Richter 19 Königsträume

Eine weitere Geschichte die belegt, wie weit sich die Menschen in Israel von Gott entfernt haben. In Gibea wird ein fremder Übernachtungsgast von Leuten der Stadt auf vergleichbare Weise bedrängt, wie die Gäste von Lot in Sodom und Gomorra. Die Aussage die damit gemacht wird ist heftig: Um Israel steht es ähnlich schlecht wie um Sodom und Gomorra!

Im Richterbuch wird dies als Argument gesehen für die Einführung eines Königtums. Immer wieder wird in diesen Kapiteln darauf hingewiesen, dass es zu der Zeit noch kein König in Israel gab (V.1; vgl auch Ri.17,6). Wobei es auch im Richterbuch durchaus kritische Stimmen gegenüber einem menschlichen Königtum gibt (Ri.9,8-20) – denn der eigentliche König des Volkes sollte Gott selbst sein.

Israel hat später dann seine Könige bekommen. Es hat in David auch einen König gehabt, der sich selbst und sein Volk an Gott ausrichtete. Aber es folgten auch unzählige Könige, die durch ihren Unglauben das Volk noch tiefer in die Gottlosigkeit stürzten. Mit einem menschlichen König allein ist’s nicht getan. Wir Menschen brauchen einen von Gott gesandten König, der nicht nur weltliche Macht ausübt, sondern der vor allem unsere Herzen verändern kann…

| Bibeltext |

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