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Wie ein Windhauch … ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch … vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken.
— ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen —

Schlagwort: Gericht

Jeremia 48 Gottes Sonne über den Bösen

Bibeltext

Auffällig ist, dass die Weissagungen gegen Moab sehr viel mehr Platz einnehmen (47 Verse), als die Weissagungen gegen die Philister (7 Verse). Vielleicht liegt das daran, dass das jüdische Volk Moab näher stand als den Philistern. Nach 1. Mo.19,37 war Moab der älteste Sohn Lots, das jüdische und moabitische Volk waren also miteinander verwandt, hatten [...]

Jeremia 46 Ägypten ist keine Lösung

Bibeltext

In einer langen Reihe von Gerichtsworten kommt bei Jeremia als erstes Ägypten dran. Das ist kein Zufall. Israel hat eine lange Geschichte mit Ägypten. Ägypten ist das Land der Gefangenschaft. Gott hat sein Volk daraus befreit und in das verheißene Land geführt. Schon auf dem Weg dorthin haben sich manche wieder zurück gesehnt nach den [...]

Jeremia 45 Kein Happy End

Bibeltext

Das liest sich wie eine abschließende Bemerkung des Schreibers Baruch (der “die Worte, wie Jeremia sie ihm sagte, auf eine Schriftrolle schrieb.” V.1). Nach diesem Abschnitt kommen noch einige Kapitel mit Gerichtsworten und ein kurzer Nachtrag. Es wird deutlich, dass der Schreiber mit Jeremia und auch mit seinem Volk gelitten hat: “Weh mir, wie hat [...]

Jeremia 25, 15-38 Gericht über die Anderen

Bibeltext

Jeremia droht Gericht an – und zwar über alle Völker. Auffallend ist, dass die Aufzählung der Völker mit Jerusalem beginnt, der Stadt, die nach Gott Namen genannt ist (V.26). Wenn ein Israelit damals gehört hat, dass Gott über die Völker richten wird, dann wird er sofort zugestimmt haben und dabei an alle anderen Völker gedachte [...]

Jeremia 19, 1-15 Zerbrochenes Herz

Bibeltext

Dieser Abschnitt schließt ganz gut an den Text von gestern an (Jer.18,1-17).  Dazwischen finden wir noch einige Verse (Jer.18,18-23), in denen ein frustrierter Jeremia Gott bittet, seine Feinde zu bestrafen. Find ich gut, dass die Bibel nicht peinlich berührt über diese ganz menschlichen Rachegefühle des Jeremia schweigt… Auch in diesem Abschnitt heute geht es um [...]

Jeremia 16, 1-13 Das Zölibat des Jeremia

Jeremia hat im Zölibat gelebt. Allerdings nicht, weil ihm das ein Papst vorgeschrieben hat oder weil das damals zum Berufsbild eines Propheten gehörten. Gott selbst hat ihm das aufgetragen. Er soll sich keine Frau nehmen und keine Kinder zeugen (V.1). Bei Jeremia ist das ein Zeichen des Gerichts: Wenn Israel nicht umkehrt, dann gibt es [...]

Jeremia 4, 5-18 Im Nachhinein

Bibeltext

Tja, im Nachhinein ist man immer schlauer. Da gab es wohl damals genügend andere Propheten, die eine sehr viel angenehmere Botschaft hatten als Jeremia. Sie sagten dem Volk und den Herrschern: “Es wird Friede bei euch sein.” (V.10) Jeremia sagte dagegen, dass Gott Unheil und Jammer bringen wird (V.6). Mhhmm… wem soll ich da jetzt [...]

Psalm 149 – Heiliger Krieg?

Bibeltext

Inmitten der fröhlichen Hallelujas kommt in diesem Psalm die Aufforderung, dass die Heiligen scharfe Schwerter in Händen halten sollen, dass sie unter den Heiden Vergeltung üben sollen und dass sie an ihnen Gericht vollziehen sollen (V.5-9). Das klingt ja sehr nach Heiligem Krieg. Im Namen Gottes sollen die Ungläubigen niedergemetzelt werden?!? Im Rahmen von windhauch will und [...]

Psalm 75 – Gerichtsdrohungen

Bibeltext

Ob das damals funktioniert hat? Der Beter richtet sich an “Gottlose” und fordert sie auf: “Pocht nicht auch Gewalt!” (V.5) Er versucht sie mit dem Argument zu überzeugen, dass Gott Richter ist (V.8) und dass er, wenn die Zeit gekommen ist (V.3) einmal alle richten wird – die einen werden bestraft und die anderen belohnt. [...]

Psalm 11 – Wut-Gebet

Wieder mal ein Wut-Gebet gegen Gottlose. Das Gute ist ja zumindest, dass der Beter sich mit seiner Wut nicht selbst gegen seine Feinde richtet, sondern mit dieser Wut zu Gott kommt. Der Beter ist sich sicher, dass Gott die Gottlosen gerecht bestrafen wird. Da tauchen dann so nette Sachen auf wie “Feuer und Schwefel”, der [...]

