Reha – Der Beginn

Seit Freitag bin ich in der Schlossklinik in Bad Buchau zur Reha. Ein ziemlich blöder Anreisetermin, da am Wochenende keine Anwendungen passieren. Am Freitag war aber  immerhin schon das Aufnahmegespräch mit meinem zuständigen Arzt. Auf den ersten Blick wirkte er etwas seltsam. Er ist eigentlich Psychologe und ist hier seit einem Jahr in der Neurologie tätig. Dieser Psychologen-Hintergrund macht sich auch deutlich bemerkbar. Z.B. wenn er betont, dass das Allerwichtigste ja das miteinander reden sei, solange das funktioniert ist alles andere zweitrangig. Oder wenn er unvermittelt zwischen anderen medizienischen Fragen plötzlich fragt, ob es mich okay sei, so auf der anderen Seite des Tisches zu sitzen. Ich denke: „?!?) Ich sage: „Ja, natürlich ist das okay!“

Die Klinik ist eine ehemaliges Kloster oder Schloss und das prägt natürlich die Atmosphäre. Obwohl es keine Riesenklinik ist (soviel ich weiß ca. 150 Patienten) sind die Wege ziemlich weit. Zum Essen ist es für mich, der noch immer schlecht zu Fuß bin, immer eine halbe Weltreise. Das Zimmer ist ganz in Ordung. Es ist ein Einzelzimmer, mit genügend Platz und dem Charme und der Neutralität eines Altbauzimmers in einem Studenwohnheim. Leider kein Balkon und auch die Aussicht ist nicht so berauschend: in einen Innenhof. Ab er zwischen zwei Gebäuden kann ich zumindest noch einen kleinen Streifen Wiese und Wald sehen.

Nachdem ich am Freitag angekommen was, hab ich mich gestern gleich wieder aus dem Staub gemacht (nein, nicht weil es so unerträglich war 😉 ). Ich war zu hause, denn an dem Samstag war bei uns in der Kirche eine Hochzeit, die ursprünglich ich selbst halten sollte. Das hat jemand anders übernommen (und er hat seine Sache sehr, sehr gut gemacht 🙂 ), aber ich freute mich richtig, dass ich zumindest als Gast beim Gottesdienst und Kaffeetrinken mit dabei sein konnte :). Am Wochenende ist es wohl unproblematisch „Tagesurlaub“ zu bekommen… und den hab ich dann auch richtig genossen…

Mein Fuß schmerzt noch, aber nicht mehr so stark. Dafür ist er inzwischen ziemlich angeschwollen. Ich hoffe, dass die Anwendungen hier helfen und dass es weiter aufwärts geht… Mit Internet-Zugang ist es leider nicht so unproblematisch, wie ich mir das erhofft hatte. Offenes WLAN gibt es nicht und für den Zugang an den den Hauscomputern muss man pro Stunde zahlen (rechts unten in der Ecke schrumpft gerade unaufhörlich mein noch gut gefülltes Guthaben zusammen). Leider kann ich die Text auch nicht vorher auf meinem Netbook schreiben und dann hochladen, weil es dazu keine Möglichkeit gibt, ich muss alles hier in den Hauscomputer eintippen). Deshalb auch leider keine Bilder.

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.