Psalm 141 – Schlage mich freundlich!

Das Gebet eines Menschen, der sich in der Gefahr sieht, von anderen verführt zu werden. Was hilft ihm beim Glauben zu bleiben und richtig zu leben? Zwei Dinge sind mir aufgefallen. Das eine ist, dass er Gott selbst bittet, dass er sein Herz vor Bösem bewahre: „Neige mein Herz nicht zum Bösen, gottlos zu leben mit den Übeltätern.“ (V.4)  Er rechnet also damit, dass Gott selbst sein Herz, seine Wünsche und Sehnsüchte und damit auch seine Handlungen verändern kann.

Das andere ist, dass andere ihn auch durchaus kritisch zurechtweisen sollen und ihm somit helfen auf dem richtigen Weg zu bleiben: „Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht; das wird mir wohltun wie Balsam auf dem Haupte.“ (V.5) Das finde ich ziemlich starke Aussagen. Viele Christen – auch ich – tun sich eher schwer mit Kritik. Kritik als wohltuendes Balsam zu empfinden und anzunehmen – da bin ich oft weit davon entfernt. Viel leichter ist es, innerlich und äußerlich mit Abwehr zu reagieren. Auf der anderen Seite muss aber auch betont werden, dass die Kritik „freundlich“ zu geschehen hat – nicht mit dem Hintergedanken dem anderen eins rein zu drücken. Auf beiden Seiten (sowohl beim hilfreichen kritisieren als auch beim offenen Hören auf Kritik)  gibt’s noch viel zu lernen…
Bibeltext

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