Sacharja 12 Der Durchbohrte

In Kap. 10 lesen wir Verheißungen, in Kap. 11 dann Gerichtsworte und jetzt folgen wieder Verheißungen trotz und durch alles Gericht hindurch. Ein faszinierendes in- und nebeneinander. Das Gericht mit all seiner Ernsthaftigkeit gehört zu Gottes Wort. Wir können es nicht einfach übergehen. Aber Sacharja 12 macht zumindest an Gottes Volk deutlich, dass das Gericht nicht das letzte Wort Gottes ist. Trotz allem Versagen steht Gott zu seinem Volk und wird es nicht untergehen lassen.

In diesem Kapitel taucht auch eine nicht näher beschriebene Person auf, die durchbohrt wird und um die geklagt wird. Was hat sich Sacharja damals dabei gedacht? Hatte er jemand bestimmtes vor Augen, den wir heute nicht mehr kennen? Oder hat er eine göttliche Vision weiter gegeben ohne selbst genau zu wissen, wovon er schreibt? Wie auch immer – wenn ich auf dem Hintergrund des Neuen Testaments diesen Vers lese, kann ich nicht umhin, dabei an Jesus Christus zu denken. Und so wird die Stelle ja auch im Neuen Testament verstanden: Ein Vorhinweis auf Christus, der am Kreuz gestorben ist. Er ist für mich der offene Quell gegen Sünde und Befleckung (13,1). Er hat das Gericht auf sich genommen, um uns frei zu machen.

| Bibeltext |

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