Psalm 27 – Gottes Angesicht suchen

„Mein Herz erinnert dich: »Suchet mein Angesicht!« — Dein Angesicht, HERR, suche ich. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise deinen Knecht nicht ab im Zorn!“ (V.8f; Elberfelder Bibel) Gottes Angesicht suchen – wie geht das? Damals vielleicht ganz wörtlich gemeint: Man ging davon aus, dass im Tempel Gottes Gegenwart zu finden ist. Wenn man Gott begegnen wollte, ging man in den Tempel… Aber da muss doch mehr dahinter stecken! Schon im Alten Testament gab es viele Stimmen, die erkannten, dass ein Haus aus Stein Gottes Gegenwart nicht fassen kann (1. Kön. 8,27Jes. 66,1).

Aber wie sieht das dann aus? Sein Angesicht suchen, d.h. seine Nähe und Gegenwart suchen? Natürlich gibt es die Standardantworten: Bibellesen, Gebet, Gottesdienst, Lobpreis,… Aber all das sind nur Hilfsmittel auf der eigentlichen Suche. Sie können die Suche nach Gottes Angesicht nicht ersetzen. Ganz offensichtlich rechnet der Beter auch damit, dass Gott sich verbergen kann, dass er sein Angesicht abwenden kann und wir ihn dann nicht finden können.

Man kann V.14 als eine Art Antwort lesen. Eine Antwort auf die Suche nach Gottes Angesicht, auf die Suche nach seiner Gegenwart: „Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!“
Bibeltext

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