Psalm 61 – Mehr als ein Sahnehäubchen

Sahnehäubchen„Vom Ende der Erde schreie ich zu dir, weil mir die Kräfte schwinden. Bring mich hinauf auf den sicheren Felsen; ich schaffe es nicht, er ist mir zu hoch!“ (V.3, Gute Nachricht).  Wieder mal ein Beter in Not, der Gott um Hilfe bittet. Ich hab mir überlegt, was ich mit einem hohen Felsen verbinde. Ich denke dabei an einen schönen Spaziergang oder an eine Wanderung: Man steht auf einem hohen Felsen und genießt bei herrlichem Wetter die tolle Aussicht.

Für den Beter damals war der hohe Fels dagegen ein Symbol von Sicherheit. Dort konnte man von Feinden nicht so schnell erreicht werden. Dort war man geschützt und musste keinen Hinterhalt fürchten. Dort war man nicht in unmittelbarer Lebensgefahr.

Manchmal kommt es mir so vor, als ob sich mein „Wohlstandsglaube“ auf vergleichbare Weise von diesem ganz existentiellen und handfesten Glauben von damals unterscheidet. Wir suchen im Glauben oft nur die schöne Aussicht und ein paar nette Erfahrungen. Für David und andere Psalmbeter damals war der Glaube ganz unmittelbar notwendig, um zu überleben. Dass Gott einen auf einen hohen Felsen führt, war kein schöner Sonntagsspaziergang, sondern es war Errettung vor den Feinden. Für uns ist Gott oft nur das Sahnehäubchen, bei Menschen wie David dagegen ging es um ihre ganze Existenz.
Bibeltext
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Foto: BirgitH / pixelio.de

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Ein Gedanke zu „Psalm 61 – Mehr als ein Sahnehäubchen“

  1. „Wir suchen im Glauben oft nur die schöne Aussicht und ein paar nette Erfahrungen.“ Tja, wenn das Kreuz samt der Schrift aus der Mitte gerückt wird. Eine gelungene Meditation.

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