Psalm 42 – Gottes Angesicht schauen

Was für eine Sehnsucht nach Gott! Wie ein Verdurstender nach Wasser lechzt und schreit, so sehnt sich der Beter nach Gott. Er sehnt sich danach, Gottes Angesicht zu schauen. Im Hintergrund steht bei ihm eine nicht näher beschriebene Not und der Spott seiner Feinde: „Wo ist nun dein Gott?“ (V.4.11)

Ich befinde mich nicht in einer Notsituation, mir geht es eigentlich ganz gut. Ich wüsste nicht, dass jemand mich verspottet. Und ich glaube nicht, dass ich eine ähnlich tiefe und existentielle Sehnsucht nach Gottes Angesicht habe. Aber mir ist dieser Gedanke, „Gottes Angesicht schauen“ in letzter Zeit immer wieder begegnet. Ich sehne mich danach, Gott näher zu kommen, mehr von seinem Angesicht zu sehen.

Auf dem Blog Tiefebene bin ich auf ein Buch zum kontemplativen Gebet von Franz Jalics gestoßen (Kontemplative Exerzitien: Eine Einführung in die kontemplative Lebenshaltung und in das Jesusgebet
). Gleich bestellt und angefangen zu lesen. Jalics beschreibt als Hauptanliegen des kontemplativen Gebets, dass es dabei nicht darum geht, über Gott nachzudenken, oder mit ihm zu reden, sondern ihn zu schauen. Kontemplation heißt, Gott schauen. Klingt toll, weiß aber nicht, ob ich die Geduld und Ausdauer habe, diese Übungen von Jalics wirklich durch zu ziehen.
Bibeltext

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28 Gedanken zu „Psalm 42 – Gottes Angesicht schauen“

  1. Hallo, schön, dass der Jalics auch bei dir einen Nerv trifft. Wünsche dir gutes Gelingen dabei. Bin selbst auch immer noch am Probieren (wann ist man damit jemals am Ende …)

  2. Wirklich ärgerlich, dass du diesen esoterisch, jesuitisch-katholischen Schnickschnack hier einfach so hereinstellst.

    Wie wäre es denn mal mit der Unterscheidung der Geister?

    15Min Recherche im Web sind dafür ausreichend:

    aus einer Amazon-Rezension (Hervorhebungen von mir):

    ##Dieses Buch hat mein Leben verändert: seit ich jeden Tag wie vom Autor empfohlen meditiere, bin ich viel ruhiger und klarer geworden. Ganz ohne mein Zutun hat sich eine Leichtigkeit eingestellt, und ich spüre wie Gott (oder: der grosse Geist) mein Leben führt.
    Aus den vielen abgedruckten Gesprächen mit Meditations-Schülern kann man viel für die eigene Praxis lernen.##

    Aha. Der große Geist. Wer nur ein bisschen Erfahrung mit bzw. Information über diese Dinge hat, weiß um welchen Geist es hier geht. Das sind okkulte Bereiche.

    Weiter wikipedia zum Jesusgebet:

    ##Das Jesusgebet, auch Herzensgebet genannt, ist ein besonders in der Orthodoxen Kirche weit verbreitetes Gebet, bei dem ununterbrochen der Name Jesu Christi angerufen wird. Damit soll der Aufforderung „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17 EU) des Apostels Paulus genüge getan werden. … …Stets wird der Name Jesu angerufen. Mögliche Formulierungen sind:

    Herr Jesus Christus.
    Jesus Christus.
    Jesus.
    Christus Jesus. … …

    Diese kurzen Wiederholungen erinnern an ein Mantra.##

    Wir sollen kein Mantra rezitieren, sondern im Geist und in der Wahrheit anbeten, denn der Vater sucht solche Anbeter.
    Joh. 4,23+24

    Bete lieber die Gebete des Paulus, zB. Phil.1,9-11; Kol. 1,9-12 und besonders Eph. 1,15-23 und Eph.3,14-21!!

    Zuletzt noch ein Zitat von der Kath.Kirche Kaernten, „Referat für Spiritualität“ (kein Link dafür von mir!):

    ##Mit dem IHS verbunden sind das Kreuz und der Mond mit den Sternen. Sie können das „Gott Suchen und Finden in allen Dingen andeuten…“##

    Esoterischer, Neue Weltordnung, New Age, UNO-Ökumene-Einheitsweltrelegion-Irrweg.

    Willkommen in der Welt des Antichristen.

    Und noch zu deinem

    ##Aber mir ist dieser Gedanke, “Gottes Angesicht schauen” in letzter Zeit immer wieder begegnet. Ich sehne mich danach, Gott näher zu kommen, mehr von seinem Angesicht zu sehen.##

    Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. 2Kor.5,7 Denn unsere Drangsal, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbar sehen, sondern auf das Unsichtbare, denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. 2Kor.4,17-18

