Psalm 55 – Böser Freund

Das ist bitter! Schlimm genug, wenn man Feinde hat, die einen fertig machen wollen. Noch schlimmer, wenn einem der Freund und Vertraute in den Rücken fällt. Darum geht es in diesem Psalm: Vom Freund verraten und verlassen. Der Beter ist verzweifelt und in Todesangst. Es geht nicht „nur“ um die tiefe seelische Kränkung und Wunde, sondern es geht um Leben und Tod (in V.5 spricht der Beter von Todesfurcht).

Was tun? Fliehen? Das überlegt sich der Beter in V.7-9. Sich von allen Menschen zurückziehen, irgendwo in der Einöde und Wüste leben, wo kein Mensch mich finden kann und keiner mich (innerlich und äußerlich) verletzen kann? Alle Bindungen abschneiden und nur noch mir selbst vertrauen? Hart werden und nie mehr jemand mein Herz öffnen?

Schaut euch um! Viele tun das! Sie vertrauen niemanden mehr wirklich – nur noch sich selbst. Sie fliehen in sich selbst. Sie sind hart geworden, weil sie Angst vor Wunden haben. Sie können keinem mehr wirklich vertrauen. Was ist die Alternative? „Ich aber will zu Gott rufen und der Herr wird mir Helfen. Abends und morgens und mittags will ich klagen und heulen; so wird er meine Stimme hören. Er erlöst mich von denen , die an mich wollen, und schafft mir Ruhe.“ (V.17-19)
Bibeltext

Psalm 55 – Böser Freund
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