Richter 9 Mord und Totschlag

Ganz und gar nicht erbaulich dieses Kapitel. Da geht es nur um blutrünstige Machtkämpfe. Abimelech, ein Sohn von Gideon, erschlägt seine 70 Brüder, damit er das Sagen hat. Abimelech bekämpft noch weitere Widersacher, die ihm die Macht nehmen wollen, stirbt aber am Ende einen schmachvollen Tod: bei der Eroberung einer feindlichen Burg wirft ihm eine Frau einen Mühlstein auf den Kopf und um nicht von einer Frau umgebracht worden zu sein, bittet er seinen Waffenträger ihn zu erstechen.

Was soll ich daraus für mich und meinen alltäglichen Glauben lernen?!? Ich muss zunächst einmal feststellen, dass hier eine ganz andere Welt und Kultur beschrieben ist. Die Bibel ist mehr als ein frommes Erbauungsbuch, sie ist auch ein Geschichtsbuch. Aber ich kann ganz allgemein daraus lernen, dass Gott letztendlich das Böse bestrafen wird. „So vergalt Gott dem Abimelech das Böse, dass er seinem Vater angetan hatte, als er seine siebzig Brüder tötete.“ (V.56)

Dazu fällt mir auch ein Ausschnitt aus der Bergpredigt ein. Dort nimmt ein gewisser Jesus das alttestamentliche Gebot „Du sollst nicht töten“ auf und sagt, dass nicht nur derjenige des Gerichts schuldig ist, der buchstäblich tötet, sondern schon derjenige, der seinem Bruder zürnt oder ihn beleidigt (Mt. 5,21f).

| Bibeltext |

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