Psalm 127 – Ohne Augenzwinkern

von windhauch

“Denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.” (V.2) Komisch: Wenn ich so darüber nachdenke, dann wird dieser Vers meistens nur mit einem Schuss Ironie oder mit einem Augenzwinkern zitiert. Z.B. als witzig gemeinte “Ausrede” wenn jemand verschlafen hat. Oder mit leicht vorwurfsvollem Ton, wenn sich jemand zu wenig in der Gemeinde einbringt. Diese Aussage scheint für uns eher eine nicht ganz ernst gemeinte Übertreibung zu sein. Es scheint eine stille Übereinkunft zu geben, dass der Vers, so wie er dasteht, natürlich nicht gemeint sein kann: “Natürlich wird uns alles von Gott geschenkt, aber wir müssen doch auch was dafür tun! Nur die Hände in den Schoss legen und den Tag verschlafen geht doch nicht!”

Wie wär’s wenn wir den Vers mal ohne Augenzwinkern lesen?!?



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