben mich heute aus „heiterem Himmel“ getroffen. Der Theologe Karl Barth hat betont, dass Gott der ganz Andere ist und dass er „senkrecht von oben“, ohne irgendwelche Vermittlung oder weltlichen Anknüpfungspunkte, in unsere Welt eingreift und spricht. Ich bin kein „Barthianer“ und ich denke, dass Gott sehr wohl andere Menschen, Bücher, Erlebnisse, die Natur oder alles mögliche und unmögliche benutzen kann, um zu uns zu sprechen. Aber vom Gefühl her ging esmir heute so, dass dieses Wort „senkrecht von oben“ kam und mich mitten ins Herz getroffen hat.

Nachdem meine Frau mich gestern Abend wieder hierher zurück gefahren hat, hat sie die Nacht hier verbracht und wir sind heute morgen gemeinsam in den Gottesdienst der ev. Kirche vor Ort gegangen. Diese Verse, die mich bewegt haben, kamen im Psalmgebet vor, das wir im Wechsel mit dem Pfarrer gesprochen haben. Ich war diese Zeile völlig unvorbereitet. Es einer der Verse, den die Gemeinde beten sollte, nachdem der Pfarrer den vorherigen gelesen hatte. Aber ich konnte nicht. Nach den ersten paar Wörtern hat es mir buchstäblich die Sprache verschlagen.

Dieser Vers galt in diesem Augenblick mir. Da spricht Gott zu meiner Seele. Mir war dieser vorher schon bekannt und in einem der vielen lieben Briefe und Postkarten, die ich vor meiner Operation bekommen hatte, sprach mir auch ein älterer Christ diese Worte zu. Ab er ich konnte sie damals nicht so richtig für mich nehmen, da ich wusste, dass der Schreiber selbst eine schwere Krankheit durchgemacht hatte, dass er von Gott geheilt wurde und dass dieser Vers in seiner eigenen Geschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Ich dachte: Naja, das ist ja mehr sein Vers, der ihm von Gott in seiner Situation zugesprochen wurde… Heute morgen hat Gott auch mir diesen Vers ganz persönlich zugesprochen.

Danke Herr! „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen.“!!!

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude

Ich will den Herrn loben allezeit;
sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Meine Seele soll sich rühmen des Herrn,
dass es die Elenden hören und sich freuen.
Preiset mit mir den Herrn und lasst uns
miteinander seinen Namen erhören!

Als ich den Herrn, antwortete er mir
und errettete mich aus aller meiner Furcht-
Die auf ihn sehen werden strahlen vor Freude,
und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.
Als einer im Elend rief, hörte der Herr
und halft ihm aus allen seinen Nöten.
Der Engel des Herrn lagert sich um die her,
die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist.
Wohl dem der auf ihn trauet!
Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen!
Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.

(Psalm 34,2-11)

Das ist der Psalm, der mir am Abend vor der OP in die Hände gefallen, oder besser: ins Herz gelegt wurde. Meine Frau Nicola hat schon Tage vor der OP gefragt, ob ich einen Psalm hätte, den sie mir nach der Narkose vorlesen sollte. Mir fiel kein passender ein. Als ich von der Narkose dann aufgewacht bin, hab ich meiner Frau gesagt: Psalm 34. Wie Nicola den Psalm zwei mal gelesen hatte, traf er mich ganz tief…

Ich habe in letzter Zeit oft gehört: „Gesundheit ist das wichtigste!“ Ich fühle mich immer etwas unwohl dabei, denn eigentlich weiß ich: das stimmt nicht. Es gibt Wichtigeres: „Die auf ihn sehen werden strahlen vor Freude!“ Wichtiger als alles andere ist das sehen auf Gott. Das trägt und tröstet selbst dann noch, wenn die Gesundheit aufhört. Dieses Sehen auf Gott trägt durch den Tod hindurch.

Soweit, so gut – später mehr dazu, wie es mir körperlich geht…

Jeremia 17, 1-13 – Dürrezeiten

Hier taucht bei Jeremia genau das gleiche Bild auf wie in Psalm 1 auf: Derjenige, der sich auf Gott verlässt ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist. Er braucht keine Angst vor Dürrezeiten haben, denn seine Wurzeln gehen zum Bach hin und dadurch wird er auch in trockenen Jahren Frucht bringen.

Was mir bei diesem Vergleich wieder aufgefallen ist: Es heißt nicht, dass derjenige, der auf Gott vertraut keine schwierigen Zeiten durchmachen wird. Nein, auch für ihn wird es Zeiten der sengenden Hitze geben, auch bei ihm gibt es dürre Jahre. Aber das wichtige ist: Diese Hitze und Dürre wird ihn nicht unterkriegen – er bringt trotzdem Frucht.

