Psalm 59 – Errette mich, mein Gott

Wenn man die Psalmen so am Stück durchliest, dann stellt man fest, dass bestimmte Motive und Zusammenhänge immer wieder auftauchen. Ein Thema das sehr oft auftaucht sind die Feinde. Ich hab bei anderen Psalmen schon einiges dazu geschrieben. Ich möchte heute diesen Psalm einmal auf einer anderen Ebene lesen. David spricht hier ganz wörtlich von menschlichen Feinden. Wenn ich bei mir selbst an Feinde denke, dann sind das eher schlechte Gedanken und Angewohnheiten, die mich fertig machen wollen und die mich von Gott weg ziehen möchten.

Errette mich, mein Gott, vor der Dunkelheit in mir
und schütze mich vor unnützen Seelenqualen.
Errette mich von schlechten Angewohnheiten
und hilf mir vor zerstörerischen Gedanken.
Denn siehe, Herr, sie lauern mir auf;
Sie sammeln sich in meinem Kopf,
obwohl ich das eigentlich gar nicht will.
Erwache, komm herbei und sieh darein!
Du, Herr, Gott Zebaoth, mein Gott,
wache auf und vernichte das Böse in mir.
Ich aber will von deiner Macht singen
und des Morgens rühmen deine Güte;
denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.
Meine Stärke, dir will ich lobsingen;
denn Gott ist mein Schutz, mein gnädiger Gott.“
Bibeltext

Psalm 59 – Errette mich, mein Gott
5 (100%) 1 vote

2 Gedanken zu „Psalm 59 – Errette mich, mein Gott“

  1. „Gute“ Sicht auf das Ganze… Soll heißen, dass es intressant ist den Psalm (oder vielleicht auch die Psalmen im Allgemeinen) mal mit dieser Sicht zu lesen, da gerade für uns, die wir keine körperliche Verfolgung aufgrund des Glaubens kennen, die Psalmen manchmal schwer nachzuvollziehen sind. Bzw. können wir mit manchem Psalm wenig anfangen, weil wir nicht um unser Leben fürchten müssen, wie Christen in manch andern Ländern oder die Gläubigen damals. Doch das heißt nicht, dass wir ohne „Feinde“ leben, nur haben diese eben oft eine andere Gestalt. Deine Sicht auf den Psalm hilft ihn greifbarer zu machen für uns „westliche Christen“…

    1. Stimmt, Christen die verfolgt und unterdrückt werden (und das gibt es heute leider mehr denn je) lesen die Psalmen sicher ganz anders… sehr viel handfester…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.