Römer 10, 5-13: Zusammen, was zusammen gehört

Paulus bindet hier sehr schön zusammen, was zusammen gehört: mit dem Herzen glauben und mit dem Mund bekennen. Innerliche Herzensfrömmigkeit und äußerliches Bezeugen des Glaubens gehören zusammen. Wie so oft stehen wir Menschen in der Gefahr, die eine oder andere Seite zu sehr zu betonen. So manchem genügt sein kleiner privater Glaube, die innige Beziehung zwischen Gott und ihm. Einem anderen genügt es offiziell Christ zu sein, ab und zu im Gottesdienst zu sein und ein anständiges Leben zu führen. Aber beides für sich genommen ist zu wenig. Beides muss zusammenkommen: der Glaube des Herzens und das sichtbare Leben als Christ. Da dürfen wir auch nicht eines gegen das andere ausspielen oder herabsetzen.

Verdeutlichten kann man sich das z.B. an den Sakramenten. Taufe und Abendmahl sind äußerlich sichtbare Zeichen. Aber zugleich sind sie eben äußerliche Zeichen, die auf einen tieferen Vorgang verweisen. Beides ist wichtig. Das äußerliche Zeichen, das konkret, sichtbar und erlebbar ist. Aber genauso das, was dabei im Herzen eines Menschen geschieht. Das eine widerspricht dem anderen nicht, sondern es unterstützt sich gegenseitig.

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