Titus 2, 11-15 Langweilige Besonnenheit

Die Beschreibung eines christlichen Lebens klingt hier nicht gerade revolutionär: wir sollen „besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben“ (V.12). Insgesamt vier mal kommt in Titus 2 dieses Wort „besonnen“ vor. Als ob es das allerwichtigste wäre, dass wir Christen nicht über die Stränge schlagen…

Gähn! Klingt langweilig! Aber vielleicht sollten wir uns das ja ab und zu mal sagen lassen: Beim Christsein geht es nicht um permanente Hochgefühle, es geht nicht um ein ständiges Leben am Limit. Christsein kann – wie jedes andere Leben – auch einfach mal langweilig sein. Wir müssen nicht immer das Außergewöhnliche suchen. Oft genug ist es einfach dran, mit einem gesunden Gottvertrauen und viel Besonnenheit durch die Welt zu gehen. Auf die Dauer sind wahrscheinlich sogar solche „langweiligen“ Werte wie Treue, Verlässlichkeit und Besonnenheit für ein nachhaltiges Leben als Christ wichtiger als gelegentliche Hochgefühle und außergewöhnlichen Erfahrungen.

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