Sacharja 1, 1-6 Immer wieder neue Umkehr

Der Prophet Sacharja erfährt im Jahr 520 V. Chr. seine Berufung. Zu der Zeit waren die Juden aus dem Exil in Babylonien wieder zurück gekehrt nach Jerusalem in ihre Heimat. Allerdings war es keine triumphale Rückkehr und es gab so manche Probleme. Juda war kein selbständiges Königreich mehr. Nachdem die Babylonier ihre Vormachtstellung verloren hatten, waren die Perser die neue Großmacht, unter deren Einfluss auch Jerusalem stand. Neben den politischen Problemen war auch das religiöse Leben angeschlagen, was sich z.B. darin zeigte, dass der Wiederaufbau des Tempels nicht einfach und sich immer wieder verzögerte.

In dieser Situation erinnert Sacharja seine Zeitgenossen an die Geschichte ihrer Väter. Sie haben sich von Gott abgewandt und das Exil wurde dann als Abkehr Gottes von seinem Volk verstanden. Aber Gott hat sein Volk nicht verlassen und es wieder zurück ins verheißene Land gebracht. Deswegen ist es jetzt wichtig – auch wenn nicht alles glatt läuft – Gott treu zu bleiben, bzw. immer wieder neu zu ihm umzukehren. Glaube und Umkehr zu Gott ist etwas, das von jeder Generation und von jedem einzelnen Menschen immer wieder neu gefordert ist. Glaube ist nicht etwas, das man als Volk oder Einzelner einmal in der Tasche hat, sondern etwas, das sich immer wieder neu bewähren muss.

| Bibeltext |

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