Philipper 3, 2-9 Die Fleischeslust des Paulus

Immer wieder taucht bei Paulus das Gegensatzpaar Geist und Fleisch auf. Hier an dieser Stelle ist sehr schön zu beobachten, dass „Fleisch“ nicht gleichzusetzen ist mit rein körperlichen Begierden. Das ist ja ein modernes Missverständnis: Bei „Fleischeslust“ denken wir sofort an Sex. Paulus beschreibt hier dagegen sein früheres hoch-religiöses Leben als Pharisäer als „Fleisch“. Denn er versuchte sich damit selbst zu erlösen, selbst seine Gerechtigkeit zu verdienen, anstatt sich von Gott gerecht sprechen zu lassen.

Geist ist demnach, wenn ich mein Denken und Handeln (sei es im religiösen Bereich, sei es im ganz banalen Alltag) von Gott und seiner vergebenden Gnade bestimmen lasse. Fleisch ist, wenn ich mich um mich selbst drehe und mich selbst zu erlösen versuche (sei es auf hochgeistlichem religiösen Gebiet oder sei es indem ich hemmungslos meinen körperlichen Begierden nachgebe). Auch Leute die nach außen hin hochgeistlich erscheinen können demnach innerlich durch und durch fleischlich gesinnt sein.
Bibeltext

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