2. Timotheus 2, 8-13 Treue

Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“ (V.13) Der Kontext macht deutlich, dass es hier nicht um eine billige Entschuldigung für menschliche Leichtfertigkeit geht – im Zusammenhang geht um Christen, die um ihres Glaubens willen leiden, dulden, kämpfen, ja sogar sterben. Es geht um echten Trost, wenn wir trotz allem guten Willen Gott doch untreu werden: Gott hält uns trotzdem fest.

Ja, wir können immer nur Stückwerk vollbringen. Wir fallen viel zu oft auf die Nase. Wir versagen. Wir sind untreu. Wenn wir nur auf uns und unsere schwache Kraft schauen würden, dann müssten wir verzweifeln. Wie gut, dass wir auf Gottes Kraft und seine Treue schauen dürfen.

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Hesekiel 6 Immer wieder

Immer wieder dasselbe. Durch die Jahrhunderte hindurch. Immer wieder entfernt sich Gottes Volk von Gott. Und immer wieder schickt er Propheten, um sein Volk wach zu rütteln. Immer wieder droht Gott Gericht an – nicht um zu vernichten, sondern um wenigstens einige zur Umkehr zu bewegen. Aber trotz allem Gericht entfernen sich die Menschen immer wieder von neuem von Gott. Lernt Gott nichts dazu? Oder zeigt sich darin Gottes Güte und Geduld?

Wenn ich mein eigenes Leben so betrachte, dann bin ich dankbar für Gottes Geduld. Auch ich falle immer wieder hin – und immer wieder darf ich aufstehen bzw. hilft mir Gott auf die Beine. Ich diene nicht fremden Göttern auf den Berggipfeln (wie es wohl damals das Volk Israel gemacht hat), aber ich diene viel zu oft nicht mit ungeteiltem Herzen meinem Gott. Und immer wieder ruft er mich zu sich. Nicht wie damals durch Androhung von Strafe und Gericht, sondern durch seine unendliche Liebe, die er mir in Jesus Christus zeigt.

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