Matthäus 25, 31-46 – Erschrecken

Immer wieder verstörend, dieses Gleichnis: Ein Bild für das endzeitliche Gericht. Der König wird die Menschen einteilen in solche, die den “geringsten Brüdern” und damit Jesus selbst geholfen haben und solche, die es nicht taten. Hier wird jeder fromme Egoismus in den Grundfesten erschüttert. Hier wird von Jesus überdeutlich gezeigt, dass zum Glauben auch das [...]

Matthäus 25, 14-30 – MEIN Heil

Hab erst vor kurzem den Paralleltext bei Lukas gelesen. Der ist in den Einzelheiten etwas anders, aber von der Aussage her genau gleich: Wir sollen die Gaben, die Gott uns schenkt, auch für ihn einsetzen. Ein sehr guten Satz zu diesem Gleichnis und dem unnützen Knecht steht in der Stuttgarter Erklärungsbibel: “Obwohl ein solcher Mensch [...]

Lukas 19, 11-26 – Was ist am Nichtstun schlimm?

Wieder einmal gibt Klaus Douglass eine sehr gute Auslegung zum Bibeltext und auch gute Gedanken zum Thema Jüngstes Gericht. In dem Gleichnis vertraut ein König drei Knechten jeweils einen Geldbetrag an und fordert sie auch damit zu handeln, bis er von einer Reise zurück kommt. Die ersten beiden erzielen Gewinn, der dritte hat mit dem [...]

Philip Roth: Jedermann

“Das Alter ist kein Kampf, das Alter ist ein Massaker.” ( S.148 ) Mit diesem Zitat könnte man den Inhalt und die Aussage dieses Buches zusammenfassen. Es geht um das Alter, das Kranksein und den Tod. Das Buch beginnt mit der Beerdigung der Hauptperson und es endet auch damit. Dazwischen finden sich so etwas wie [...]

Matthäus 21, 18-22 – Gebet um Zerstörung

Ein Text, der sich mir nicht so richtig erschließt. Jesus verflucht einen Feigenbaum, der keine Früchte hat und dieser verdorrt dann “sogleich”. Dann klärt er seine Jünger auf, dass sie noch viel tollere Sachen anstellen können, wenn sie nur Glauben haben und nicht zweifeln. Nun hab ich allerdings keinerlei Interesse, irgendwelche Feigenbäume verdorren zu lassen [...]

Matthäus 13, 47-52 – Unperfekte Gemeinde

Tja, noch einmal ein Abschnitt mit Feuerofen, Heulen und Zähneklappern. Bento hat mich ja freundlicherweise schon vorgewarnt… ;) Aber zu dem Thema ist ja in den letzten Artikeln und Kommentaren schon einiges geschrieben worden. Was ich heute ergänzen möchte: Wenn es schon diesen doppelten Ausgang des Gerichts gibt (Himmel oder Hölle), dann bin ich froh, [...]

Matthäus 13, 34-43 – Zuckerbrot und Peitsche

Peitsche

Hach, ich weiß auch nicht: Ich mag solche Texte nicht. Jesus gibt hier eine Deutung zu dem Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt.13,24-30; vgl. dazu diesen Artikel>>>). Aber anders als in der Erzählung des Gleichnisses liegt der Ton nun nicht mehr auf der Gelassenheit des Bauers gegenüber dem Unkraut, sondern die Ernte steht im [...]

Matthäus 13, 24-30 – Gelassenheit im Angesicht des Feindes

Warum gibt es immer noch das Böse in der Welt, obwohl doch in Jesus Gott schon gegenwärtig ist und er in Jesus jetzt schon herrscht? Genau auf diese Frage scheint Jesus mit dem Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen zu antworten. Ein Mensch sät guten Samen auf einen Acker, doch über Nacht sät sein Feind [...]

Matthäus 12, 33-37 – Da ist was faul!

“Ihr Schlangenbrut!” – Wie kann der liebe Jesus nur so etwas sagen?!? ;) War das nicht die Aufgabe von Johannes dem Täufer? So ein bisschen herumpoltern, Gericht predigen und den Leuten den Kopf waschen (um sie danach im Wasserbad der Taufe innerlich zu waschen)? Und dann kommt doch der freundliche Jesus, der uns alles vergibt [...]

Matthäus 11, 20-24 – Jesus Haudrauf

Vor einiger Zeit habe ich über “Johannes Haudrauf” geschrieben, der ziemlich hart mit den Pharisäern in’s Gericht geht. Heute begegnet mir ein “Jesus Haudrauf”. Er spricht “Weherufe” über einige jüdische Städte aus. Die Menschen in diesen Städten oder Dörfern haben Jesu Botschaft gehört, sind aber nicht umgekehrt, sie haben sich Jesus nicht angeschlossen. Verrückt, oder?!? [...]