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Wie ein Windhauch … ein sanftes, stilles Sausen, so ist Gott in meinem Leben. Wie ein windhauch … vergänglich und flüchtig, sind all meine Worte und Gedanken.
— ein blog, der vergeblich versucht, den windhauch Gottes zu fangen —

Schlagwort: Bergpredigt

Matthäus 22, 41-46 – Auf die andere Wange zurückschlagen

In diesem Kapitel bei Matthäus werden einige Situationen erzählt, in denen die damaligen Theologieprofessoren und Oberfromme Jesus durch hinterlistige Fragen in die Pfanne hauen wollten. Das hat zu ihrem Leidwesen nie so richtig funktioniert. Interessant an dem heutigen Abschnitt finde ich, dass Jesus nicht nur reagiert hat, sondern dass er auch agiert hat. Er dreht [...]

Matthäus 7, 24-29 – Entsetzen

Jesus schließt die Bergpredigt ab mit dem Gleichnis vom Hausbau: Wer seine Worte TUT, der hat sein Haus auf festen Grund gebaut. Auch hier wieder die Betonung auf das Tun. Nicht nur glauben und dem Gesagten zustimmen, sondern danach handeln und leben. Matthäus ergänzt, dass das Volk nach dieser Rede “entsetzt” war. Nachdem ist die [...]

Matthäus 7, 12-23 – Wer kann dann noch selig werden?

“Ach, Jesus! Warum machst du es uns so schwer, ins Himmelreich zu kommen? Wenn nicht einmal die reinkommen, die in deinem Namen böse Geister ausgetrieben haben und die in deinem Namen Wunder getan haben, wie soll dann überhaupt jemand reinkommen? Da brauchst du dich doch nicht zu wundern, dass nur wenige den Weg durch die [...]

Matthäus 7, 7-11 – Weihnachtswünsche

“Wer bittet, dem wird gegeben.” Ich habe das schon erlebt: dass ich Gott um etwas bitte und er erhört dieses Gebet. Aber ich habe noch öfter erlebt, dass Gebete nicht erhört werden, zumindest nicht so wie man sich das vorstellt. Diese nicht erhörten Gebete machen vorsichtig und misstrauisch. Was ist, wenn ich voller Glaube und [...]

Matthäus 7, 1-6 – Mangelnde Lutherkenntnis bei Jesus

Bei Luther haben wir gelernt, fein säuberlich zu trennen: Ein moralisch gutes Leben hat nichts mit meiner Errettung zu tun. Gerettet werde ich allein durch Glaube und allein durch Gnade. Erst vor kurzen habe ich erlebt, wie entsetzt wir reagieren (auch ich selbst) wenn dieses “allein durch Glaube” irgendwie eingeschränkt wird. Da hat ein Bruder [...]

Matthäus 6, 25-34 – Luxussorgen

Das erste was mir bei diesem Abschnitt auffällt ist, dass meine Sorgen meist ziemliche Luxussorgen sind. Jesus sagt, dass wir uns um Essen, Trinken und Kleidung keine Sorgen machen sollen. Muss ich mir auch nicht, denn auf dem Bereich hab ich keine Sorgen, dass ich morgen plötzlich verdurste, verhungere oder nichts zum anziehen habe (es [...]

Matthäus 6, 19-24 – Schätze sammeln

Ja liebe Bänker: Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, denn hier werden sie vom nächsten Börsensturz aufgefressen. Sammelt euch lieber Schätze im Himmel, dauert zwar ein bisschen länger bis die Rendite ausgezahlt wird, dafür wird sie um so gigantischer sein. Aber das gilt ja nicht nur für die Bänker und Aktienhändler, auf die zur Zeit [...]

Matthäus 6, 16-18 – Pharisäerfasten

Jesus spricht vom Fasten: Beim Fasten geht es nicht darum, dass mich die Leute sehen und meine fromme Disziplin bewundern (und erst recht geht’s nicht darum, dass ich abnehme und ein paar überflüssige Speckröllchen verliere – wobei mir das auch ganz gut tun würde… ;) ), also wo war ich… beim Fasten gehts also nicht [...]

Matthäus 6, 9-15 – Das vertraut-fremde Gebet

Achja, das Vaterunser – kein anderer Bibeltext ist mir so vertraut wie dieser. Seit vielen Jahren bete ich das regelmäßig im Gottesdienst. Selbst für mich, der ich mich schwer tue beim Auswendiglernen, kommen diese Worte wie selbstverständlich und ohne großes Nachdenken über die Lippen. Diese Worte haben sich ins Herz eingebrannt. Nur manchmal wundere ich [...]

Matthäus 6, 5-8 – Zeitgebundenheit der Bibel

Noch zwei Anweisungen Jesu, die ich gut und gerne befolgen kann: Wir sollen nicht in der Öffentlichkeit beten und wir sollen nicht viele Worte beim beten machen. Das kommt mir beides sehr entgegen: In der Öffentlichkeit beten ist ja sowieso peinlich, da kann ich gern drauf verzichten und ewig viel herumplappern beim beten ist auch [...]

