Römer 12 – Hingabe braucht Gemeinschaft

Nette Idee von Douglass und Vogt: Heute ist Halbzeitpause. Sie schlagen vor, an diesem Tag durchzuatmen, feiern oder auszuruhen. Für die Unermüdlichen schlagen sie vor, Römer 12 zu lesen, allerdings gibt es dazu keine Kommentare von Douglass, nur den Bibeltext.

Hab mir dieses Kapitel im Römerbrief in der neuen Übertragung von Douglass/Vogt durchgelesen. Nur ein Gedanke dazu: Es geht in diesem Kapitel darum, wie wir leben sollen, wie sich unser Glaube in unserem konkreten Leben auswirken soll. Sehr spannend finde ich dabei, dass Paulus die individuelle Hingabe des Einzelnen eng mit der Gemeinschaft untereinander verknüpft.

Er sprich am Anfang des Kapitels davon, dass der wirkliche Gottesdienst darin besteht, Gott sein ganzes Leben zu schenken, begeistert zu sein und voller Hingabe. Wir sollen uns nicht der Welt anpassen, sondern uns an Gott orientieren. Danach geht es dann gleich um das Miteinander der Christen: Das berühmte Bild von Leib Christi taucht hier auf. Wie es am menschlichen Körper unterschiedliche Körperteile gibt, mit unterschiedlichen Aufgaben und Fähigkeiten, so ist es auch beim „Leib Christi“. Jeder soll sich auf seine Weise einbringen und nicht auf andere herunter schauen.

Für mich bedeutet das, dass mein persönliches Christsein immer auch eine Form von Gemeinschaft und Gemeinde braucht. Meine persönliche Hingabe bringt wenig, wenn sie sich nicht im Miteinander konkretisiert.

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2 Gedanken zu „Römer 12 – Hingabe braucht Gemeinschaft“

  1. Gute Gedanken!
    Bin aber auch auf Christen gestoßen, die meinen, es würde genügen, wenn sich Christen alle paar Wochen mal treffen würden, zwanglos, vielleicht auf ein Bierchen und – wenn’s passt – über Gott & Co zu sprechen kommen.
    Diese Gemeinschaft würde genügen.
    Unsere Gottesdienste seien nix für sie (zu früh, zu unspontan, gibt ihnen nichts…) – ja, letztlich: womit begründen wir eigentlich unsere wöchentlichen, lobpreis- und predigtzentrierten Gottesdienst-Feiern?

    Bei manchen Christen komme ich echt nicht durch…

    Was tun?

    Viel Segen!
    Dirk.

    1. Dass es Leute gibt, die mit „normalen“ Gottesdiensten nicht so zurecht kommen kann ich nachvollziehen. Aber zumindest in der Großstadt hat man doch heutzutage ein recht großes Angebot! Und es kann auch mal sein, dass Gott einen Christen in die Einsamkeit ruft. Aber ich denke von der Bibel her ist die Gemeinschaft der Christen, der Leib Christi, doch ein wesentliches Merkmal unseres Glaubens.
      Hab erst gestern bei Gofi Müller (Heiligwerden für Anfänger) gelesen: „Am schwersten haben es die Heiligen in der Gemeinschaft der Heiligen: in der Gemeinde.“ (S.11) Er meint damit, dass es in der Gemeinde besonders schwierig ist, als Heiliger zu leben. Vielleicht wollen manche Christen deswegen keine engere Gemeinschaft: Weil das tierisch anstrengend sein kann… Es ist viel bequemer nicht so viel mit den ganzen Macken und Eigenarten anderer Christen zu tun zu haben.
      Den wöchentlichen Gottesdienst sehe ich ganz klar schon in der Bibel begründet: Von Anfang an haben sich die Jünger und Jüngerinnen Sonntags getroffen. Über die Form dieser Treffen kann man dann ja streiten und herum experimentieren… 🙂
      Mit ähnlichen Fragen und Problemen hatten übrigens schon die ersten Christen zu kämpfen (vgl. Hebr. 10,25: Dort geht es auch um Christen, die nicht zu den „normalen“ Versammlungen kommen…).

      Grüße und Segen!
      windhauch

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