    Und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr.2Kor.5,16

    Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Heb.11,1

    Segensgrüße
    tape

  3. @tape:
    Da ich diese Empfehlung auf dem Gewissen habe, fühle ich mich auch angesprochen und berechtigt zu antworten.
    Unterscheidung der Geister – in der Tat. Aber das ist keine Sache von aneinandergereihten Bibelzitaten. Sondern es geht um Urteilsvermögen. Das ist nicht jedermanns Gabe (1. Kor. 12,10).
    Einige deiner Argumentationen lassen mich daran zweifeln, dass du diese Gabe hast:
    Da hat jemand, der Jalics liest, Gott mit dem Großen Geist gleichgesetzt. Also lassen wir lieber die Finger von Jalics, sagst du. Das ist okkult. Aber ist das logisch? Hat dieser Rezensent denn Recht? Weißt du, ob Jalics sich da nicht vielleicht total missverstanden fühlt? Stell dir vor: Was ist, wenn jemand die Bibel liest, und dann behauptet, dass er auch hier den Großen Geist sprechen hört? Du wirst wissen, dass es genug Esoteriker gibt, die auf ihre Weise die Bibel interpretieren. Lassen wir dann lieber die Finger von der Bibel??
    Oder: Etwas „erinnert an ein Mantra“. Aber ist es deshalb schon eins? Manches in der Bibel erinnert an heidnische Religionen (wirklich). Nach deiner Logik dürften wir dann auch die Bibel nicht mehr lesen.
    Schließlich: der Wunsch, Gottes Angesicht zu schauen, steht so in Ps. 42,3. Was du von Jochen zitiert hast, ist eigentlich nur eine aktualisierte Wiedergabe dieser Stelle. Und in 2Kor. 3,18 spricht Paulus davon, dass unter den Christen diese Sehnsucht erfüllt ist. Also, so einfach ist das nicht.
    Es ist jetzt sicher eine gute Frage, wie das mit 2. Kor. 5,7 zusammenpasst. Da muss man nach dem Sinnzusammenhang schauen. Aber mit Bibelworte-Zitieren ist es da nicht getan und mit Assoziationen auch nicht.
    Sicher kann man darüber reden, ob Jalics die Dinge richtig sieht. Das ist nötig. Man kann da wirklich unterschiedlicher Meinung sein.
    Aber wenn jemand das so oberflächlich und denkfehlerhaft macht wie du, dann zeigt das, dass er nicht wirklich geprüft und geurteilt hat, sondern reflexhaft einfach nur etwas Unbekanntes ablehnt.
    Ich bitte dich, wirklich im Gebet zu prüfen, ob du tatsächlich die Gabe der Unterscheidung der Geister (schon) hast. Vielleicht muss sie ja auch erst noch wachsen. In Römer 12,3 warnt uns Paulus sehr eindringlich, uns in Bezug auf unsere Gaben (Thema ab v.6) zu überschätzen. Wenn jemand, der da noch nicht so weit ist, trotzdem mit markigen Worten etwas ins Internet schreibt, können dadurch viele Verletzungen und Ärgernisse entstehen. Bitte halte dich doch in Zukunft mehr zurück und bete intensiv, bevor du über andere so böse Worte schreibst. Auch wenn jemand katholisch ist, hat er ein Recht darauf, dass man ihn fair behandelt und nicht nach 15 Min. oberflächlicher Webrecherche mit seinem Urteil fertig ist.
    Das Gebet des Paulus in Phil.1,9-11, das du empfiehlst, ist ein Gebet aus dem Gefängnis. Ich vermute, du hast selbst noch keine Gefängniserfahrung um des Glaubens willen gemacht. Jörg und ich wahrscheinlich auch nicht. Aber Jalics hat solche Erfahrungen gemacht. Das heißt nicht, dass er immer Recht haben muss. Aber einen Anspruch auf einen gewissen Respekt hat er schon, finde ich.
    Bitte bete doch einmal intensiv über diese Fragen, damit du nicht wieder solche 15 Minuten-Schnellschüsse loslässt.

  4. @tape
    Lieber tape!
    Ich kann mich den Argumenten von Walter nur anschließen. Das brauch ich jetzt nicht noch mal alles wiederholen.
    Ich find’s schade und traurig, dass wir Christen oft so schnell dabei sind, die Meinung anderer Mitchristen als okkult und gefährlich zu verurteilen (und das nach gerade mal 15 min. Webrecherche!?!).
    Zum Thema „Gott schauen“: Walter hat schon darauf hingewiesen, dass zumindest der Beter von Psalm 42 diese Sehnsucht hatte. Auch 2. Kor. 3,18 wurde erwähnt. Natürlich werden wir erst in der Ewigkeit Gott wirklich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Aber das NT ist ja gerade das Zeugnis dafür, dass in Jesus Christus dieses ewige Reich Gottes schon angebrochen ist. Das ist eine grundlegende Spannung im NT: Die Spannung von gegenwärtigem und zukünftigen Reich Gottes. In Christus bricht die Ewigkeit Gottes ganz handgreiflich in unsere Welt herein.
    Und die Bibelstellen, die du angeführt hast, sind ja geradezu eine Aufforderung, eben nicht auf das irdisch Sichtbare zu sehen, sondern auf das Ewige, Unvergängliche und Unsichtbare zu schauen.
    Segen Dir!

    @ Walter
    Danke für die gut zusammengefassten Argumente.

  5. „Schön“, dass ihr euch einig seid. Mal sehen, ob auch zu recht.

    Da ihr euch ja so an den 15 min ereifert und meiner „Frechheit“ in kurzer Zeit eine geistige Beurteilung (Der geistliche Mensch dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt.1K2,15) abzugeben, mal ein Test:

    (ich kannte die Seite nicht, war der erste Treffer bei google unter „licht christus“)

    Also: wie viele Sekunden dauert es, um festzustellen, dass es auf folgender Seite
    gott-heilt.de/Heilenergie Christuslicht.htm nicht um den Christus der Bibel, sondern um esoterisch-okkulte Inahlte handelt? 2, 5, 15? Egal, maximal aber 2 Minuten!

    Warnlampe 1 bei „Heilen“,
    Beurteilung abgeschlossen bei: „Dem Licht Christus in uns“;
    Urteil bekräftigt bei: “ ist die wundervollste und höchste Schwingung unseres Schöpfers unserer Schöpferin…“
    und bestätigte, gesicherte Erkenntnis bei: „Dies geschieht in einer ständigen Schwingungserhöhung, die der Erde und uns Menschen zur heutigen Zeit zu Teil wird.“, Da wir wissen (wisst ihr das auch?), dass Gott diese Welt gerade zur Gerichtsreife zurecht-schießt und die „Schwingungserhöhung“ 😉 (zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes/Röm.8,21-22) erst nach dem Zorne Gottes folgt.

    Dabei ganz wichtig: ich sage damit nichts zu der dahinterstehenden Person, die die obige webside gemacht hat. Ich prüfe lediglich nach biblischer Grundlage den Geist, der dahinter steht. Ganz klare Trennung zwischen Sach- und Personenebene. (Ende Teil I, II folgt)

  6. Jetzt wirfst du mir vor, Walter, mit der Bibel zu arbeiten und zu antworten (##Unterscheidung der Geister – in der Tat. Aber das ist keine Sache von aneinandergereihten Bibelzitaten. Sondern es geht um Urteilsvermögen.##)

    Das war keine Aneinanderreihung, sondern eine sorgfältige Auswahl und ja, das denke ich mir, dass dich das stört, der du es fertigbringst, einen langen Blogbeitrag mit dem Titel „Kontemplative Übungen – Versuch einer theologischen Einordnung (1)“ ohne eine einzige Bibelstelle zu schreiben. Auch bei der Buchvorstellung an sich, die ich übrigens erst nach meinem gestrigen Kommentar gesehen und gelesen haben, erfolgt keinerlei geistige Prüfung. Du schreibst auf (Hervorheb. und Anm. von mir):
    http://tiefebene.wordpress.com/2009/01/13/gott-schauen-kontemplative-ubungen-nach-franz-jalics/

    ##Ich gebe hier einige Grundlinien wieder…:

    * Grundgedanke ist, die Aufmerksamkeit zu stärken. Dahinter steht die Überlegung, dass sich im Prozess der Zivilisation … … reduziert den Anteil der von außen kommenden Impulse im Gefolge der Moderne immer mehr. Dieser Entwicklung wirken die Übungen entgegen, indem sie den Schwerpunkt auf die Wahrnehmung legen, das Denken aber nicht bekämpfen (das würde ja wieder Denken bedeuten), sondern sozusagen ignorieren.

