Philipper 3, 12-16 Zwischen den Polen

von windhauch

Ich mag es nicht, wenn Christen selbstzufrieden und satt auf ihrer Kirchenbank sitzen und meinen, sie hätten alles schon erreicht, sie seien perfekte und vorbildliche Christen (und dabei verächtlich auf andere herunter schauen, die noch nicht so weit sind). Ich mag aber auch keine Christen, die sich ständig selbst bemitleiden, weil sie so schrecklich unperfekt sind und die gar keinen Antrieb haben an sich selbst etwas zu verändern. Auch ich selbst bin ein Wanderer zwischen diesen Polen.

Ich mag dagegen Paulus, der sich einerseits nicht einbildet, dass er schon vollkommen sei, der um seine eigene Schwäche und Unzulänglichkeit weiß und der das auch offen zugibt. Andererseits streckt er sich aus nach dem Ziel, er jagt dem Vollkommenen nach, er sieht sich selbst auf dem Weg und gibt alles, um auf diesem Weg vorwärts zu kommen. Paulus wandert nicht zwischen diesen Polen hin und her, sondern hält sie in einer guten Spannung.
Bibeltext

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