Ich fühle mich wie ein Baum, der gerade in der sengenden Hitze steht und der eine Zeit der Dürre durchmacht. Man könnte jetzt fragen, warum Gott diese Hitze, Dürre und Krankheit zulässt. Aber Gott hat mir nicht versprochen, mich vor allen Problemen zu bewahren. Ich spüre, wie sich die Wurzeln zum Bach hin strecken und ich hoffe, dass auch ich trotzdem und gerade in der Dürrezeit Früchte bringen kann.
Bibeltext

Psalm 150 – Ein dickes HALLELUJA!

150 Psalmgebete  (seit Ende Mai hab ich mich damit beschäft… ganz schön lang der Psalter 😉 ). In vielen geht es um Klage, Leid, Bitte, Schreien zu Gott, Verzweiflung, Angst vor Feinden, Rachegefühle, … aber natürlich auch um Freude, Dank und Lob. Am Ende steht ein ganz dickes HALLELUJA! Dieses hebräische Wort ist in unseren deutschen Sprachschatz eingegangen. Es besteht aus aus zwei Teilen: „hallelu“ ist die Aufforderung: „jauchzt, rühmt, lobsingt, preist, rühmt!“ und „ja“ ist die Kurzform von Jahwe, dem Gottesnamen.

Nach all diesen Hoch’s und Tief’s, nach so manchen Abgründen und so manchen Höhenflügen, nach vielen bewegenden Emotionen und Erfahrungen ist das Lob Gottes der Zielpunkt. Deswegen wird das Psalmbuch als ganzes in der jüdischen Tradition auch als „Tehillim“ bezeichnet: „Lobpreisungen“. Mir war diese Zielperspektive schon von Anfang an klar. Beim durchlesen des Psalmbuches ist mir aber auch aufgefallen, wie viel Klage und Schreien zu Gott auf diesem Weg zum Halleluja mit aufgenommen ist.

Das ist für mich ein ganz persönliches Fazit aus der Beschäftigung mit den Psalmen (neben vielen anderen Gedanken und Inspirationen): Zu einem ehrlichen, von Herzen kommenden Halleluja gehört auch die Klage und Bitte. Das darf sein, das muss sogar sein! Und ich fürchte: Wo wir verlernt haben vor Gott zu klagen, da wird auch unser Lob oberflächlicher… Zum Abschluss der Reihe hier auf windhauch ein dickes Lob an unseren Schöpfer und Retter: HALLELUJA!
Bibeltext

Psalm 149 – Heiliger Krieg?

Inmitten der fröhlichen Hallelujas kommt in diesem Psalm die Aufforderung, dass die Heiligen scharfe Schwerter in Händen halten sollen, dass sie unter den Heiden Vergeltung üben sollen und dass sie an ihnen Gericht vollziehen sollen (V.5-9). Das klingt ja sehr nach Heiligem Krieg. Im Namen Gottes sollen die Ungläubigen niedergemetzelt werden?!? Im Rahmen von windhauch will und kann ich zu diesen Versen keine ausführliche Auslegung geben. Deshalb nur einige Gedankenanstöße zu diesem Text:

Nicht nur im Koran finden sich Aussagen zur kriegerischen Bekämpfung der „Ungläubigen“, auch in unserer Bibel gibt es Stellen, die in diese Richtung gehen. Wenn wir mit dem Finger auf andere zeigen, sollten wir immer auch unsere eigene Tradition und Geschichte im Blick haben.

Wichtig ist der Gesamtzusammenhang: Welches Gewicht haben solche Aussagen im Zusammenhang der gesamten biblischen Botschaft? Wie sind sie zu verstehen und zu deuten? Geht es hier um ein Handlungsaufforderung? Oder um eine Wunschvorstellung des Beters? Oder um eine Prophezeiung?

Den Gerichtsgedanken ganz allgemein als alttestamentlich und damit überholt abzutun ist zwar ein bequemer, aber nicht unbedingt biblischer Weg. Auch im Neuen Testament wird betont, dass es ein Gericht geben wird. Sünde und Gottlosigkeit wird irgendwann an’s Licht kommen.

Vom Neuen Testament her ist aber auch klar, dass das entscheidende Gericht am Kreuz von Golgatha geschehen ist. Dort hat Jesus die Strafe für alle Gottlosigkeit auf sich genommen.

Aber auch im Neuen Testament gibt es den Gedanken, dass die Heiligen am Gericht Gottes beteiligt sind (z.B. 1.Kor.6,2). Aber dort geht es ganz klar nicht um kriegerische Vergeltung, sondern um eine Zunkunftsperspektive: Gott wird die Heiligen am gerechten Gericht beteiligen.

