Sacharja 11, 4-17 Zerbrochene Hirtenstäbe

Nach den Verheißungen in Kap. 10 folgen unvermittelt massive Droh- und Gerichtsworte. Für uns als Leser heute ist es schwer nachzuvollziehen, warum sich der Inhalt und der Ton so plötzlich verändert. Wir kennen die konkreten Hintergründe nicht mehr, in welche der Prophet die jeweiligen Worte hinein sprach. Gott macht hier seinem Volk und den Hirten des Volkes den Vorwurf, dass sie ihn nicht mehr wollen (V.8). Die Konsequenz ist, dass Sacharja symbolisch die zwei Hirtenstäbe Gottes, welche Huld und Eintracht genannt werden, zerbricht.

Was auch immer die genauen Hintergründe sind, es wird deutlich, dass es Folgen hat, wenn wir Menschen uns von Gott abwenden. Wenn wir Gott, seine Verheißungen und sein Segen nicht wollen, dann bekommen wir ihn auch nicht. Wenn wir unser Glück woanders suchen, dann lässt das zu. Zugleich merkt man diesem Text an, dass es Gott nicht egal ist, er ringt um sein Volk. Er will sie wachrütteln. Insofern sind auch diese Gerichtsworte ein Ausdruck seiner Liebe.

| Bibeltext |

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.