    Anm: Das Wort Gottes fordert uns immer und immer wieder auf, den Verstand nicht auszuschalten, sondern mitzudenken, Lk10,27 Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken… . 1Kor 14,15 Was ist nun? Ich will beten mit dem Geist, aber ich will auch beten mit dem Verstand; ich will lobsingen mit dem Geist, aber ich will auch lobsingen mit dem Verstand.
    1Kor 14,19 Aber in der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit meinem Verstand reden, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache.

    Weiter: ##* Weil es sich hierbei um Verarbeitungsgewohnheiten handelt, die uns als die einzig möglichen erscheinen, braucht es Übungen und eine längere Zeitspanne, um diese Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen und andere Zugänge zur Wirklichkeit zu stärken.##

    Anm: Aha, selbstkonstruierte, andere Zugänge zur Wirklichkeit. Und da blinken nicht alle Warnlampen auf bei euch?

    ##Die Erwartung dabei ist, dass diese Stärkung der Wahrnehmung auch ein größeres Fenster öffnet für die Wahrnehmung Gottes.

    Anm: andere Zugänge zur Wirklichkeit (welcher?), ein größeres Wahrnehmungsfenster öffnen. Halloooo! Hier sind wir, schon von der Wortwahl her, mitten in der esoterischen Szene.

    ##Es geht aber nicht um die Produktion von Vorstellungen und Gedanken, die religiöse Gefühle auslösen (diesen Eindruck habe ich oft im charismatischen Bereich gehabt), sondern gerade um eine Befreiung vom sofortigen Etikettieren und Vernutzen des Wahrnehmungs-Rohstoffs. Ist das ein Festhalten an dem Vorbild gesunder Worte, wie wir sie von Paulus gehört haben? 2.Tim.1,13 Bestimmt nicht.

    ##Die Exerzitien beginnen mit Übungen zur Wahrnehmung der äußeren Natur, wo diese Grundhaltung am leichtesten eingeübt werden kann. Sie setzen sich fort mit Wahrnehmungsübungen am Atem und im Körper, bis sie sich in der zweiten Hälfte des Kurses endgültig auf die Wahrnehmung der Handflächen fokussieren.##

    Anm: Das könnte original, Wort für Wort aus esoterischer Quelle stammen. Meditationstechniken, TM o.ä.

    ##Im Verlauf dieses Weges kommt es immer wieder zur Wahrnehmung eigener psychischer Engpässe und Verwundungen. Sie werden jedoch nicht analysiert oder aufgearbeitet, sondern nur kurz wahrgenommen und dann mit dem heilenden Zentrum der Person in Verbindung gebracht.

    Anm: heilendes Zentrum der Person, also das Selbst, das Ich, das Ego steht wie immer in der Esoterik im Mittelpunkt. Genau davon hat uns Christus zur Freiheit befreit.

    ##Es ist Jalics’ Überzeugung, dass im Zentrum der Person eine Begegnung mit Gott möglich ist. Dies gelingt aber nur, wenn der Panzer geöffnet wird, den wir uns im Laufe unseres Lebens zugelegt haben, und der uns vor Schmerzen und Ängsten schützen soll. Weil dort im Zentrum der Person auch diese Schmerzen warten, suchen wir das Zentrum nicht auf und gelangen so auch nicht zur Begegnung mit Gott. Werden die Schmerzen jedoch wahrgenommen, dann können sie durch die Begegnung mit dem Personzentrum nach und nach geheilt werden.##

    Anm: Offensichtlicher kann es doch gar nicht mehr sein, dass nichts, wirklich rein gar nicht davon biblisch ist.

    ##Die Exerzitien helfen, sich langsam diesem inneren Raum anzunähern. Jalics nennt ihn auch “die Gegenwart”. Nur die Gegenwart können wir unmittelbar erleben, Zukunft und Vergangenheit dagegen lediglich als Konstrukte unseres Hirns.(Anm: Und die Gegenwart können wir auch ohne unser Gehirn wahrnehmen, oder wie?) Nur in der Gegenwart können wir auch Gott als echtem lebendigen Gegenüber begegnen.##

    Wer sich vollends davon überzeugen will, worum es sich hier handelt, lese Walters eigene Aufzeichnungen Teil 1 -9 seiner Erfahrungen auf seinem Blog. Es ist gut zu lesen, Walter hat einen guten, angenehemen Schreibstil. Wem das zu viel ist, hier eine Zitatauswahl, die aber nicht sinnentstellend ist. Aber sie verdeutlicht den zweifellos esoterisch-okkulten Charakter dieser Übungen.

    ##Ich versuche, die Dinge nicht zu Ende denken zu wollen, sondern sie mit der heilenden Präsenz in Verbindung zu bringen.

    Heute auf der Rückfahrt zwischen Peine und Klein Ilsede angehalten und in die Natur gegangen. Aber die Gegend dort trägt so deutliche Spuren menschlichen Wirkens, so hässlich. Es ist deprimierend. Ich will zurück zu meinen Bäumen in den Wiesen.

    … …steht das Achten auf den eigenen Atem an. Im Sitzen verfolgt man den Weg der Luft durch die Luftwege bis in die Lunge.

    Ich bekam Angst, es nicht zu schaffen und steckenzubleiben. Zum Glück erinnerte ich mich an den Rat, solche Empfindungen einfach gelassen wahrzunehmen. Trotzdem war ich heute wie blockiert.

    Heute geht es ganz leicht. … … In der Nacht habe ich mich zwei Mal an Träume erinnert, recht klar sogar. Das ist ungewöhnlich, weil ich normalerweise gar keine Erinnerungen an meine Träume habe.

    …und ich ertappe mich dauernd dabei, dass ich mich von ihnen forttragen lasse. Dann kehre ich in die Atemwege zurück, um mich bald darauf wieder irgendwo anders zu finden. Aber das ist wohl ziemlich normal.
    Einer der Gedanken war immerhin, wie ich in unserer Gemeinschaft einen Kurs zu diesen Exerzitien anbieten könnte.

    17. Februar
    Bin krank, heftige Erkältung. Die Übungen reizen den Hals. Abgebrochen. Stattdessen raus in die Natur gegangen. Das war aber zu anstrengend.

    19. Februar
    Immer noch erschöpft von der Grippe. Ich rutsche bei den Übungen weg und bin neben mir. Immerhin verstehe ich irgendwie, dass mein Körper nicht gegen mich ist, auch wenn mir seine Reaktionen nicht gefallen.

    24.Februar Bin immer noch nicht wieder gesund. Bei den Übungen merke ich, wie erschöpft ich innerlich bin. … … Aber eigentlich ist es ja gut, wenn mir die Übungen helfen, den Stand meines Energie-Akkus nicht zu übersehen. 26. Februar Heute fühle ich mich langsam besser.

    6.März In der “dritten Zeit” der Übungen (für mich ungefähr der dritte Monat) fokussiert sich die Aufmerksamkeit noch einmal auf einen kleineren Bereich: die Mitte der Handflächen. 10.März Langsam kann ich spüren, was zwischen den Handflächen geschieht. Da passiert eigentlich sogar ziemlich viel. 16März Ein paar Urlaubstage beginnen, und ich will die Zeit nutzen, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Bei den Übungen schweifen meine Gedanken immer wieder ab.