Mein Fazit: Nein, ich brauch und will keinen Heiligen Krieg! Die entscheidende Schlacht wurde schon längst geschlagen: am Kreuz hat Jesus gesiegt! Aber wenn’s irgendwann dazu kommen sollte, dass ich solchen Typen wie z.B. Hitler, eins über die Rübe ziehen darf: Dann sag ich nicht nein…
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Psalm 148 – Lobgesang des Universums

Der Psalm ist ein Aufruf an die ganze Schöpfung, Gott zu loben. Und zwar nicht nur die Menschen, sondern an alles, was existiert: Engel und himmlische Wesen, Sonne, Mond und Sterne, der Himmel, Fische und die Tiefen des Meeres, Feuer, Hagel, Schnee und Nebel, Berge, Bäume, Tiere, … und schließlich auch die Menschen: Könige und Richter, Junge und Alte, die Kinder Israels. Was für eine Fülle!

Wobei mir nicht ganz klar ist, warum z.B. Feuer, Hagel, Schnee und Nebel zum Lob Gottes aufgefordert werden und wie das dann aussehen soll?!? Auf jeden Fall wird deutlich, dass unser menschliches Lob eingeschlossen ist in das Lob der ganzen Schöpfung. Wir sind eingebunden in einen gigantischen Lobgesang des ganzen Universums – von der kleinsten Ameise bis zur unvorstellbaren großen Galaxie. Eine Bestimmung der ganzen Schöpfung ist, Gott zu loben. Gott ist auf unser kleines, kümmerliches Menschenlob nicht angewiesen, aber er freut sich, wenn wir diese Bestimmung erfüllen.

Ich vermute ja, dass z.B. die Berge Gott schon dadurch loben, dass sie einfach da sind. Allein durch ihre Existenz bezeugen sie Gottes Größe und seine Schöpfermacht. Und so ist es wohl in allen Bereichen der Schöpfung: Allein die Existenz der Schöpfung lobt Gott. Und das müsste dann ja auch auf ähnliche Weise für uns gelten: Allein schon dadurch, dass wir existieren und dass wir so sind, wie Gott uns gemacht hat, loben wir ihn. Allein schon dadurch, dass ich versuche der zu sein, zu dem Gott mich erschaffen hat, lobt meinen Schöpfer. Das faszinierende am menschlichen Lob ist, dass wir darüber hinaus bewusst über unser Lob nachdenken können, dass wir reflektieren können und dass wir uns deshalb dazu entscheiden können, Gott ganz bewusst zu loben (oder auch ihn nicht zu loben).
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Psalm 147 – Lieblich, die dritte

Zum dritten mal fällt mir jetzt in den Psalmen dieses altmodische Wort „lieblich“ auf. Das erste mal war’s bei Psalm 133,1 (hier ist das einträchtige Beisammensein von Geschwistern „lieblich“) und das zweite mal war’s bei Psalm 135,3 (hier wird Gott selbst als „lieblich“ bezeichnet). Und nun heißt es hier, dass es „lieblich und schön“ ist, Gott zu loben (V.1). Klasse, was da für ein Zusammenhang hergestellt wird: Gott selbst ist lieblich und wenn wir unsere Nächsten lieben (einträchtig mit den Geschwistern zusammenleben) und Gott lieben (ihn loben), dann haben auch wir Anteil an dieser „Lieblichkeit“ Gottes.

D.h. wenn wir mit anderen in Frieden leben und wenn wir Gott loben, dann strahlt darin Gottes eigene Liebe auf, dann kommen wir seinem liebevollen, gnädigen, barmherzigen und herrlichen Wesen näher.
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Psalm 146 – Das Lob leben

Irgendwie ist es schwierig, etwas „über“ einen Lobpsalm zu schreiben. Die einzig richtige Reaktion auf Lob Gottes ist eigentlich, dass man mit einstimmt. Sobald man anfangen will das Lob zu analysieren wird’s irgendwie komisch. Mir geht das so bei diesem Psalm: Da sind so viele tolle Aussagen über Gott und ich denke mir dabei: „Naja, ist ja vielleicht doch etwa übertrieben! Alle Gefangenen macht Gott nicht frei, alle Blinde macht er nicht sehend und auch so mancher niedergeschlagene Gläubige bleibt trotz seines Glaubens niedergeschlagen.“

Aber es geht hier ja nicht um theologisch wohl abgewogene und ausgewogene Aussagen, sondern es geht darum, Gott zu loben. Und da erleben wir immer wieder, dass Gott Gefangene frei macht, Blinde sehen lässt und Niedergeschlagene aufrichtet (auf welche Weise auch immer).

Außerdem ist mir aufgefallen, dass diese Aussagen über Gottes Handeln ja unser menschliches Handeln nicht ausschließen. Gerade weil Gott ein besonderes Herz für Gefangene, Blinde, Niedergeschlage, Arme, Schwache, Fremdlinge, Waisen und Witwen hat, gerade darum sollten auch wir dementsprechend handeln und versuchen, den Armen und Schwachen zu helfen. Wenn ich Gott dafür lobe, dann kann ich nicht im nächsten Augenblick nicht genau anders herum handeln. Insofern schließt das Lob von Gottes Barmherzigkeit auch meine Barmherzigkeit mit ein. Das Loben schließt mein Leben mit ein.
Bibeltext