Psalm 31 – Logik des Glaubens

„Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! Denn du bist mein Fels und meine Burg.“ (V.3-4) Rein logisch betrachtet sind diese Aussagen ziemlich bescheuert. Der Beter bittet Gott, dass er für ihn ein Fels und eine Burg sein soll und gleichzeitig sagt er, dass Gott das schon längst ist. Ja was denn nun? Ist Gott es nicht und muss darum um Hilfe gebeten werden? Oder ist er es schon längst, dann müsste der Beter doch eigentlich nicht darum beten?

Für mich ist das die Logik des Glaubens, oder die Logik des Gebets. Die richtet sich nicht unbedingt nach dem Verstand, sondern diese Logik richtet sich nach dem Herz. Auch wenn wir wissen, dass Gott da ist, dass er in unser Leben eingreift und uns hilft, dürfen und sollen wir darum beten, dass er da ist und eingreift.  Solche Gebete sind nicht überflüssig, sondern sie helfen uns, damit unser Vertrauen in Gott wieder neu gestärkt wird und wir uns wieder neu bewusst werden, was Gott tut. Und manchmal ist es ja vielleicht auch so, dass wir mit dem Verstand wissen, dass Gott da ist und eingreift, aber unser Herz das nicht spürt. Und dann können wir mit unserem Verstand sagen: Gott ist mein Fels und meine Burg. Und mit dem Herzen schreien wir: „Herr, zeig mir das neu, dass du mein Fels und meine Burg bist!“
Bibeltext

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