    (Anm: unbedingt mal mit der Bibelarbeit vom 15.03. vergleichen, diese hat belebt, da weht ein ganz anderer Charakter durch die Erzählung. Die Übungen, wie alle esoterisch-okkulten Dinge ermüden und belasten: eindeutiger geht es nicht!!)

    Ich wollte eigentlich nach 20 Minuten aufhören, aber diesmal erlebte ich etwas, was ich bisher nur aus den aufgezeichneten Gesprächen im Buch von Jalics kannte: die Hände hielten mich fest. (Anm: an alle Unerfahrenen: das ist alles kein Kinderspiel, okkulte Dinge wirken, nehmen gefangen und es entstehen Bindungen)

    Abends zum ersten Mal in der Gruppe von den Übungen und meinen Erfahrungen damit erzählt. Es scheint lebhaftes Interesse daran zu geben. (Anm: das ist klar)

    4. April
    Heute erlebe ich einen warmen, lebendigen Zustand in den Händen. Es erinnert mich an Erfahrungen, die ich aus anderen Zusammenhängen kenne. 6. April Heute bin ich dauernd abgelenkt. Überall in meinem Körper klemmt es, drückt es, juckt es. Hartnäckige, störende Gedanken.

    Sogar Schmerzen im Bauch. Bis zum Ende habe ich es nicht geschafft, richtig in die Hände zu kommen. Am Abend war das erste Treffen mit der Gruppe derer, die auch die Übungen machen möchten. Ich erkläre ihnen den Grundansatz und schicke sie für die nächste Woche in die Natur.

    28. April Ich experimentiere mit meiner Sitzhaltung. Irgendwie stimmt da was noch nicht. 29. April In der Gruppe gibt es erstaunliche Rückmeldungen: jemand ist trotz Heuschnupfen und Pollenflug in die Natur gegangen. Hat mit einer Birke Frieden geschlossen und hat jetzt viel weniger Probleme mit Heuschnupfen. Es steht wirklich nicht alles im Buch.

    Der nächste Schritt bei den Übungen besteht darin, dem Atem ein Wort mitzugeben, während man in die Hände horcht. Das war für mich nicht einfach, weil ich zuerst nicht damit zurecht kam, wie ich meine Aufmerksamkeit auf den Atem, das Wort (zu Anfang einfach ein “Ja”) und die Hände aufteilen sollte. Erst nach einiger Zeit ging es besser.

    8. Juni
    Allmählich habe ich eine Ahnung, wie das mit dem “Ja” gehen könnte: auf die Hände achten und schauen, wie das Ja dort ankommt. Es breitet sich aus wie leichte Vibrationen und läuft durch die Arme in die Hände. Laut Jalics soll es helfen, die Energieströme im Körper wahrzunehmen. Es geht also um ein noch sensibleres Lauschen auf das, was da ist.
    Übrigens spüre ich jetzt öfter mal Schmerzen im Körper: in den Armen, im Bauch, am Herzen. Sie gehen wieder, wenn ich mich auf die Hände konzentriere.

    25.Juni … … …Und immer noch habe ich das Gefühl, dass ich ganz am Anfang eines Weges stehe, von dem ich kaum ahne, wo er noch hinführen wird. (Ende Teil II, ob ich noch Kraft habe zu einem weiteren Teil, weiß ich nicht)

    Grüße
    tape

    1. @ tape:
      tut mir leid, das ändert nicht meine Einschätzung deiner Kritik als assoziative Etikettenkritik, die sich nicht die Mühe macht, eine unvertraute Sache erstmal zu verstehen.

  7. ähem – räusper hust…

    also liebe Leute,
    icke bin mit soetwas nicht ganz unvertraut, denn ich habe jahrelang sehr intensiv Yoga praktiziert, bevor mich Jesus davon für immer befreit hat – und das hier hört sich alles seeeehr ähnlich an…

    hatte damals wirklich viele kraftvolle Erfahrungen, die ich dann aber getrost in die Tonne drücken konnte – das Leben im Geist ist wahrlich wahrlich etwas anderes!

    Lieber Walter – kannst du dir allen Ernstes vorstellen, Jesus selber oder die Apostel oder welche ntliche Person auch immer, würden nur annähernd soetwas lehren oder praktizieren oder empfehlen??
    (..demnächst werden sich die Leute in deiner Gruppe wohl noch bei ihrem Schnitzel entschuldigen, bevor sie es essen 😉 …)

    Du scheinst da recht intensiv eingestiegen zu sein und bevor das noch „Schule macht“, hier mein brüderlicher Rat:
    Lass sofort ab von diesem Weichkäse!!

    „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel…“
    …besser ist das!

    Segen

  8. Ich hab von Jalics das kleine, einführende Buch „Der kontemplative Weg“ gelesen. Ich bin da nicht mit allem einig und ich finde auch seine Auslegungen von manchen Bibelstellen (ja, er beschäftigt sich tatsächlich auch mit der Bibel! 😉 ) nicht so sehr überzeugend. Aber ich kann seine Gedanken beim besten Willen nicht als esoterisch-okkulten Schnickschnack bezeichnen. Diese Sicht ist mir zu platt, zu undifferenziert und auch zu lieblos gegenüber jemand, dem man das ehrliche Verlangen abspürt, Gott näher zu kommen. Man kann sicher manches bei ihm angreifen und kritisieren, aber so pauschal alles in die Tonne treten – nee!
    tape, du hast ja diesen zentralen Bibelvers zitiert: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken.“ Genau darum geht’s – um die ganze Bandbreite: Herz, Seele, Kraft und Denken. Ich merke bei mir, dass mein Glaube oft sehr verkopft ist und dass ich mir schwer tue mit dem Herzen und mit der Seele. Es gibt im Glauben eben nicht nur die Ebene der Logik und des logischen Argumentierens. Es gibt noch andere Ebenen, auf denen ich Gott nahe kommen kann.

  9. Eph. 4:

    11 Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer,

    12 zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, (Anm: der die herausgerufene Gemeinde ist = wir; Kol.1,24)

    13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christi.

    14 Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum.

    15 Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus.

    16 Aus ihm wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung dienende Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils; und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.

