Psalm 42 – Gottes Angesicht schauen

von windhauch

Was für eine Sehnsucht nach Gott! Wie ein Verdurstender nach Wasser lechzt und schreit, so sehnt sich der Beter nach Gott. Er sehnt sich danach, Gottes Angesicht zu schauen. Im Hintergrund steht bei ihm eine nicht näher beschriebene Not und der Spott seiner Feinde: “Wo ist nun dein Gott?” (V.4.11)

Ich befinde mich nicht in einer Notsituation, mir geht es eigentlich ganz gut. Ich wüsste nicht, dass jemand mich verspottet. Und ich glaube nicht, dass ich eine ähnlich tiefe und existentielle Sehnsucht nach Gottes Angesicht habe. Aber mir ist dieser Gedanke, “Gottes Angesicht schauen” in letzter Zeit immer wieder begegnet. Ich sehne mich danach, Gott näher zu kommen, mehr von seinem Angesicht zu sehen.

Auf dem Blog Tiefebene bin ich auf ein Buch zum kontemplativen Gebet von Franz Jalics gestoßen (Kontemplative Exerzitien: Eine Einführung in die kontemplative Lebenshaltung und in das Jesusgebet
). Gleich bestellt und angefangen zu lesen. Jalics beschreibt als Hauptanliegen des kontemplativen Gebets, dass es dabei nicht darum geht, über Gott nachzudenken, oder mit ihm zu reden, sondern ihn zu schauen. Kontemplation heißt, Gott schauen. Klingt toll, weiß aber nicht, ob ich die Geduld und Ausdauer habe, diese Übungen von Jalics wirklich durch zu ziehen.
Bibeltext

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