Matthäus 9, 35-38 – Tröstliches Gejammer

Eine Stelle, die mich berührt. Besonders in der Luther-Übersetzung. Jesus sieht die Menschenmenge und er sieht ihre Verlorenheit. Sie waren wie eine Schafherde ohne Hirte. Luther übersetzt: „Es jammerte ihn.“ Auch wenn das eine Formulierung ist, die heute nicht mehr gebräuchlich ist und ich selbst nie so reden würde, wird da doch viel kraftvoller deutlich, was Jesus in diesem Moment bewegt. Bei modernen Übersetzungen heißt es einfach lapidar: Er hatte großes (oder tiefes) Mitleid mit den Menschen. Aber Mitleid kann relativ harmlos sein. Jesus jammerte es. Das Herz drehte sich ihm im Leibe um, sein Herz blutete innerlich, als er die Menschen sah. So sieht uns Jesus auch heute noch an.

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.