Richter 18 Religiöses Beiwerk

In diesem Kapitel geht es um den Stamm Dan. Er hat bei der Landverteilung eigentlich ein Gebiet nordwestlich von Juda bekommen. Aber offensichtlich konnten sie dort nicht dauerhaft Fuß fassen und wurden von den Philistern und Kanaanitern bedrängt. Deswegen suchen sie ein neues Siedlungsgebiet im äußersten Norden, am Fuß des Hermon.

So wie es hier erzählt wird, spielt Gott und Glaube dabei nur noch die Rolle eines religiösen Beiwerks. Nach Gott wird zwar gefragt, aber er soll nur bestätigen, ob der Weg, den sie gehen, auch zum Ziel führt (V.6). Auf dem Weg in ihre neue Heimat führen sie sich auf wie Räuber: sie stehlen die Götterfigur von Micha (vgl. Kap. 17) und werben auch sein Priester ab. Mit beidem gründen sie ihr eigenes Heiligtum (V.30f).

„Himmlischer Vater, lass mein Glaube nicht zum religiösen Beiwerk verkommen. Du weißt wie wir auch in Gemeinden schnell in der Gefahr sind, unsere eigenen Ziele zu verfolgen und unsere eigenen Heiligtümer zu bauen. Schenke mir ein Herz, das wirklich auf Dich sieht und auf Dich hört.“

| Bibeltext |

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