    Letztens in einer Buchbeschreibung gefunden: Watchman Nee, „Nicht von dieser Welt“ (das Buch selbst kenne ich nicht), ich finde ich es passend:

    »Welt bleibt Welt«, sagt Watchman Nee: ein total geordnetes und total korruptes System, in das Sie mit allen ihren Lebensbezügen verwickelt sind. Unsere ganze Zivilisation gehört zu diesem von Gottes Widersacher aufgebauten und beherrschten System. Flucht, Askese, Abstinenz sind kein Ausweg, denn sie gehören zum System. Unser Engagement ist keine Lösung, es gehört ebenfalls zum System, weshalb Watchman Nee es ablehnt, am Aufbau dieser »Welt« mitzuwirken. Stattdessen verkündigt er ihr das Gericht und denen, die es hören wollen, als Evangelium den unbequemen Weg Jesu: Sterben und Auferstehen, Tod und Wiedergeburt, Rettung in der Arche über dem tötenden Wasser in der Taufe.

    zu „Übungen“ und Askese Kol.2,22b-23:

    Es sind Gebote und Lehren von Menschen, die zwar einen Schein von Weisheit haben durch selbst erwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, dass sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch.

    Kurz quergelesen gefiel mir auch sein als PDF vorliegendes „Forschet in der Schrift“
    http://www.clv-server.de/pdf/255204.pdf

    Evtl. folgen wir als „meditative Übung“ mal seiner Empfehlung des Auswendiglernens. Es sind gerade Ferien, vll. nimmt man sich mal vor zwei der „Vollkommenheitsbriefe“ des Paulus Kol. und Eph. auswendig zu lernen. Ziehen mal andere Zeiten in Europa herauf, werden wir da sehr von profitieren können. W. Nee soll mehrmals im Monat das NT ganz durchgelesen haben.

    Zum Abschluß noch ein persönliches Zeugnis, das ich gerade gelesen habe, nicht 100%ig auf unsere Diskussion passend, aber es hat mich einiges erinnert. Solche Themen sind ja auch einander übergreifend mit Schwerpunkten wie Ökumene, Endzeit, Schriftteilung etc. .
    Ab Seite 200 geht es los, 10 Seiten, sehr interessant:

    http://www.come2god.de/wp-content/uploads/der_schluessel.pdf

    Ab übermorgen bin ich erst einmal im Urlaub.

    Ganz herzliche Segensgrüße mit Eph.1,3+13 an alle Mitlesenden.

    tape

    PS: noch ein letzter Lesetip über die Gefahren der Verstrickung mit den hier behandelten Dingen: achtung-lichtarbeit.de

  10. PPS: Bevor ihr auf den letzten Link geht, „zieht bitte eure Rüstung an“ gem. Röm.13,12/ 2.Kor.6,7/ Eph.6,11-17 und 1.Thes.5,8.

    Die vielen, vielen Warnungen und des Paulus dreijährige Nacht und Tag, unter Tränen andauernde Ermahnungen, wachsam zu sein (Apg.20,31) stehen sicher nicht ohne Grund im Wort Gottes.

  11. Lieber Jochen,
    ich habe mich nicht mit Herrn Jalics beschäftigt, habe folglich nichts zu seinen Gedanken zu sagen und möchte auch niemandem das ehrliche Verlangen absprechen, Gott nahe zu sein!

    Tatsächlich habe ich genau deshalb Yoga praktiziert, was durchaus sensationelle Effekte zeitigte. Wenn ich heute sagen kann, dass diese Erfahrungen im Vergleich Müll sind, dann verurteile ich ja nicht mal mein damaliges Bemühen, sondern stelle nur hervor, um wievieeeel höher und besser der Weg Jesu ist!

    Ja, du sagst es – wir Westler leiden unter Verkopftheit, das macht uns so anfällig für Erfahrungen der „anderen Art“ – deswegen ist meine Generation nach Indien gepilgert und haben verschiedenen Sekten großen Zulauf und das haben die Kirchen aufgegriffen: Da werden Gebete getanzt, Anleihen bei indianische Riten gemacht, oder gar muslimische Imame sprechen auf arabisch ihre Gebetsformeln, es wird munter drauflos meditiert uva., viele sehen sowas als Bereicherung – ich halte diesen Trend für sehr gefährlich. Nicht weil die indianischen Riten oder whatever schon an sich falsch oder gefährlich sind, sondern weil es nicht in den Gottesdienst der Christen gehört und das Volk Gottes sich nicht mit den Bräuchen der Nachbarvölker vermischen darf!

    Wenn wir Gottes Gegenwart erleben, und mehr von Ihm sehen wollen, dann sollten wir einfach wieder mit der Wirksamkeit Seines Geistes in unserem Leben und unseren Versammlungen rechnen. Wir müssen alles entfernen, was da nicht hingehört und Gott um seine wunderbaren Gaben BITTEN, die Er uns gerne geben wird!

    Allein das Sprachengebet scheint mir ein vortreffliches Heilmittel gegen Verkopfung zu sein 😉 und wenn dem Geist Gottes auch sonst Respekt gezollt und Raum gegeben wird, dann werden alle muslimischen Imame und möchtegern Indianer ohnehin sofort einpacken, weil sie überführt werden, was die wirkliche Kraft Gottes ist…

    ok, was ich eigentl. sagen möchte ist: Nur durch den Geist Gottes können wir das Wesen und das Angesicht Gottes schauen! Das ist der EINZIGE Weg:

    „Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes….so hat auch NIEMAND erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.“ (1.Kor.2,10+11)

    Ja, Logik und Argument bringen uns da nicht weiter, religiöse Riten auch nicht, auch helfen keine sanfte Musik, keine Räucherstäbchen und kein stundenlanges auf die Hände konzentrieren oder sonstige Übungen, sondern nur unsere Gewissheit im Glauben – also unsere Herzenshaltung (1.Tess.1,5 / Heb.10,22 uva).

    LG + Segen

    1. Hi Bento!
      Das sehe ich durchaus ähnlich kritisch wie du. Wenn ich irgendwo die aufgehende Sonne mit einem Gebetsgebärdentanz begrüßen sollte, oder ähnliches dann würde sich mir wahrscheinlich vorher der Magen rumdrehen… 😉
      Dass wir durch irgendwelche Übungen Gottes Wesen näher kommen und durch genügend Kontemplation Gottes Angesicht schauen können, behauptet Jalics auch gar nicht. Im Gegenteil: Er sagt, dass diese „Schau Gottes“ reine Gnade ist. Wir können sie nicht machen, sie wird uns geschenkt. Aber ich will hier nicht schon wieder Jalics verteidigen… Ich möchte meinen eigenen Weg finden.
      Sprachengebet als Heilmittel gegen Verkopfung kann ich gut nachvollziehen. Aber es gibt halt immer noch ein paar Christen, die diese Gabe nicht haben (und das ist auch okay so, ich kann Gott um seine Gaben bitten, aber ich kann ihm nicht vorschreiben, wem er was schenkt und wem nicht).
      Es muss ja auch abseits der charismatischen Tradition und Frömmigkeitsrichtung (von der ich manches gelernt habe und lerne, zu der aber wohl nie einen echten innerlichen Zugang finden werde) Möglichkeiten geben, unseren Glauben ganzheitlicher zu leben. Warum nicht manches von den christlichen Mystikern lernen?
      Bei allem, egal ob es aus der evangelikalen, der charismatischen, der katholischen oder auch der mystischen Ecke kommt ist klar, dass nicht die äußerliche Frömmigkeit das entscheidende ist, sondern unsere Herzenshaltung. Aber ich denke auch die Charismatiker haben ihre Rituale und Gewohnheiten, mit denen sie versuchen ihr Herz für Gott zu öffnen.
      Segen Dir!

