Psalm 133 – fein und lieblich

„Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!“ (V.1) Das gilt nicht nur für leibliche Geschwister, sondern noch viel mehr für das Miteinander unter Christen. Auf meinem eigenen Weg zum Glauben war dieses Miteinander für mich etwas sehr beeindruckendes. Eine Gemeinschaft, die ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Eine Gemeinschaft, die mich angezogen und fasziniert hat.

Aber leider ist es – genau wie bei leiblichen Geschwistern – nicht selbstverständlich, dass man sich versteht, dass man einträchtig miteinander leben kann. Auch in diesem Psalm wird diese Eintracht ja eher als etwas besonderes und als ein schöner Glücksfall beschrieben. Um so wichtiger ist es, dass wir uns um dieses Miteinander immer wieder bemühen, dass wir darum kämpfen, dass wir nicht zu schnell aufgeben.

Wobei ja Eintracht nicht heißen muss, dass wir in allem einer Meinung sind und dass wir für jeden die gleichen herzlichen Gefühle haben. Eintracht heißt für mich eher, dass wir unsere Grundüberzeugungen miteinander teilen und dass wir in Not und Schwierigkeiten zusammenstehen. Ich denke unter Christen gibt es – wie in einer Familie – Bindungen, die tiefer gehen als „nur“ eine Freundschaft. Wenn diese Verbundenheit deutlich wird, dann ist’s wahrlich „fein und lieblich“.
Bibeltext

Ein tierisch guter Urlaub

Schön war’s! Wir haben ein paar Tage als Familie zusammen Urlaub gemacht. In einer Ferienwohnung auf der Vogtmühle (südlich von Ulm). Für Familien mit kleinen Kindern sehr empfehlenswert! Eine vor einigen Jahren liebevoll und gut durchdacht umgebaute Mühle mit einigen Ferienwohnungen. Unsere Kinder waren begeistert von den Tieren auf dem Hof (Schweine, Ziegen, Hasen, zwei Ponys) und freuten sich jeden Morgen darauf die Ponys und Ziegen auf die Weide zu führen.

Hier ein paar Eindrücke:

Matthäus 12, 46-50 – Familienkonflikt

Warum ist Jesus nicht einmal bereit, mit seiner Mutter und seinen Brüdern zu reden? Sie stehen vor der Tür und wollen zu ihm und Jesus sagt, dass seine eigentliche Familie all diejenigen sind, die Gottes Willen tun. Auch hier ist es hilfreich, sich die Parallelstelle bei Markus anzuschauen. Markus erwähnt nämlich ein paar Verse vorher, dass seine Familie über Jesus sagt, dass er von Sinnen sei. Ob sie das wirklich so meinten, oder ob sie ihn damit den Konflikt mit den Pharisäern entschärfen wollen bleibt ungesagt. Aber auf jeden Fall wird auf diesem Hintergrund die Reaktion Jesu verständlicher.

Zu Jesus gehört man nicht durch irgendwelche Äußerlichkeiten und sei es durch Blutsverwandtschaft, zu Jesus gehört man nur, wenn man den Willen Gottes tut. Kein Taufschein und keine Mitgliedsurkunde macht mich zum Kind Gottes, sondern allein mein Gehorsam dem Vater gegenüber.