Sacharja 10 Verheißungen

Ich tue mich schwer mit diesen Verheißungen. Gott verheißt Regen zur rechten Zeit, wenn man ihn darum bittet (V.1). Das haben auch viele schon so erfahren. Aber gibt es nicht genauso die andere Erfahrung: dass Christen aufrichtig und ernst um Regen bitten und es geschieht nichts? Gott verheißt seinem Volk, dass er sie wieder zurück ins verheißene Land bringt und es wieder so sein soll, als sie verstoßen wurden (V.6). Ja Gott hat sein Volk wieder aus Babylonien zurück gebracht – aber es war nicht wieder wie vorher. Es ist bis heute nie wieder so geworden, wie unter David und Salomo.

Als Glaubender ist man dann schnell dabei zu fragen: Warum haben sich die Verheißungen nicht umfassend erfüllt? Es kann ja nicht an Gott liegen. Also muss es an uns liegen. Wenn wir Menschen uns richtig verhalten würden, dann würde Gott auch alle seine Verheißungen völlig erfüllen. Aber so wird aus einer Verheißung eine Drohung: Wenn es nicht so kommt, dann bist du schuld! Aus einer positiven Zusage, wird eine negative Belastung.

Wäre es nicht besser, wenn Gottes Verheißungen realistischer und bescheidener wären? Aber vielleicht liegt das gerade in der Natur einer Verheißung: sie muss groß und leuchtend genug sein, um uns wirklich zu ermutigen. Eine Vision, die zu normal und kleinkariert ist, kann wenig bewegen. Eine Vision muss immer das Normale übertreffen, sonst bewegt sie uns nicht.

| Bibeltext |

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