      1. ach Jochen,

        mich interessiert herzlich wenig, aus welcher „Ecke“ kirchlicher Traditionen etwas kommt und ich werde mich auch höchstens mal besuchsweise in diesen „Ecken“ aufhalten 😉 …

        Die eigentl. Frage ist doch: Kommt es von oben? Ist es göttlichen Ursprungs und Auftrag für uns? Und dazu haben wir die wunderbare Heilige Schrift, die Worte unseres Herrn und seiner Apostel und was das Allerbeste ist: Wir haben den Heiligen Geist!
        Und wenn ich etwas dort auch nichtmal Ansatzweise finde, was jemand als Weg zu Gott oder in die Gegenwart Gottes empfiehlt, dann kann es kommen woher es will und ich werde gewiss sagen: STOPP – GEFAHR – NO GO!!
        Wenn es sich dann noch genau um Praktiken handelt, die ich aus meinem Leben ohne Jesus kenne, da könnte dann selbst ein Engel vom Himmel kommen…

        …wir sind oft so unklar in der Unterscheidung der Geister, weil wir meinen, es gäbe da irgendwelche „Grauzonen“ in denen wir „ausprobieren“ können, das ist aber völliger Murks – ähh ich wollte sagen unbiblisch.

        Der eigentl. Punkt bleibt aber:
        WAS ist es denn dann, was uns weiterbringt, was unsere Sehnsucht stillt? Was erfüllt unseren Wunsch nach „ganzheitlichem Glauben“?

        Die Gaben des Geistes haben doch nichts mit irgendwelchen kirchl. oder charismatischen Traditionen zu tun, sondern sind gemäss der Schrift Gottes Geschenk und Werkzeug, um alles das zu erfüllen, wonach sich unser Herz sehnt und was wir so dringend brauchen:
        Gottes machtvolle Gegenwart und Wirksamkeit!
        Wenn wir daran Mangel haben, dann könnte es villt. sein, dass wir uns nicht so ganz wirklich danach ausstrecken oder dass wir woanders „wildern gehen“, denn dann können wir diesen Beistand kaum erwarten. Er erfordert ein ungeteiltes Herz – das hat absolut nix mit „Gott etwas vorschreiben“ zu tun, sondern damit, sich im Glauben und mit Gewissheit auf sein Wort zu gründen.

        @ tape – deinen Eifer in dieser wichtigen Sache finde ich lobenswert!

        @ Walter – Ich habe dich weiter oben persönl. angesprochen und würde mich über eine Antwort sehr freuen.

        @ Dunkelangst – wovor hast du Angst? Wir wollen doch nur Licht in´s Dunkel bringen 😉

        Segen@all

        1. ach Bento! 😉

          Genau deswegen bin ich in der Sache ja so penetrant: Weil es mir nicht um eine bestimmte „Ecke kirchlicher Tradition“ geht, sondern um unseren gemeinsamen Herrn. Ich möcht hier niemand zum Methodisten, Mystiker oder sonstigem machen. Gerade deswegen werbe ich so hartnäckig für einen differenzierten und liebevollen Umgang mit anderen Christen. Ich find’s gräßlich, wenn wir Glieder am Leib Christi anfangen, uns gegenseitig zu zerfleischen.
          Wenn wir andere kritisieren, dann sollten wir das respektvoll, demütig und differenziert tun. Den Glaubensweg anderer einfach pauschal als „esoterisch, jesuitisch-katholischen Schnickschnack“ abzutun löst garantiert keine Einsicht oder ernsthaftes Nachdenken aus, sondern es verletzt und provoziert geradezu Streit und Unverständnis.

          Mit dem Thema Sprachengebet und Geistesgaben haben wir jetzt noch mal ein zweites Fass aufgemacht, über das man wahrscheinlich endlos diskutieren könnte. Ist für mich nicht ganz einfach, weil das jetzt hier in der Diskussion sehr persönlich mit meinem Glauben und mit meiner Sehnsucht nach Gottes Gegenwart verknüpft ist.
          Ehrlich gesagt tut es dann schon weh, wenn ich indirekt zu hören bekomme, dass ich mich vielleicht nicht wirklich nach Gottes Gaben ausstrecke, oder woanders „wildern“ gehe und demnach eben kein ungeteiltes Herz für Gott habe…

          mhmm, hätte noch so manches anderes zu schreiben, aber ich lass das jetzt mal besser (manchmal kann das Schweigen auch eine Gabe Gottes sein 😉 ).

          @all: Liebt den Herrn und lasst die Welt an unserer Liebe zueinander erkennen, dass wir zu diesem Herrn gehören! 🙂

          1. ach Jochen… 😉

            musst du denn jetzt von „zerfleischen“ sprechen, wenn ich auf einen allgemeinen Mißstand anhand eines konkreten Fallbeispiels hinweise?

            Ich möchte hier auch gar kein „Fass“ aufmachen, sondern habe nur auf die (m.E. einzige!) Lösung unseres Dilemmas hingewiesen.

            Wenn du die Tatsache des Mangels an ungeteilten Herzen auf dich persönlich beziehst, oder dass sich ein riesiger Teil der Christen heute nichtmehr nach den Geistesgaben sehnt, weil es dem Widersacher gelungen ist, sie in ein diffuses, zweifelhaftes Licht zu rücken, oder dass überall tatsächlich „gewildert“ wird (ich habe z.B. gehört, dass Kirchen Unternehmensberater beauftragen, um „erfolgreich“ zu sein!), dann… ja, was soll ich dann sagen?

            Leute, ihr seid Pastoren (Walter ja auch, wie ich gesehen habe) und habt so eine große Verantwortung für die Herde, da wird doch wohl mal ein mahnendes und auch lösungsorientiertes Wort erlaubt sein, wenn es um einen (wenn nicht sogar DEN) Mißstand in der Nachfolge heute geht… ohne dass persönliche Befindlichkeiten vor die ernsthafte Prüfung „ob es sich so verhält“ gestellt werden.

            Wenn du wirklich meinst, ich wäre hier respektlos, verletzend, hochmütig u.ä. aufgetreten – dann tut mir das sehr Leid und ich bitte um Verzeihung.
            „Den Glaubensweg anderer als …. Schnickschnack abzutun“, diesen Vorwurf muss ich mir wohl allerdings nicht an die Backe hängen.

