Philipper 3, 12-16 Zwischen den Polen

Ich mag es nicht, wenn Christen selbstzufrieden und satt auf ihrer Kirchenbank sitzen und meinen, sie hätten alles schon erreicht, sie seien perfekte und vorbildliche Christen (und dabei verächtlich auf andere herunter schauen, die noch nicht so weit sind). Ich mag aber auch keine Christen, die sich ständig selbst bemitleiden, weil sie so schrecklich unperfekt sind und die gar keinen Antrieb haben an sich selbst etwas zu verändern. Auch ich selbst bin ein Wanderer zwischen diesen Polen.

Ich mag dagegen Paulus, der sich einerseits nicht einbildet, dass er schon vollkommen sei, der um seine eigene Schwäche und Unzulänglichkeit weiß und der das auch offen zugibt. Andererseits streckt er sich aus nach dem Ziel, er jagt dem Vollkommenen nach, er sieht sich selbst auf dem Weg und gibt alles, um auf diesem Weg vorwärts zu kommen. Paulus wandert nicht zwischen diesen Polen hin und her, sondern hält sie in einer guten Spannung.
Bibeltext

Bewerte diesen Artikel

3 Gedanken zu „Philipper 3, 12-16 Zwischen den Polen“

  1. Wollte erst anmerken, dass es mir besser gefallen hätte im letzten Satz „hält sie in einer guten Spannung“ durch „hält sich an Jesus“ zu ersetzen. Wollte aber dann doch nicht so kleinlich sein. Der nächste Blog hat aber dann doch eine Antwort in diesem Sinn parat, dass ich es doch hier kommentieren möchte:

    Es ist besser, beim Versuch zu versagen, das Richtige zu erreichen, als erfolgreich beim Falschen zu sein; und das Richtige ist Jesus Christus und Er als der Gekreuzigte. Sich diesem Thema auch nur anzunehmen, ist schon eine herrliche Sache an sich. (Charles H. Spurgeon)
    Quelle: http://puritanum.wordpress.com/2010/08/06/das-richtige/

    …und um eine verständliche Brücke zu deinen Beitrag zu machen:
    Ja wir sollten (dürfen) uns Unseresselbst nie sicher sein, dafür aber haben wir unsere Sicherheit in Jesus.

    1. Sehr gutes Zitat! Danke an den danker! Danke auch für das genaue und aufmerksame mitlesen!
      Ich glaube auch, dass wir die Spannung zwischen diesen Polen nur meistern können, wenn wir uns an Christus halten.
      Wenn man allerdings das „hält sie in einer guten Spannung“ ersatzlos durch „hält sich an Jesus“ ersetzen würde, dann klänge es danach, dass Paulus durch den Glauben an Jesus dieser Spannung grundsätzlich enthoben sei – das halte ich für zu weit gehend. Also meiner Meinung nach am besten: „hält sie in einer guten Spannung, indem er sich an Jesus hält.“ 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.