Sacharja 5, 1-11 Die Frau in der Tonne

Auch wenn Gott dem Hohenpriester seine Sünde vergibt (3,4) und er dem Serubbabel verheißt, dass er den angefangenen Tempelbau auch vollenden wird, so ist doch noch lange nicht alles in schönster Ordnung. Die Sünde bleibt eine Gefahr. Das wird in diesen beiden Visionen deutlich. Gott sieht nicht einfach über die Sünden und Verfehlungen seines Volkes hinweg, sondern spricht sie an. Aber er will seinem Volk helfen die Sünde los zu werden. Das wird in der Vision von der Frau in der Tonne deutlich: Die Tonne steht für die „Sünde im ganzen Land“ (V.6) und die Frau in der Tonne für die Gottlosigkeit (V.8), welche die Wurzel aller Sünde ist.Gott lässt die Tonne wegbringen – er will sein Volk befreien.

Das blöde ist, dass die Tonne immer wieder auftaucht. Selbst wenn Gott vergibt, selbst wenn Gott uns hilft von der Sünde frei zu werden – solange wir hier auf Erden sind, bleibt die Sünde eine ständige Bedrohung und Verlockung. Wir leben als Christen in der bleibenden Spannung: wir sind einerseits befreit von der Sünde und andererseits bedroht sie uns immer wieder neu.

| Bibeltext |

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