Römer 16, 1-16: Netzwerkchristen

Erstaunlich lang ist die Grußliste des Römerbriefes. Vor allem wenn man bedenkt, dass Paulus die Gemeinde in Rom noch nie besucht hat. Aber er kennt von seinen Reisen sehr viele Christen, die inzwischen in Rom sind. Das zeigt zum einen, dass Paulus kein Einzelkämpfer war. Er hat mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammengearbeitet. An der Herzlichkeit seiner Grüße kann man ablesen, dass er mit diesen Christen eine gute Beziehung hat. Obwohl Paulus eine starke Führungspersönlichkeit hatte, war er doch bereit im Team zu arbeiten.

Zum anderen sehen wir hier, dass schon die ersten Gemeinden über ein Netzwerk von Beziehungen miteinander verbunden waren. Da hat sich nicht nur jede Gemeinde um ihre eigenen Angelegenheiten gekümmert, sondern man wusste sich in Christus verbunden. Diese Verbindungen und Beziehungen auch über die eigene Gemeinde hinweg sind nicht nur ein netter Zusatz, sondern sie gehören zum Wesen von Gemeinde hinzu. Denn in Christus gehören wir alle zusammen und das muss auch über die Gemeindegrenzen hinweg sichtbar werden.

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