Psalm 133 – fein und lieblich
von windhauch
“Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!” (V.1) Das gilt nicht nur für leibliche Geschwister, sondern noch viel mehr für das Miteinander unter Christen. Auf meinem eigenen Weg zum Glauben war dieses Miteinander für mich etwas sehr beeindruckendes. Eine Gemeinschaft, die ich in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Eine Gemeinschaft, die mich angezogen und fasziniert hat.
Aber leider ist es – genau wie bei leiblichen Geschwistern – nicht selbstverständlich, dass man sich versteht, dass man einträchtig miteinander leben kann. Auch in diesem Psalm wird diese Eintracht ja eher als etwas besonderes und als ein schöner Glücksfall beschrieben. Um so wichtiger ist es, dass wir uns um dieses Miteinander immer wieder bemühen, dass wir darum kämpfen, dass wir nicht zu schnell aufgeben.
Wobei ja Eintracht nicht heißen muss, dass wir in allem einer Meinung sind und dass wir für jeden die gleichen herzlichen Gefühle haben. Eintracht heißt für mich eher, dass wir unsere Grundüberzeugungen miteinander teilen und dass wir in Not und Schwierigkeiten zusammenstehen. Ich denke unter Christen gibt es – wie in einer Familie – Bindungen, die tiefer gehen als “nur” eine Freundschaft. Wenn diese Verbundenheit deutlich wird, dann ist’s wahrlich “fein und lieblich”.
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