Römer 12, 3-8: Nimm dich nicht zu wichtig!

Paulus ist in Kapitel 12 beim dritten Haupteil seines Briefes angelangt. Nach den grundsätzlichen theologischen Überlegungen geht es jetzt um Folgerungen für das konkrete Leben als Christ. In V.1f formuliert er das allgemein: Wir sollen uns selbst Gott hingeben und ein Leben führen, das ihm entspricht. Und was ist jetzt die erste konkrete Ermahnung und Ermutigung? Was stellt Paulus an die prominente erste Stelle? „… dass niemand mehr von sich halte, als sich’s gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich halte.“ (V.3)

Tja, schon damals war das wohl ein Hauptproblem der Menschen (inklusive der Christen!): dass wir uns selbst zu wichtig nehmen. Paulus kennt die Gemeinde nicht genauer, es ist keine seiner selbst gegründeten Gemeinden. Und trotzdem, oder gerade deswegen, warnt er als erstes davor, dass die Christen nicht zu viel von sich selbst halten sollten. Auch wenn jemand Christ ist, wird sein Ego nicht automatisch abgeschaltet. Er muss immer wieder daran erinnert werden, dass er nicht der Mittelpunkt der Welt ist. Schon damals entstanden wohl an diesem Punkt die drängendsten Probleme im konkreten Leben und Miteinander der Christen. Es hat sich da wenig geändert…

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