Psalm 17 – Satt sehen an Dir

Dieser Psalm ist das Gebet eines unschuldig Verfolgten. Natürlich ist er von seiner eigenen Unschuld überzeugt und er bittet Gott, dass dieser gegen seine Feinde etwas tut. Sehr menschlich und sehr verständlich. Er bleibt dabei bei seiner Wortwahl nicht zimperlich und er wünscht seinen Feinden alle möglichen und unmöglichen Dinge. Ich finde es eigentlich okay, dass auch solche unausgewogenen Gebete in der Bibel stehen dürfen. Ich darf im Gebet meine Gefühle sprechen lassen. Und wenn es Hass ist, dann darf ich auch damit vor Gott kommen. Vielleicht kann ja gerade das Gebet helfen, mit diesem Hass umzugehen.

Was mich an diesem Psalm aber besonders angesprochen hat, war der letzte Satz: „Wenn ich wach werde, will ich mich satt sehen an dir!“ (Gute Nachricht) Ja! Satt sehen an Gott! Ich weiß nicht, wie der Beter sich das vorstellt: Vom sehen wird man ja eigentlich nicht satt (erinnert mich an die Bierwerbung mit Rudi Assauer und seiner ehemaligen Frau: „Nur gucken, nicht anfassen!“ 😉 ) Aber bei Gott reicht wohl schon das anschauen! Er ist so herrlich, so überfließend von Kraft und Leben, dass man allein vom angucken satt wird! Cool!

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