Römer 5, 1-5: Kein Schönwetterglaube

Auf den ersten Blick ist es kaum nachvollziehbar, warum wir uns der Bedrängnisse rühmen sollen. Das klingt so negativ. Aber Rechtfertigung ist doch etwas Positives. Gott will uns doch befreien, er will und Frieden und Hoffnung schenken. Er will doch nicht, dass wir unter Bedrängnissen leiden! Offensichtlich geht Paulus aber davon aus – und hat es oft genug am eigenen Leib erlebt – dass gerade Christen in Bedrängnis geraten. Nicht trotz ihres Glaubens, sondern oft genug wegen ihres Glaubens. Für Paulus bricht damit der Glaube nicht zusammen, sondern im Gegenteil: er hat die Chance zu wachsen.

Paulus Antwort auf Bedrängnis ist nicht die schnelle Aufgabe, sondern die geduldige Ausdauer. Es geht ihm um ein ausdauerndes Dranbleiben am Glauben. Um ein Festhalten trotz Widerständen. Wenn wir in Not geraten, dann haben wir zwei Möglichkeiten: Die Not kann uns weg von Christus treiben, oder sie kann uns um so näher zu Christus hin treiben. Schönwetterglaube ist relativ einfach. Tiefer und fester wird der Glaube aber vor allem in Krisenzeiten. Wer in solchen Zeiten an Gott festhält und dann auch erfährt, dass er gehalten wird, der erfährt auf einer ganz anderen Ebene, dass sich Glaube bewährt. Der kann ganz neu auf Christus hoffen und vertrauen.

| Bibeltext |

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