            ..doch genug – ich halt jetzt meine Klappe, habe ja gesagt, was ich sagen musste..

            nee – eins noch:
            Ich schätze und liebe dich als meinen Bruder!
            🙂

            Segen

          2. Sorry, Bento! Das mit dem „Schnickschnack“ bezog sich nicht auf dich (hab ich vergessen kenntlich zu machen), sondern ist ein Zitat aus dem ersten Kommentar von tape. Hab dich immer als zwar sehr direkt, aber respektvoll und nicht verletzend erlebt.

            Natürlich sind mahnende Worte gut und nötig. Aber ich komme halt in diesem Einzelfall (Jalics) zu einem anderen und differenzierteren Urteil als tape. Wobei mich eure Kritik und Mahnungen durchaus dazu gebracht hat, ihn kritischer zu lesen… Danke dafür! Ich halt mich da an 1. Thes. 5,21: Prüft aber alles, und das Gute behaltet!
            Grüße und Segen!

  12. In den ekklesia-nachrichten habe ich gerade diese Meldung vom 08.07.09 entdeckt:

    http://ekklesia-nachrichten.com/willow-leitungskongress-2010

    Willow-Leitungskongress 2010

    Auszüge:

    ##Anmeldungs-Ansturm auf Willow-Leitungskongress. 4.300 Menschen sind bereits für den Leitungskongress 2010 in Karlsruhe angemeldet

    Vor unseren Augen kommt es zu einer Vermischung vom Christentum mit der New Age Bewegung.

    Die erste Veranstaltung wird im August stattfinden. Es handelt sich dabei um das Willow Creek Leadership Summit. Es ist nichts neues, dass sich Willow Creekb schon seit einiger Zeit als eine der ersten Gemeinden mit mystischer Spiritualität verbunden hat (auch bekannt unter dem Namen kontemplative Spiritualität). Ruth Haley Barton und John Ortberg haben Tausende in Willow Creek in die Lehren kontemplativer Methodenc (spiritual formation) eingeführt.

    Das Thema Jimmy Carters lautet Building Humanity (Humanität schaffen). In einem Interview bringt Jimmy Carter zum Ausdruck, dass jeder Mensch errettet ist, mit oder ohne Glauben an Jesus Christus; es ist das Ziel Carters, eine interspirituelle (interreligiöse) Menschheit zu schaffen. In einem Interview äußerte er sich so:

    „Weltweit gibt es einen großen Hunger unter Christen, sich von trennenden Unterschieden freizumachen. Ich bin der Überzeugung, dass der wichtigste Hinderungsgrund (für Einheit) darin besteht, dass wir uns gegenseitig nicht kennen, dass wir uns gegenseitig nicht verstehen, dass wir die grundlegende Wahrheit nicht erkannt haben,… dass jede Religion Wahrheit und Gerechtigkeit und Barmherzigkeit und Großzügigkeit und Liebe zum Inhalt hat.“

    Warren ist sowohl ein Förderer der kontemplativen Spiritualität als auch der Emerging Church (und interreligiöser Aktivitäten2), und Blanchard wirbt schon seit zwanzig Jahren für östliche Meditation.3 Auf der Veranstaltung des Leadership Summit im letzten Jahr hatte Willow Creek einen Befürworter östlicher Meditation, Jim Collins, eingeladen (Collins stand vor einigen Jahren Seite an Seite mit Mikhail Gorbatschow, Peter Drucker und Ken Blanchard in einer Konferenz für den Weltfrieden). Collins schrieb das Vorwort zu dem Buch von Michael Ray mit dem Titel My Highest Goal (Mein Höchstes Ziel):

    Hier ein Auszug aus dem Buch:

    „Ich nahm teil an einem intensiven Meditationstag in einem Ashram (geistlicher Versammlungsort der Hindus), um einen Freund zu unterstützen. Als ich mich in meiner Meditation in einer für mich ungewohnten Umgebung befand, spürte und sah ich plötzlich, wie ein Blitz von Licht meiner Wirbelsäule entlang bis zum Kopf emporschoss. Ich musste erkennen, dass etwas Großes in mir ist. ..ich wurde mir meiner Göttlichkeit bewusst.“ (S.28)

    Und genau dieses „Bewusstsein der eigenen Göttlichkeit“ sollte jedem Christen, der über geistliches Unterscheidungsvermögen verfügt, Anlass zur Sorge sein. Diese Lehre ist das Zentrum der kontemplativen Spiritualität und der New Age Religion. Es handelt sich dabei um den Glauben, dass Gott, oder zumindest ein Funke davon, in jedem Menschen vorhanden ist; der Mensch muss sich dessen nur bewusst werden.

    Laurie Beth Jones ist ebenfalls eine Sprecherin auf der Lead Like Jesus Konferenz 2007. Jones, die an der New Age Veranstaltung Business and Consciousness Conference (Konferenz für Management und Bewusstsein) teilgenommen hat, propagiert New Age Ideologien. Hier einige ihrer Aussagen:

    „Meine persönliche Mission und Vision ist es, eine göttliche Verbindung in mir und anderen zu erkennen, zu fördern und zu inspirieren.“ ( so auf ihrer Webseite: URL:https://www.lauriebethjones.com5)

    „Jesus visualisierte ständig den Erfolg seiner Bemühungen… ‚Ich tue immer das, was Gott wohlgefällig ist’ … War dies eine Täuschung? Oder handelt es sich dabei um erleuchtete Kreativität und Selbsterkenntnis? …Jesus war voller Selbst-Erkenntnis und voller Selbst-Liebe. Seine ‚Ich bin’-Aussagen waren das, was er wurde.“ (Anm. von mir/tape: Wenn man das liest, dann versteht man Paulus in Apg.20,31. Wir können ihn da gar nicht ernst genug nehmen.)
    (Laurie Beth Jones, Jesus CEO – Using Ancient Wisdom for Visionary Leadership [Jesus, der Manager -Alte Weisheiten und visionäre Leiterschaft], Little, Brown & Company, S.7,8)

    „Stolz sage ich: ICH BIN. Ich bin Schöpfer meiner Bestimmung. Was ich glaube, das werde ich. Was ich glaube, das kann ich tun.“ (Rückseite: Jesus CEO)

    Heute, zwei Jahre nach unserem Bericht,… … …Blanchard ist Mitglied des Hoffman Institute (eine Denkfabrik für New Age Gedankengut); und dennoch hat McManus keine Bedenken, auf der Konferenz von Blanchard zu sprechen. Leiter von der AOG Southeastern University (pfingstliche Universität) und CCN (Church Communication Network, 1998 gegründetes evangelikales Netzwerk) haben keine Bedenken, McManus weiterhin zu unterstützen.

