Lukas 8, 22-25 Die Stille vor dem nächsten Sturm

Die Jünger sind mit Jesus auf einem kleinen Boot im Sturm. Während die Jünger Todesangst haben, schläft Jesus seelenruhig. Er weiß sich geborten von einer Macht die stärker ist als jeder Sturm. Die Jünger wecken Jesus und dieser bringt den Sturm zum Schweigen. „Und es entstand eine Stille.“ Diese Worte haben mich heute beim Lesen besonders angesprochen.

Ich hab auch schon so manche Stürme erlebt und dann auch erfahren, dass Jesus da ist und den Sturm wieder zum Schweigen bringen kann. Oft sah es zunächst so aus, als ob er schläft, als ob er gar nichts tut. Aber er war da. Das stärkt mein Vertrauen zu Jesus. Aber so manches mal wünsche ich mir, dass er die Stürme entgültig zum Schweigen bringt. Es ist ja auch als Christ so, dass immer wieder neue Stürme aufziehen. Stelbst wenn Jesus für Stille sorgt, so kommt früher oder später immer wieder ein neuer Sturm. Ich hab richtige Sehnsucht danach, dass es still bleibt…

Glaube muss im Sturm immer wieder neu wachsen und sich bewähren. Glaube heißt nicht, dass es keine Stürme mehr gibt. Ich möchte von Jesu Gelassenheit lernen. Auch im Sturm ruhig schlafen zu können. Das ist ein weiter Weg und ich bin weit von dieser Gelassenheit entfernt. Aber ich will weiter auf Jesus vertrauen, auch wenn nach der Stille der nächste Sturm kommt.

| Bibeltext |

Matthäus 14, 22-33 – Im-Boot-Sitzenbleiber

GewitterWas für eine Geschichte! Hab sie schon so oft gelesen und doch ist das immer wieder neu faszinierend. Man könnte dazu sehr viel sagen und schreiben. Was ich mich beim Lesen heute gefragt habe ist: Wie und warum um alles in der Welt kommt Petrus auf die Idee, dass es das Boot verlassen möchte? Das ist doch eigentlich total absurd und verrückt. Die Jünger waren nachts in der Dunkelheit auf dem See, sie hatten mit Sturm und Wellen zu kämpfen, dann erschraken sie fast zu Tode, weil so ein komisches Gespenst über den See läuft. Erst nach dem Schreck offenbart sich das „Gespenst“ als Jesus.

Das allein ist doch schon verrückt genug. Jeder normale Mensch hat da doch erst mal genug Abenteuer und ist froh dass Jesus da ist und dass er so schnell wie möglich mit ins Boot kommt. Und Petrus?!? Der will raus auf den See! Der will auch das tun was Jesus tut! Der will auch auf dem Wasser laufen, obwohl er als Fischer sehr, sehr gut weiß, dass das nicht geht! Verrückt, oder?! Wie kommt der überhaupt erst auf so einen Gedanken?

Ich fürchte, ich bin mehr so ein „Im-Boot-Sitzenbleiber“. Ich hab im Sturm schon Schiss genug, da brauch ich nicht auch noch versuchen, auf dem Wasser zu gehen… Hut ab, Petrus! Du hast nicht nur ne große Klappe, du hast (zumindest in dieser Situation) auch ganz schön viel Mut. Das fehlt mir beides. So verrückt nach Jesus wie du möchte ich auch sein.

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