Psalm 8 – Die Herrlichkeit erkennen

Für die Fastenzeit haben sich einige aus unserer Gemeinde vorgenommen, das Buch „Expedition zum Ich“ von Klaus Douglass und Fabian Vogt durchzunehmen. Ich bin natürlich auch mit dabei :). Deswegen werd ich meine normale Reihe zum Matthäus-Evanglium unterbrechen und 40 Tage lang zu den Bibeltexten aus dem Buch posten. In dem Buch werden in 40 Kapiteln zentrale Bibeltexte behandelt, so dass man in 40 Tagen wichtige Texte der Bibel durch nimmt. Dazu gibt es jeweils eine kurze (oft kreative Einstimmung), den Bibeltext selbst (in der Lutherübersetzung und in einer Neuübertragung von Fabian Vogt), einige Erklärungen und Anregungen zum Text und Anstöße zur weiteren Beschäftigung mit dem Text.

Beim ersten Text, Psalm 8, bin ich vor allem am Stichwort „Herrlichkeit“ hängen geblieben. Zum einen fand ich die Übertragung von Fabian Vogt von V.2 und V.10 sehr gelungen. Luther übersetzt hier recht genau und wörtlich: „wie herrlich ist dein Name in allen Landen.“ Fabian Vogt macht das für uns heute verständlicher: „Die ganze Welt spiegelt deine Herrlichkeit!“

Dieses Wahrnehmen der Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung ist natürlich sehr subjektiv. Manch einer kann in der Schönheit der Schöpfung die Herrlichkeit Gottes erkennen und gerät darüber ins Staunen. Manch einer hat aber seinen Blick fixiert auf all das, was auch in unserer Schöpfung schief läuft: Katastrophen, Leid und Elend. Und diese Zeichen unserer gefallenen Schöpfung machen es dann schwer, so ganz naiv und überschwänglich die Herrlichkeit Gottes in der Welt zu erkennen.

Das Stichwort „Herrlichkeit“ taucht im Psalm dann noch an einer anderen Stelle auf: In V.6 wird gesagt, dass Gott den Menschen wenig niedriger gemacht hat als Gott und dass er ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt hat. Wow! Zweimal ist im Psalm von der Herrlichkeit Gottes die Rede und einmal von der Herrlichkeit des Menschen. Auch hier möchte ich mir gerne von Gott den Blick öffnen lassen für die Herrlichkeit, mit der auch ich beschenkt bin!

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