    McManus gibt selber zu, dass sein geistliches Leben im Kern auf Mystik beruht. In The Barbarian Way bringt er zum Ausdruck, dass Mystizismus der Kerngedanke seines Buches ist.6 Und Jon Gordon, ein Freund von McManus, weiß zu berichten, dass McManus einige positive Anmerkungen zu dem New Age Film The Secret machte; dieser Film basiert auf Channeling von Geistführern. …

    … …stellen einen gewaltigen Schritt in Richtung der Schaffung einer interreligiösen Religiosität (innerhalb des Evangelikalismus) dar, was der Leugnung der Botschaft des Evangeliums Jesu Christi gleichkommt.

    … …mögen vielleicht die Worte des New Agers Wayne Dyer an Bedeutung gewinnen:

    „Wenn sich genug von uns zusammentun und wir die kritische Masse erreichen, dann wird auch der Rest erfasst werden und sich ebenfalls mit uns eins machen“ (Interview, Science of Mind, Magazin 01/1993). Und vielleicht erweisen sich auch die Worte von Alice Bailey (die vielen als die Gründerin der New Age Bewegung gilt) als richtig, wenn sie vom Zeitalter der Erleuchtung sagt (wenn jeder Mensch erkennt, dass er mit Gott und allen Menschen eins ist), dass dieses Zeitalter nicht außerhalb der christlichen Kirche, sondern durch die christliche Kirche entstehen wird.“ (Ray Yungen, A Time of Departing, Lighthouse Trails Publishing, 2006, Kapite16)

    ——————————————–

    Ob die Voraussagen dieser Vertreter der New Age Bewegung richtig sind oder nicht, wird nichts daran ändern, dass die Worte des folgenden Mannes absolut richtig sind; darum lassen Sie uns auf diese Worte hören und andere vor den geistlichen Gefahren in unserer Zeit warnen:

    „Was nun das Kommen unseres Herrn Jesus Christus angeht und unsre Vereinigung mit ihm, so bitten wir euch, liebe Brüder, dass ihr euch in eurem Sinn nicht so schnell wankend machen noch erschrecken lasst – weder durch eine Weissagung noch durch ein Wort oder einen Brief, die von uns sein sollen -, als sei der Tag des Herrn schon da. Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. Erinnert ihr euch nicht daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? Und ihr wisst, was ihn noch aufhält, bis er offenbart wird zu seiner Zeit. Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt. Der Böse aber wird in der Macht des Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, dass sie gerettet würden. Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, so dass sie der Lüge glauben, damit gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit.“2.Thes.2:1-11 Zitatauszüge Ende##
    ——————————————–

    Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten. Apg.20,32

    1. Ach, tape! Du scheinst sehr viel Zeit und Energie zu investieren, um bei anderen Christen Fehler und „okkulte Verstrickungen“ zu finden. Wenn jetzt nicht einmal mehr Willow Creek rechtgläubig genug ist …?! 🙁
      Wenn ich Jesus anschaue, dann seh ich, dass er vor allem diejenigen kritisiert hat, die sich selbst für fromm und rechtgläubig hielten und die auf andere herab geschaut haben. Und er hat auch bei diesen Leuten nicht irgendwelche okkulten Lehren kritisiert, sondern v.a. ihre Heuchelei, Unbarmherzigkeit und Lieblosigkeit gegenüber Anderen.

  13. Also ich finde, man muss es nicht übertreiben. Ich glaube an Gott, so wie in der klassischen Bibelstelle Johannes 3 beschrieben.

    Aber wie soll ich jetzt beurteilen ob ich mehr oder weniger an Gott glaube als andere? Wer, außer Jesus, kann mir sagen, ob ich fromm bin oder nicht?

    Ich würde von mir niemals sagen, dass ich ein frommer Mensch bin. Ich habe meine Fehler wie wir alle.

    Ich denke die Diskussion sollte allmählich mal zur Ruhe kommen…

    1. Mein Kommentar hat nix mit der Diskussion zu tun und richtet sich an Dunkelangst 😉 :
      Es kommt nicht darauf an „wieviel“ du glaubst (also ob mehr oder weniger), sondern daran, an wen du glaubst. Ürigens wird’s diese Woche nix mit Tee trinken.. aber ich hoffe, du hast nächste Woche ma Zeit 😉 (meine mail ist auch noch unbeantwortet 😛 )

  14. mal ein herzliches dankeschön an alle kritiker der eutonie hier!!
    ich musste demletzt im rahmen meiner ausbildung ebenfalls an solchen körperübungen teilnehmen und ich wurde ganz unruhig und empfand es als falsch. viele esoterische (selbsterlösende) gedankengänge dahinter. z b haben wir uns am ende der meditation verneigt u gott unser gebet zurückgegeben… -> also war es vorher unser gebet ohne gott, oder was??
    außerdem wurde es einigen schwindlig bei den übungen, aber das kann man ja trainieren. klar, kann man… aber gebet ist für mich gespräch u beziehung mit gott, das ist echt, nicht irgendein hokuspokus, den ich erst üben muss, damit mir nicht schlecht wird!!
    außerdem gibts auch keine berichte, dass jesus meditiert hätte, er hat uns das vater-unser beigebracht, also sich mit normalen worten mit seinem vater im himmel unterhalten und ihm gedankt.
    ich hab auch nachher meine meinung dazu geäußert, aber dann bekommt man zu hören, dass das ja von guten christen entworfen wurde und schon eine ewig lange tradition hat.
    ja, natürlich! zur zeit der kirchenväter war die stoische philosophie im trend, haben christen nur ein bißchen umgedeutet. das ist ne gefährliche mischung, denn die stoiker wollten durch übung (meditation, exerzitien usw. heißt ja genau das) zu geistiger unabhängigkeit gelangen und zur seelenruhe. als erbe davon empfinden viele menschen regelmäßiges gebet immer noch als pflicht, werten gefühle ab und versuchen mit sich selbst identisch zu werden, statt sich selbst zu verliern!!!

  15. Ungefähr mit dem 42. Psalm gebetet
    (Un-) mögliches Gebet
    Wie steht es eigentlich um meine Sehnsucht nach dir, mein Gott? – Ist sie so gross, wie im Psalm gebetet?
    Manchmal habe ich den Verdacht, du wirst unter uns wie ein wie eine luxuriöse Nebensache gehandelt. Schon recht wertvoll, – aber doch eher ein Ausstellungsstück. Lass mich den Durst der Hirsche fühlen – und ihn zum Durst nach dir werden.
    Aber dann verstehe ich plötzlich, was dem Beter von damals diese Sehnsucht nach dir weckte. Es geht ihm dreckig. Und er sehnt sich weniger nach dir, das nach einem Stück heiler Welt. Mein Gott, wecke in mir eine Liebe zu dir, die länger dauert als die aktuelle Not.

    Stefan Moll

    1. Sehr schön! Das gefällt mir. Vor allem die Frage nach der echten Sehnsucht, nach der dringlichen Sehnsucht nach Gott. „Luxeriöse Nebensache“ – das trifft es ganz gut!

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