Römer 15, 7-13: Eine unmögliche Möglichkeit

Paulus kommt hier zum Abschluss seiner Gedanken zu den Starken und Schwachen im Glauben. Er spricht hier von Juden(christen) und Heiden(christen), was darauf hindeuten könnte, dass die Spannungen zwischen Starken und Schwachen ihren Ursprung im Miteinander von Heidenchristen und Judenchristen hatten. Zugleich verweist Paulus damit an den Beginn seines Briefes in 1,16: Das Evangelium ist eine Kraft Gottes, welche Juden und Griechen (= Heiden) selig macht.

Diese grundsätzliche Aussage ist auch heute noch eine große Herausforderung für uns: Einander so annehmen, wie Christus uns angenommen hat. Andererseits ist sie eigentlich selbstverständlich. Wie könnte jemand, der die Annahme Christi und die Kraft des Evangeliums selbst erlebt und erfahren hat, den Bruder oder die Schwester, die dasselbe erleben durften, nicht annehmen? Wie sollte jemand, der die Liebe Christi erfahren hat, sich weigern in dieser Liebe auch anderen zu begegnen? Eigentlich eine unmögliche Möglichkeit – und doch geschieht gerade das viel zu oft…

| Bibeltext |

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