Psalm 14 – Praktischer Atheismus

„Die Toren sprechen in ihrem Herzen: ‚Es ist kein Gott.'“ (V.1) Dieser Satz wurde damals anders verstanden, als bei uns heute. Wenn heute jemand sagt, dass es keinen Gott gibt, dann glaubt er nicht an die Existenz Gottes. Da geht es um einen grundsätzlichen Atheismus. Die Menschen damals meinten damit aber, dass Gott zwar existiert, dass er aber keine Bedeutung für ihr Leben und ihr Handeln hat. Sie können weiterhin so leben wie es ihnen passt. Sie können ohne Angst vor Gottes Eingreifen anderen schaden und Böses tun. Das ist dann ein praktischer Atheismus.

Durch manche Bücher, wie z.B. von Richard Dawkins, kommt bei uns dieser grundsätzliche Atheimus bei manchen in Mode. Finde ich nicht so toll – aber letztendlich auch nicht so bedrohlich. Denn das eigentliche Problem ist der praktische Atheismus. Selbst wenn auch heute noch eine Mehrheit der Menschen sagt: „Ja, ich glaub schon irgendwie an Gott und daran, dass es etwas Übernatürliches gibt.“, so leben doch die meisten in der Praxis so, als ob dieser Gott nicht existiert. Wie sich die Zeiten doch ähneln: Damals zur Zeit des Psalmbeters gab es ganz ähnliche Anfragen und Zweifel an den Gott der Bibel wie heute.

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