Nick Hornby: Long way down

Schwarzer Humor aus England: An Sylvester begegnen sich vier ganz unterschiedliche Personen auf dem Dach eines Hochhauses in London. Sie haben alle vor, ihrem Leben ein Ende zu machen. Aber anstatt sich in die Tiefe zu stürzen, verwickeln sie sich in Gespräche und schließlich verwickeln sich ihre Geschichten und Schicksale. Die vier Leute sind völlig unterschiedlich und wären sich auf normalem Weg nie begegnet, geschweige denn überhaupt ins Gespräch gekommen. Der Selbstmord wird aufgeschoben und die vier werden zu einer Art Selbsthilfegruppe, in der es aber ziemlich abstrus und abgefahren zugeht.

Gute Idee und gut geschrieben. Nur war es mir insgesamt ein bisschen zu dick aufgetragen. Die Charaktere wirken irgendwie sehr krass und überzeichnet. Und auch die Grundidee des Buches wirkt nach der Hälfte etwas ausgelutscht.

Trotzdem: Unterhaltsames Buch, das vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch anregen kann, über das eigene Leben nachzudenken. Was macht mein Leben lebenswert? Was macht das Glück aus? Es sind nicht nur die Umstände, die unser Leben schwer machen, sondern es sind letztendlich wir selbst, unser Charakter, unsere Person und unseres Art und Weise, wie wir mit diesen Umständen umgehen.

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