Psalm 30 – Erschrecken

Das ist für mich einer der eindrücklichsten Psalmen überhaupt. Der Psalm ist ein dankbarer Rückblick darauf, wie Gott den Beter aus tödlicher Bedrohung gerettet hat. Ein wichtiger Gedanke in diesem Psalm (da steckt noch viel mehr tolles drin…) : Oft bemerken wir viel zu spät, wie gut es uns eigentlich geht und wie gut Gott zu uns ist. In V.7-8 beschreibt der Beter seine Zuversicht in der Zeit als es ihm gut ging. Aber als er in Schwierigkeiten gekommen ist, da ist er erschrocken und hat angefangen zu Gott zu schreien.

Aber als du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.“ (V.8b) Ja – dass Gott uns freundlich und liebevoll angeschaut hat, merken wir manchmal erst, wenn es nicht mehr so ist. In den Psalmen wird immer wieder auch deutlich: Gott kann sich abwenden, er kann sein Angesicht verbergen. Es kann auch für uns Gläubige sein, dass Gott plötzlich weg ist, dass wir nichts mehr von ihm bemerken und wahrnehmen können. Erst dann wird uns richtig deutlich, wie wichtig Gottes Gegenwart eigentlich ist. Erst dann merken wir, dass es unbezahlbar und unendlich wichtig ist, dass Gott uns freundlich anschaut.

Danke Gott, dass du mir immer wieder neu dein Angesicht zuwendest, dass du mich freundlich und liebevoll anschaust. Vergib mir, wo ich das oft gar nicht mehr merke, wo ich so sehr mit mir selbst beschäftigt bin, dass ich deinen Blick gar nicht mehr wahrnehme. Danke, dass deine Gnade lebenslang wärt und dass dein manchmal verborgenes Angesicht nur einen Augenblick lang weg schaut. Danke, dass du mich immer wieder neu einkleidest, dass du mir die schweren, dunklen Kleider des Todes ausziehst und mir die bunten, leichten Kleider der Freude schenkst!“
Bibeltext

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