Matthäus 6, 1-4 – Geld geben macht fromm

Nach den sogenannten Antithese geht es in der Bergpredigt jetzt um drei grundlegende Frömmigkeitsübungen des Judentums: Almosegeben, Beten und Fasten. Jesus betont, dass wir mit unser Großzügigkeit nicht angeben sollen. Ich weiß nicht, ob das heute noch so ein großes Problem ist. Im Gegenteil: Ich finde, dass heute Geld viel zu wenig mit Frömmigkeit und Glaube zu tun hat. Über Geld spricht man nicht, und vor allem nicht wenn’s um den Glauben geht. Almosengeben als eine Frömmigkeitsübung – das klingt sehr fremd für uns. Aber mein Geld hat sehr wohl was mit meinem geistlichen Leben zu tun.

Wenn ich an den reichen Jüngling denke, dann war sein Reichtum nicht in erster Linie etwas, mit dem er armen Menschen helfen sollte, sondern etwas, was ihn selbst in seiner Jesus-Nachfolge gehindert hat. Almosen geben fördert nicht nur die Armen, sondern es hilft selbst vom Götzen Mammon frei zu werden.

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