Matthäus 6, 1-4 – Geld geben macht fromm

Nach den sogenannten Antithese geht es in der Bergpredigt jetzt um drei grundlegende Frömmigkeitsübungen des Judentums: Almosegeben, Beten und Fasten. Jesus betont, dass wir mit unser Großzügigkeit nicht angeben sollen. Ich weiß nicht, ob das heute noch so ein großes Problem ist. Im Gegenteil: Ich finde, dass heute Geld viel zu wenig mit Frömmigkeit und [...]

Matthäus 5, 43-48 – Vollkommenheit

In der letzten Antithese (“Ihr habt gehört… Ich aber sage euch…) geht es um die Feindesliebe. Noch mal so eine radikale Aussage: Man soll seine Feinde und diejenigen, die einen verfolgen lieben. Für uns ist das ja noch “relativ” harmlos. Man bedenke, was das für Christen bedeutet in Ländern in denen es Christenverfolgung gibt! Zugleich [...]

Radikal

Vielleicht tu ich mich deshalb mit der radikalen Botschaft der Bergpredigt so schwer, weil ich auch nur einer von diesen vielen Mitläufern bin: “In den letzten zweitausend Jahren hat sich die Christenheit jedoch von einem kämpferischen Clan zu einer Religion von Mitläufern entwickelt.” (E.R. McManus: Go wild! S. 11)

Matthäus 5, 38-42 – Jesus ist ungerecht

Wenn jemand geschlagen wird, dann ist es nicht gerecht, wenn er noch mehr geschlagen wird. Wir versuchen das unseren Kindern von klein auf einzutrichtern. Wenn du jemand verletzt hast, dann musst du dich entschuldigen (und nicht noch mal zuschlagen!). Und wenn du geschlagen wirst, dann musst du dem anderen zumindest sagen, dass er aufhören soll. [...]

Matthäus 5, 33-37 – Damit hab ich vielleicht kein Problem

Also mit dem Schwören hab ich kein Problem. Ich gehör nicht zu denen, die dauern sagen müssen: “Hey, Alder! Ich schwöööör dir!” ;) Jesus sagt, dass wir überhaupt nicht schwören sollen. Das war damals wohl ein aktuelleres Problem, als bei mir heute. Im Judentum wurde beim Schwören zur Bekräftigung der Name Gottes angerufen. Und um [...]

Matthäus 5, 27-32 – Du bist der Mann!

Tja, nachdem ich gestern feststellen musste, dass ich ein Mörder bin, reibt mir Jesus heute unter die Nase, dass ich ein Ehebrecher bin (“Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen). Und auch in diesem Abschnitt wird die Ernsthaftigkeit dieser Feststellung untermauert durch die Androhung [...]

Matthäus 5, 21-26 – Mord- und Totschlag

Also ich tu’ mich mit den sogenannten Antithesen in der Bergpredigt schwer. Jesus spricht alttestamentliche Gebote an (in diesem Abschnitt: “Du sollst nicht töten”) und verschärft sie bzw. deutet sie auf neue, tiefere Weise. Ich bin völlig damit einig, dass das Töten schon viel früher anfängt: Mit den Gedanken und mit den Worten anderen gegenüber. [...]

Wenn das Pferd tot ist…

“Wenn das Pferd tot ist, müssen wir absteigen.” Wir Christen tun uns besonders schwer damit. Ich schließe mich hier mit meiner Persönlichkeitsstruktur ganz bewusst mit ein. Wir wollen oft ein totes Pferd gar nicht als tot wahr nehmen, sondern tun lieber so, als ob alles noch in bester Ordnung sei. Wir gehen manchmal so übervorsichtig, [...]

Matthäus 5, 17-20 – Nicht mal ein Tüpfelchen

Nicht ein einziger Buchstabe und nicht einmal das kleinste Tüpfelchen im Gesetz werden vergehen. Wir sollen nicht einmal das kleinste Gebot aufheben. Das klingt sehr nach Buchstabengehorsam. Das klingt nach blinder, wortwörtlicher Erfüllung aller alttestamentlichen Gesetze. Aber das Leben Jesu spricht andere Worte. Und auch in der Bergpredigt macht er deutlich, dass es ihm nicht [...]

Matthäus 5, 13-16 – Natürlich salzt Salz

Ach, das klingt so einfach, so schön und so überzeugend: “Ihr seid das Salz der Erde… Ihr seid das Licht der Welt.” Und natürlich ist Salz salzig und Licht leuchtet. Dafür muss das Salz gar nichts besonders tun. Und auch das Licht leuchtet von selbst. Aber in der Praxis ist gerade das so unendlich schwierig: [...]