Psalm 126 – Das langsame Wachsen der Freude
von windhauch
Bei diesem Psalm ist die Luther-Übersetzung nicht so besonders geglückt. Die ersten drei Verse sind wohl besser in der Vergangenheit zu übersetzen und in V.4 ist es angemessener statt “bringe zurück unsere Gefangenen” zu übersetzten: “wende unser Geschick”. Richtig übersetzt erinnern sich die Beter an Gottes große Befreiungstat (die Befreiung aus dem babylonischen Exil) und bitten Gott in ihrer jetzigen Situation auf ähnliche Weise einzugreifen.
Das ist bis heute eine gute Art und Weise zu beten: Wenn’s einem dreckig geht und man sich nach Gottes Eingreifen sehnt, dann sollte man sich zurück erinnern an Erfahrungen, wo Gott geholfen hat. Oft verblassen diese Erfahrungen und es ist einem gar nicht mehr bewusst, dass unser Mund einmal voll Lachen war und unsere Zunge voll Rühmens. Oft sieht man nur die gegenwärtigen Tränen und rechnet gar nicht damit, dass man irgendwann auch wieder mit Freuden ernten darf (Der Freitod von Robert Enke, der gerade in den Medien aufgebauscht und genüsslich ausgeschlachtet wird, zeigt uns wie verzweifelt man in den gegenwärtigen Tränen gefangen sein kann…).
Wobei ich bei diesem Bild sehr den Realismus schätze: Denn zwischen dem tränenvollen säen und dem Ernten liegt eine lange Zeit des Wachsens. Es dauert. Es braucht Zeit. Echte, tiefe Freude ist keine schnell angerührte Instant-Freude, sondern eine langsam wachsende Frucht. Auch Gottes Eingreifen kann dauern und sich hinziehen.
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Welche Bibelübersetzung ist eigentlich deine persönliche Lieblingsübersetzung und weshalb? Welche Übersetzung würdest du persönlich am ehesten Weiterempfehlen?
Ich persönlich mag die 1984er Luther Übersetzung gerne. Martin Luther übersetzt ziemlich direkt und das stößt bei mir auf meine direkte Persönlichkeit. Als Beispiel würde mir 1. Petrus 2, 15 einfallen. Hier bringt es Luther auf den Punkt und benutzt sogar Wörter wie “den törichten Menschen das Maul stopfen…” so etwas würde ich in der Gute Nachricht Bibel wohl eher nicht lesen…
Aber welche Übersetzung nun am Ehesten mit dem Original Text übereinstimmt? Da muss ich mangels Sprachkenntnissen die passen…
Also meine Lieblingsübersetzung ist nach wie vor Luther. Ich mag einfach seine kraftvolle Sprache, die Melodie seiner Sprache und die Ausdrucksstärke. In den meisten Fällen ist er auch recht nah am Urtext dran. Der Nachteil ist halt, das Luther für uns heutige Menschen nicht mehr so eingänglich zu verstehen ist.
Ich find’s schade, dass Luther nicht mehr DIE Standardübersetzung im deutschen evangelischen Bereich ist. Früher brauchte man von einer Bibelstelle nur ein paar typische Worte zitieren und sofort hatte jeder den Luthertext vor Augen. Es gab noch so was wie ein gemeinsames Auswendig können von vielen Bibelstellen. Mit den vielen unterschiedlichen Bibelübersetzungen ist das “learning by heart” schwieriger geworden (und damit der Text auch ein bisschen weiter weg vom Herzen gerückt). Außerdem finde ich, dass sich ganz grundsätzlich keine andere Übersetzung so gut zum Auswendiglernen eignet wie Luther.
Aber ich weiß auch, dass sich das Rad nicht mehr zurückdrehen lässt. Wer also mit Luther nicht zurecht kommt, soll lieber was anderes lesen.
Was würde ich weiter empfehlen? Kann ich so pauschal nicht sagen. Kommt drauf an, was einem selbst zusagt und für welchen Zweck. Moderne Übersetzungen eignen sich vor allem zum Überblickslesen und zum Einstieg in einen Text. Von den modernen Übersetzungen gefällt mir persönlich die “Gute Nachricht” richtig gut. Sie bringt m.E. eine gute Balance zwischen Urtextnähe, Verständlichkeit und Schönheit.
Wenn man Texte intensiver studieren will, ist die Elberfelder Übersetzung unerlässlich. Näher am Grundtext geht kaum. Dadurch ist sie schwer zu verstehen und nicht besonders flüssig zu lesen. Aber sie lässt eben auch manche Stellen für Deutungen offen, die auch im Urtext relativ offen sind. Moderne Übersetzungen müssen sich um der Verständlichkeit willen für eine bestimmte Deutung entscheiden und bügeln den Text damit notgedrungen glatt.
Also meine Lieblingsübersetzung ist nach wie vor Luther. Ich mag einfach seine kraftvolle Sprache, die Melodie seiner Sprache und die Ausdrucksstärke. In den meisten Fällen ist er auch recht nah am Urtext dran. Der Nachteil ist halt, das Luther für uns heutige Menschen nicht mehr so eingänglich zu verstehen ist.
Ich find’s schade, dass Luther nicht mehr DIE Standardübersetzung im deutschen evangelischen Bereich ist. Früher brauchte man von einer Bibelstelle nur ein paar typische Worte zitieren und sofort hatte jeder den Luthertext vor Augen. Es gab noch so was wie ein gemeinsames Auswendig können von vielen Bibelstellen. Mit den vielen unterschiedlichen Bibelübersetzungen ist das “learning by heart” schwieriger geworden (und damit der Text auch ein bisschen weiter weg vom Herzen gerückt). Außerdem finde ich, dass sich ganz grundsätzlich keine andere Übersetzung so gut zum Auswendiglernen eignet wie Luther.
Aber ich weiß auch, dass sich das Rad nicht mehr zurückdrehen lässt. Wer also mit Luther nicht zurecht kommt, soll lieber was anderes lesen.
Was würde ich weiter empfehlen? Kann ich so pauschal nicht sagen. Kommt drauf an, was einem selbst zusagt und für welchen Zweck. Moderne Übersetzungen eignen sich vor allem zum Überblickslesen und zum Einstieg in einen Text. Von den modernen Übersetzungen gefällt mir persönlich die “Gute Nachricht” richtig gut. Sie bringt m.E. eine gute Balance zwischen Urtextnähe, Verständlichkeit und Schönheit.
Wenn man Texte intensiver studieren will, ist die Elberfelder Übersetzung unerlässlich. Näher am Grundtext geht kaum. Dadurch ist sie schwer zu verstehen und nicht besonders flüssig zu lesen. Aber sie lässt eben auch manche Stellen für Deutungen offen, die auch im Urtext relativ offen sind. Moderne Übersetzungen müssen sich um der Verständlichkeit willen für eine bestimmte Deutung entscheiden und bügeln den Text damit notgedrungen glatt.
NGÜ – eindeutig, gibt es nur leider nicht für AT. Gute Nachricht ist auch prima. Luther bei den Psalmen, wobei da die GN auch richtig gut ist.